Steffen Baumgart. (Foto: IMAGO)

Steffen Baumgart. (Foto: IMAGO)

UEFA bestätigt: Baumgart für erstes Gruppenspiel gesperrt

Der 1. FC Köln muss im ersten Gruppenspiel der UEFA Europa Conference League auf Steffen Baumgart verzichten. Das bestätigte die UEFA am Freitagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Der FC-Trainer war in der 90. Minute des 3:0-Sieges seiner Geißböcke beim Fehérvár FC mit einer Gelb-Roten Karte auf die Tribüne verwiesen worden.

Aus Székesfehérvár berichtet Sonja Eich

Der 1. FC Köln schafft es in die Gruppenphase der Conference League, doch Steffen Baumgart wird im ersten von sechs Gruppenspielen nur von der Tribüne aus zusehen können. Die UEFA bestätigte, dass zwar alle Gelben Karten nach den Playoffs gelöscht werden, jedoch nicht die Platzverweise für Spieler und Trainer. Und so wird Baumgart das erste Gruppenspiel nicht an der Seitenlinie betreuen können.

Damit wird André Pawlak zu seinem Europa-Debüt als Cheftrainer kommen. Der Baumgart-Assistent hatte den 50-Jährigen bereits in der vergangenen Saison vertreten, als der Chefcoach wegen einer Corona-Infektion gefehlt hatte. Damals hatte Baumgart das Spiel von zuhause aus verfolgt, über Telefon mit den Videoassistenten Kontakt gehalten und war hinterher mit einem entsprechenden Home-Video zum Tiktok-Star geworden.

Zwei Situationen an der Eckfahne führen zu Gelb-Rot

Nun ist nicht klar, wo Baumgart das erste Gruppenspiel verfolgen wird. Sicher ist aber: Die UEFA-Regularien machen bei Platzverweisen keine Ausnahmen, und so verpasst der FC-Coach sein erstes Spiel auf internationaler Bühne – wenn man die Playoffs nur als Qualifikationsrunden wertet. Und das, obwohl der FC im Moment des Platzverweises nur noch wenige Minuten vom Weiterkommen entfernt gewesen war.

Es passierte in der 90. Minute, als Baumgart sich wild schimpfend erst an den Vierten Offiziellen und dann an den Schiedsrichter gewandt hatte. Referee Ali Palabiyik aus der Türkei hatte zweimal innerhalb weniger Sekunden an der linken Eckfahne in der Hälfte des Fehérvár FC zugunsten der Heimmannschaft entschieden. Einmal wollte Jonas Hector einen Freistoß haben, einmal hätte Mathias Olesen einen Einwurf bekommen müssen.

Zu viel für Baumgart: Seine Mütze vom Kopf gerissen schimpfte er in Richtung des türkischen Schiedsrichter-Gespanns. In kurzer Abfolge bekam er daraufhin die Gelbe und dann die Gelb-Rote Karte unter die Nase gehalten. Baumgart musste die letzten Minuten des Spiels von der Tribüne aus verfolgen, durfte erst nach Schlusspfiff wieder auf den Rasen, seine Spieler umarmen und vor der Gästekurve mit den 3.000 mitgereisten FC-Fans den Einzug in die Gruppenphase feiern.

Die sind mir da zu schnell angepisst

Steffen Baumgart

“Ich war nicht ganz einverstanden mit der Einwurf-Entscheidung”, sagte Baumgart hinterher. “Ich muss mich offenbar daran gewöhnen, dass international überhaupt nichts mehr erlaubt ist. In der Bundesliga kann man ja wenigstens nochmal reden. International ist das nicht so”, klagte der 50-Jährige. “Die sind mir da zu schnell angepisst.”

In der Sache sah sich Baumgart auf der richtigen Seite. Die Konsequenz war hingegen der Platzverweis. “Du musst schon erkennen, was ein Einwurf ist”, sagte Baumgart. “Ganz ehrlich, wir sind hier beim Fußball. Er hat sich wahrscheinlich bedroht gefühlt. Keine Ahnung. Die Entscheidung war falsch, das habe ich ihm gesagt, dann habe ich Gelb bekommen und direkt Gelb-Rot. Es tut mir natürlich leid.”

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

simple-ad

This is a demo advert, you can use simple text, HTML image or any Ad Service JavaScript code. If you're inserting HTML or JS code make sure editor is switched to 'Text' mode.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
3 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen