Sebastian Andersson ist beim 1. FC Köln aktuell nur Stürmer Nummer fünf. (Foto: Bucco)

Sebastian Andersson ist beim 1. FC Köln aktuell nur Stürmer Nummer fünf. (Foto: Bucco)

Was der Modeste-Abgang für Sebastian Andersson bedeutet

Der eine Spieler will den 1. FC Köln verlassen, ein anderer hat ihn verlassen: Sebastian Andersson ist aktuell auf der Suche nach einem neuem Verein. Sportlich spielt der Schwede bei den Geißböcken keine Rolle mehr. Daran hat auch der Abgang von Anthony Modest nichts verändert. Eine Hintertür lässt Steffen Baumgart jedoch offen.

Die Causa Sebastian Andersson gehört beim 1. FC Köln fraglos zu den schwierigsten der vergangenen Jahre. Schon bei seinem Wechsel im Sommer 2020 war der Angreifer nicht richtig fit. Eine langwierige Knieverletzung setzte den Schweden zudem außer Gefecht. Mit seinen beiden Toren im Relegations-Rückspiel konnte der Stürmer jedoch noch seinen Anteil am Last-Minute-Klassenerhalt feiern.

Als sich schließlich im vergangenen Sommer herauskristallisierte, dass der FC unter Steffen Baumgart mit Anthony Modeste als Nummers-eins-Stürmer in die neue Saison gehen würde, forcierte Andersson bereits seinen vorzeitigen Abschied. Ein Wechsel in Türkei schien beschlossene Sache, scheiterte jedoch vor Ort in letzter Minute. Stattdessen blieb der 31-Jährige beim FC, bekam von den Verantwortlichen stets den Rücken gestärkt, und kam in 26 Einsätzen immerhin 13 Mal von Beginn an zum Spielen (3 Tore).

Andersson konnte die Pause nicht nutzen

Die letzten sechs Saisonspiele verpasste Andersson schließlich aufgrund von länger anhaltenden Symptomen einer Corona-Infektionen. Trotzdem schienen die Geißböcke noch in der Sommer-Pause auf den Stürmer zu bauen. “Er muss jetzt in der Pause natürlich auch ein bisschen mehr machen als manch anderer. Das Ziel ist, dass er voll leistungsfähig ist, wenn es in der Vorbereitung los geht”, hatte Sportchef Christian Keller Ende Mai im GEISSBLOG-Interview erklärt.

Andersson folgte dem Aufruf der Verantwortlichen und trainierte, während seine Teamkollegen im Urlaub weilten, während der Pause individuell am Geißbockheim. Gereicht hat es für den ehemaligen Unioner aber nicht: Schon in den Testspielen gegen AC Mailand und Nijmegen bekam der Stürmer überhaupt keine Einsatzminuten. So war es nur folgerichtig, dass Andersson auch im Pokal gegen Regensburg und zum Bundesliga-Start gegen Schalke nicht im Kader gestanden hatte.

Zwischen den beiden Spielen weilte Andersson in Dänemark. Bei Bröndby IF erhoffte sich der Schwede einen Neuanfang. Doch wie schon ein Jahr zuvor scheiterte der Deal wohl an den finanziellen Forderungen des Spielers. Bei einem Wechsel ein Jahr vor Vertragsende müsste Andersson wohl große Gehaltsabstriche in Kauf nehmen, scheint es doch ausgeschlossen, dass ein Verein die geschätzten 2,5 Millionen Euro für einer Spieler mit solche einer Verletzungshistorie jährlich auf den Tisch legt.

So sieht Baumgart den Angreifer

Und so ist Andersson vorerst wieder zurück beim 1. FC Köln. Zu Wochenbeginn musste der Angreifer dabei miterleben, wie sein Sturm-Kollege einen Wechsel zu Borussia Dortmund unter Dach und Fach bringen konnte. Vorerst scheint der Wechsel von Anthony Modest jedoch keinen direkten Einfluss auf die Einsatzperspektiven von Andersson zu haben. “Wir haben bei Seb ganz klar auf Abgang gesetzt”, erklärte Baumgart am Donnerstag, der seinem Spieler ein einwandfreies Verhalten und eine ordentliche Trainingsleistung bescheinigte. “Wir haben noch 14 Tage Zeit und werden abwarten”, machte der Trainer dabei klar, dass die Tür für einen Wechsel weiterhin offen sei.

Durch den Verlust von Modeste wird Andersson jedoch vorerst nicht in den Spieltags-Kader zurückkehren. “Der Umgang und die Sichtweise haben sich nicht verändert. Ich sehe die anderen fünf Stürmer vor ihm, weil ich sie von der Leistung her besser sehe”, erklärte Baumgart, ließ dem FC-Profi aber eine Hintertür: “Er wird vielleicht zu einer Option, wenn er bleibt. Aber er muss um seinen Platz im Kader wie jeder andere kämpfen. Wenn es dazu kommt, wird er seine Chance bekommen.” Allerdings, und das scheint beim 1. FC Köln aktuell die favorisierte Variante zu sein, hoffen die Geißböcken weiter auf einen vorzeitigen Abschied: “Wir könnten uns auch vorstellen, dass er noch etwas anderes macht.”

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