Marvin Schwäbe nach dem Schlusspfiff. (Foto: Bucco)

Marvin Schwäbe nach dem Schlusspfiff. (Foto: Bucco)

“Der Plan, den wir hatten, ist mal so gar nicht aufgegangen”

Der 1. FC Köln hat gegen den 1. FC Union Berlin die erste Saisonniederlage hinnehmen müssen. Bei der 0:1 (0:1)-Niederlage haben sich die Geißböcke gegen die starke Defensive der Hauptstädter lange Zeit schwer getan. Entsprechend enttäuscht fielen die Stimmen nach dem Spiel aus.

Aus Müngersdorf berichten Sonja Eich und Marc L. Merten

Kingsley Schindler

“Es war das zu erwartende schwierige Spiel, sehr zweikampfintensiv. Der Gegner steht hinten gut drin. Das war das Problem heute, wir haben nicht richtig die Lösungen gefunden, obwohl wir ein paar Chancen hatten. Wenn Union auswärts früh in Führung geht, macht es das doppelt schwer. Das Spiel am Donnerstag hat uns in keiner Weise noch nachgehangen. Wir haben das alles abgeschüttelt. Wir wussten ja, dass es nicht die Fans waren, die uns immer unterstützen. Es lag auch nicht an der Kraft. Wir haben gut rotiert, die Jungs waren frisch. Ich weiß nicht, wie man in der Situation auf Elfmeter entscheiden kann. Eigentlich war die Regel abgeschafft, weil der Ball von hinten an den Arm geht. Aber wir haben ja Manu, ich nenne Marvin so, hinten drin, der ihn gut gehalten hat. Ich will nichts gegen die Schiedsrichterleistung sagen, aber es wurden viele Dinge gepfiffen, die man nicht so pfeifen muss.”

Steffen Tigges

“Man hat gemerkt, dass Union uns in den ersten 20 Minuten ihren Spielstil komplett aufgezwängt hat und wir nicht die richtigen Lösungen gefunden haben. Wir haben alles reingehauen und wollten unbedingt. Wir sind trotz der Belastung der Englischen Wochen marschiert, aber haben uns keine großen Chancen erspielt. Wir wussten, dass sie extrem schwer zu bespielen sind und kaum Torchancen zulassen. Die Einstellung hat aber gestimmt und darauf gilt es aufzubauen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Belastung zu viel war. Union hatte ja auch am Donnerstag gespielt. Es ist heute einfach nicht so viel zusammengelaufen, wie sonst. Wir werden jetzt schauen, woran es gelegen hat, dass wir nicht in die Abläufe gekommen sind. Der Trainer hat nicht erklärt, warum ich auf der Bank gesessen habe. Das braucht er auch nicht. Flo und ich sind ähnliche Spielertypen und wir wechseln uns ab. Das ist ganz normal und völlig okay. Nur weil ich ein Tor gemacht habe, habe ich keinen Freifahrtschein, das nächste Spiel auch von Anfang an zu spielen.” 

Marvin Schwäbe

“Ich habe die Szene nicht nochmal gesehen, aber der Ball ist aus dem Rücken Kili an die Hand gesprungen. Da sprechen wir eigentlich von keinem Elfmeter. Wir hatten in den ersten 20 Minuten Probleme, dagegen zu halten und das Spiel anzunehmen. Im zweiten Durchgang wusste Union dann weniger, was gegen uns anzufangen. Das ist war unglücklich, so passiert es aber eben manchmal im Fußball. Manchmal sind es einfach Kleinigkeiten. Am Donnerstag geht es schon weiter.”

Steffen Baumgart: “Glückwunsch zu einem verdienten Sieg an Union Berlin. Ich habe lange keine Mannschaft so gut hier spielen sehen, wie Berlin in den ersten 30 Minuten. Der Plan, den wir hatten, ist mal gar nicht aufgegangen. Wi hatten keine Antworten. Wir haben es versucht, das hat man den Jungs angesehen. Wir wussten, dass wir nur wenig Torchancen kriegen werden. Die Jungs sind jung, wir werden weiter arbeiten.”

Urs Fischer: “Wir sind natürlich zufrieden. Kompliment an meine Mannschaft. Wir waren von Beginn weg bereit für diese Aufgabe. Es hat uns gewurmt, dass wir am Donnerstag die erste Hälfte verschlafen haben. Das wollten wir heute besser machen. Die Jungs haben das in den ersten 45 Minuten sehr gut umgesetzt. Die Führung war verdient. Vielleicht um ein Tor zu wenig. Vielleicht bin ich da aber auch zu optimistisch. In der zweiten Halbzeit hat Köln Druck ausgeübt, da brauchten wir einen Torhüter, mit einer wirklichen guten Parade. Mit den Einwechslungen hat sich das ganze wieder beruhigt. Ohne, dass Köln groß gefährlich wurde, haben wir es wirklich gut runtergespielt.”

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