Pyrotechnik im Block des 1. FC Köln gegen Mainz. (Foto: IMAGO / HMB-Media)

Pyrotechnik im Block des 1. FC Köln gegen Mainz. (Foto: IMAGO / HMB-Media)

Baumgart bedankt sich für Fan-Support – Aber Mainz-Pleite wird teuer

Die Anhänger des 1. FC Köln haben ihre Mannschaft nach der 0:5 (0:3)-Niederlage in bemerkenswerter Weise gefeiert. Keine Pfiffe – dafür die bedingungslose Unterstützung, für die sich Steffen Baumgart hinterher persönlich bedankte. Doch die Geißböcke werden nach der Partie auch wieder zur Kasse gebeten.

Tausende Kölner Fans hatten sich am Freitagabend auf den Weg in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt gemacht, ihren Arbeitstag dafür teilweise früher beendet, um pünktlich zum Anpfiff in die MEWA-Arena zu sein und ihre Mannschaft zu unterstützen. Doch was sie von den Geißböcken dann präsentiert bekamen, dürfte viele von ihnen schnell wieder ins heimische Rheinland zurückgewünscht haben.

Nichtsdestotrotz entschieden sich die Anhänger dafür, ihre Mannschaft unabhängig des Spielstandes bedingungslos zu unterstützen. Auch nach Spielschluss feierte der Gästeblock die Kölner Spieler, als hätten sie gerade den fünften Saisonsieg eingefahren. “Ein ganz großes Dankeschön an die Fans, wie sie uns gepusht haben, egal bei welchem Spielstand. Das gibt uns für die nächsten Spiele ein gutes Gefühl”, freute sich Marvin Schwäbe nach der Partie über die Reaktion der Fans. Kapitän Jonas Hector ergänzte: “Wir wissen, dass unsere Fans uns gut unterstützen. Das brauchen wir auch und darauf bauen wir. Wir hoffen, dass es so bleibt und wir etwas zurückgeben können. Heute haben wir das nicht hinbekommen, aber nächste Woche ist eine neue Chance.”

Mainz-Spiel kostet wohl 70.000 Euro

Während sich die Mannschaft nach dem Abpfiff vor der Gästekurve bei seinen Fans bedankte, löste sich Steffen Baumgart sogar aus dem Kreise seiner Spieler und schritt in Richtung Zaun. Dort kletterte der Trainer zu den Fans, schlug mit vielen von ihnen ein und bekam als Dankeschön viele aufmunternde Worte und Gesten entgegen. “Ich wollte mich bedanken, aber ich habe nicht so viel erzählt, die Fans haben mir etwas gesagt”, berichtete Baumgart hinterher. “Das sind die Jungs, die zu uns stehen. Die stehen zu 100 Prozent hinter der Mannschaft. Sie respektieren die Mannschaft für das, was sie leistet – unabhängig vom Ergebnis.”

Trotz aller positiver Emotionen hatten die Kölner Verantwortlichen hinterher jedoch auch Grund zum Ärger über ihre Anhänger. Denn sowohl vor dem Anpfiff, als auch während des Spiels, brannte es im Gästeblock teilweise lichterloh. Wie die Polizei hinterher bestätigte, wurden circa 70 pyrotechnische Gegenstände abgebrannt. Laut dem Strafenkatalog des DFB kostet jedes einzelne Abbrennen 1000 Euro. Demnach dürften die Kölner alleine wegen dieses Spiels mit einer Strafe von über 70.000 Euro rechnen. Zuletzt erst hatte das DFB-Bundesgericht die Strafe für die Vorkommnisse aus dem Wolfsburg-Spiel in der vergangenen Saison bestätigt. Zudem stehen noch rund 200.000 Euro an Strafen aus den Spielen gegen Union Berlin, dem letzten Heimspiel gegen Mainz und den VfB Stuttgart aus.

Klarheit gab es derweil später auch über die Auseinandersetzungen im Mainzer Heimbereich, bei dem kein Kölner beteiligt gewesen war. Gegen Ende der Partie ereignete sich dort eine körperliche Auseinandersetzung unter Anhängern des gastgebenden Vereins, wie die Mainzer Polizei bekannt gab. Dabei sollen nicht nur Ordnungskräfte angegriffen worden seien, sondern auch die zur Unterstützung eingesetzten Polizeikräfte, die daraufhin Pfefferspray und Schlagstöcke gegen die angreifenden Personen eingesetzt hatten. Als Folge hatten sich mehrere auch unbeteiligte Personen in ärztliche Behandlung geben müssen. Zudem verletzte sich im Köln-Block eine Person, nachdem sie ohne Fremdverschulden gestürzt war.

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