Zwei Torschützen jubeln: Steffen Tigges und Florian Kainz. (Foto: Bucco)

Zwei Torschützen jubeln: Steffen Tigges und Florian Kainz. (Foto: Bucco)

Sensation gegen Modestes BVB: FC dreht Spiel und siegt

Der 1. FC Köln hat den Favoriten gestürzt und erstmals seit 2015 im heimischen Müngersdorf wieder gegen Borussia Dortmund gewonnen. Die Geißböcke gerieten zwar mit 0:1 in Rückstand, drehten in der zweiten Halbzeit jedoch auf und gewannen am Ende mit 3:2 (0:1). Anthony Modeste blieb bei seiner Rückkehr nach Köln ohne Tor. 

Aus Müngersdorf berichtet Sonja Eich

Sie waren also zurück: Anthony Modeste und Salih Özcan, beide Ex-Kölner in der Startelf von Borussia Dortmund. Gegen sie wollten der FC und Steffen Baumgart die Überraschung und drei Punkte in Müngersdorf behalten. Die Geißböcke mit der aktuell wohl stärksten Elf und mit Mark Uth, der nach zweimonatiger Verletzungspause zumindest wieder auf der Bank saß. Er durfte nach aufreibenden 90 Minuten mit seinen Teamkollegen jubeln. Sein Einsatz war nicht nötig geworden.

Moment des Spiels

In der 69. Minute hätte der 1. FC Köln das 3:1 erzielen müssen. Nach einem Pass in die Spitze tauchte der eingewechselte Florian Dietz alleine – oder eben doch nicht alleine – vor Dortmunds Ersatzkeeper Alexander Meyer auf. Sargis Adamyan war mitgelaufen, und obwohl Niklas Süle versuchte Adamyan noch zu erreichen, hätte Dietz einfach nur quer legen müssen. Adamyan hätte den Ball ins leere Tor geschossen. Doch Dietz versuchte es selbst – und scheiterte am Innenpfosten. Von dort sprang der Ball nur knapp vorbei am Tor.

Doch nur etwas mehr als eine Minute später fiel das 3:1 doch. Der eingewechselte Denis Huseinbasic trieb den Ball über links nach vorne und bediente den bärenstarken Dejan Ljubicic am Strafraumeck. Der Österreicher legte sich den Ball zurecht und schlenzte das Leder unhaltbar und wunderschön ins lange Eck. Das 3:1 für die Geißböcke nach 0:1-Rückstand!

Die (weiteren) Tore

Gleich zwei Fehler führten in der 31. Minute zum Rückstand. Timo Hübers hatte zunächst Glück, dass er gegen Modeste den Ball behalten konnte. Dann aber spielte er einen schwachen Pass auf Florian Kainz an der Seitenlinie über nicht einmal zehn Meter, der den Österreicher gegen zwei Dortmunder unnötig in Bedrängnis brachte. Weil Hübers in der Viererkette fehlte, konnte Jude Bellingham aufziehen und Julian Brandt genau dort bedienen, wo Hübers fehlte. Der Nationalspieler zog in den Strafraum und blieb alleine vor Marvin Schwäbe cool. Der FC-Keeper hatte im Eins-gegen-Eins gegen Chance.

Der FC legte nach der Pause los wie die Feuerwehr. Zweimal hatte Ondrej Duda gute Schusschancen. Dann war es Jonas Hector, der mit einer typischen Hector-Pirouette zwei Gegenspieler stehen ließ und Linton Maina steil schickte. Der Rechtsaußen diesmal auf links ging durch bis zur Grundlinie, legte perfekt in den Rückraum – und dort lief der eigentliche Linksaußen ein. Kainz musste nur noch den Fuß hinhalten und beförderte den Ball zum Ausgleich ins Tor.

Und nur drei Minuten später kochte Müngersdorf über. Dejan Ljubicic erkämpfte an der rechten Eckfahne einen Eckball. Torschütze Kainz brachte den Ball mustergültig auf den ersten Pfosten. Dort lief Steffen Tigges ein. Und der Ex-Dortmunder köpfte unhaltbar zur Führung und zu seinem ersten Bundesliga-Tor ein. Das 2:1 für die Geißböcke, Spiel gedreht!

Und als Ljubicic mit seinem Traum-Schlenzer das 3:1 nachlegte, schien die Partie gelaufen. War sie aber nicht. Denn in der 78. Minute flankte der eingewechselte Rothe von links. Benno Schmitz hielt seinen Fuß unglücklich in die Hereingabe, und der Ball flog unhaltbar für Marvin Schwäbe über den Kölner Keeper hinweg ins Tor. Der Anschlusstreffer für den BVB – nur noch 3:2. Doch dabei blieb es nach einem aufopferungsvollen Kampf und der FC sicherte sich die drei Punkte.

Fazit

Der 1. FC Köln hat sich gegen Borussia Dortmund in beeindruckender Manier die Punkte 11, 12 und 13 geholt. Der dritte Saisonsieg bedeutete den Sprung in Richtung oberes Tabellendrittel und war auch ein Sieg für die Seele. Anthony Modeste blieb ohne Tor, dafür traf sein Nachfolger Steffen Tigges. Salih Özcan zeigte immer wieder, was ihn unter Steffen Baumgart so gut gemacht hat. Doch Dejan Ljubicic war der überragende Mann des Tages. Und am Ende jubelten die Geißböcke geschlossen und ausgelassen. Denn wie hatte Baumgart vor dem Spiel gesagt? “Als Mannschaft, als Kollektiv sind wir niemandem unterlegen.”

Schema

So spielte der FC: Schwäbe – Schmitz (83. Martel), Kilian, Hübers, Hector – Skhiri – Ljubicic, Duda (61. Adamyan), Kainz (70. Huseinbasic) – Maina (70. Schindler), Tigges (61. Dietz)

Tore: 0:1 Brandt (31.), 1:1 Kainz (53.), 2:1 Tigges (56.), 3:1 Ljubicic (71.), 3:2 Schmitz (ET/78.)

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