Jonas Hector und Timo Hübers sind die Säulen in der Kölner Defensive. (Foto: Bucco)

Jonas Hector und Timo Hübers sind die Säulen in der Kölner Defensive. (Foto: Bucco)

Viertschlechteste Defensive – Kölns Suche nach der Stabilität

Zum zweiten Mal in Folge hat der 1. FC Köln auswärts fünf Gegentore kassiert. Von den ersten 13 Mannschaften der Bundesliga hat keine Mannschaft mehr Treffer kassiert als die Geißböcke. Individuelle Fehler bringen die Kölner dabei häufig um den Lohn.

Nur drei Mannschaften haben in der Bundesliga aktuell mehr Gegentore kassiert als der 1. FC Köln. Leverkusen auf Platz 14, sowie Schalke und Bochum am Tabellenende, haben dabei tabellarisch jedoch deutlich größere Probleme als die Geißböcke. Das liegt auch daran, dass es die Kölner offensiv bisweilen ordentlich machen. Immerhin haben auch nur vier Mannschaften mehr eigene Tore erzielt als der FC.

Trotzdem weisen die Kölner mit ihrer Trefferbilanz als einzige Mannschaft unter den ersten elf Teams der Liga ein negatives Torverhältnis auf. Zum Vergleich: Union Berlin als Tabellenführer hat zwar genauso viele Tore erzielt wie der FC, hat in elf Bundesliga-Partien jedoch auch nur acht Treffer zugelassen. So wenige respektive so viele Gegentore haben die Kölner fast alleine in den vergangenen beiden Spielen kassiert. Anders ausgedrückt: In den letzten vier Bundesligaspielen hat der FC fast doppelt so viele Gegentore hinnehmen müssen (14) wie Union Berlin in der gesamten bisherigen Saison.

Trotz mehr Gegentoren mehr Punkte

Entsprechend können die Kölner aktuell nicht mit ihrer Defensivleistung zufrieden sein. Und das, obwohl die 22 Gegentore auch nur zwei Treffer mehr sind als zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison. Dabei viel wichtiger: Der FC hat sogar immer noch zwei Punkte mehr im Vergleich zum vergangenen Jahr. Doch wo könnten die Kölner stehen, würden sie sich die Gegentreffer nicht in konstanter Regelmäßigkeit durch individuelle Fehler selbst ins Netz schießen?

Diese Fehler sind es auch, die Steffen Baumgart aktuell zur Verzweiflung bringen. “Wir müssen besser und klarer verteidigen. Das können wir, aber wir machen Dinge, die uns nicht gut tun. Das ist ein Hauptproblem. Daran müssen wir arbeiten”, sagte der Trainer nach dem zweiten Auswärtsspiel mit fünf Gegentreffern. Dabei macht Baumgart nicht einzelne Spieler für herbe Niederlage in Mainz verantwortlich, sondern das Kollektiv. Die Abwehrarbeit beim FC beginnt schließlich bereits mit den Angreifern. “Jeder von uns hat zu viele Fehler gemacht. Fehler, die du in der Bundesliga nicht machen darfst. Dann gehst du unter.”

Zwei Mal in Folge ist der FC nun auswärts untergegangen, zwei Mal davon in Unterzahl. Und ausgerechnet jetzt kommt am nächsten Spieltag mit der TSG 1899 Hoffenheim einer der Kölner Angstgegner nach Müngersdorf. In den vergangenen beiden Spielzeiten trafen die Kraichgauer in Hin- und Rückspiel insgesamt sechs Mal gegen den FC. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Zuhause stehen die Kölner in dieser Saison deutlich sicherer als auswärts. Nur sechs Gegentreffer kassierte der FC in der Bundesliga auf heimischen Platz – auswärts hingegen derer gleich 16. Zunächst jedoch müssen die Geißböcke wieder auswärts ran. Am Donnerstag ist der FC zu Gast beim 1. FC Slovacko – in der Hoffnung, diesmal nicht wieder einem Rückstand hinterher laufen zu müssen.

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