Hat seine Sperre abgesessen: Florian Kainz. (Foto: Bucco)

Hat seine Sperre abgesessen: Florian Kainz. (Foto: Bucco)

Zwei Sechser, zwei Stürmer: Kainz kehrt zurück – wer muss weichen?

Der 1. FC Köln wird seine Startelf im Vergleich zum 3:2-Erfolg über den FC Augsburg aller Voraussicht nach mindestens auf einer Position verändern. Nach seiner abgesessen Gelb-Rot-Sperre wird Florian Kainz am Freitagabend gegen den 1. FSV Mainz 05 in die erste Elf zurückkehren. Steffen Baumgart erklärte derweil das neue System.

Einen Trainingsrückkehrer konnte der 1. FC Köln in dieser Woche nicht auf dem Platz begrüßen. Weder hat Jan Thielmann seine Virus-Infektion vollständig auskuriert, noch konnte einer der strukturell verletzten Spieler wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Die Personaldecke bleibt beim FC demnach drei Wochen vor der WM-Pause weiterhin dünn.

Dafür jedoch kehrt mit Florian Kainz einer der wichtigsten Offensivspieler der bisherigen Saison in den Kader zurück. Der Österreicher hat seine Sperre, die er sich aufgrund seiner Gelb-Roten Karte im Derby gegen Gladbach eingehandelt hatte, im Heimspiel gegen Augsburg abgesessen. Mit vier Toren und sechs Vorlagen gehörte der Flügelspieler bislang zu den wichtigsten Akteuren im Kölner Offensivspiel. Entsprechend froh ist man beim FC über die Rückkehr des in drei Tagen 30 Jahre alt werdenden Spielers.

Daher machte Steffen Baumgart auch keinen Hehl daraus, dass Kainz gegen die 05er wohl wieder von Beginn an auflaufen wird. “Ich gehe davon aus, dass wenn Kainzi gesund bleibt, er auf jeden Fall von Anfang an spielen wird. Ein, zwei Wechsel sind immer möglich”, erklärte der Trainer auf der Pressekonferenz am Mittwoch. Zwar hatte es die Kölner Offensive rund um Denis Huseinbasic, Ondrej Duda, Linton Maina und Steffen Tigges gegen den FCA überzeugend gelöst. In seiner aktuellen Form ist Florian Kainz für die Kölner jedoch schlichtweg nicht zu ersetzen.

Baumgart erklärt 4-2-2-2-System

Dabei fiel der FC zuletzt mit einer leicht veränderten Grundformation auf. In Belgrad sowie zuhause gegen Augsburg liefen die Kölner einem 4-2-2-2-System auf. Aufgrund der beiden hoch agierenden Außenverteidiger ordnete sich dies jedoch praktisch in einer 2-4-2-2-Formation an. Die Kölner spielten also sowohl mit zwei Sechsern als auch mit zwei Angreifern. Zuvor waren die Geißböcke meist entweder mit einem defensiven Mittelfeldspielern und zwei Stürmern oder zwei Sechsern und einem Angreifer aufgelaufen.

Zwei Varianten, mit denen sich Steffen Baumgart zuletzt nicht gänzlich zufrieden zeigte. “Mir gefällt das mit einem Stürmer nicht”, erklärte der Trainer am Mittwoch. “Ich spiele am liebsten mit zwei Stürmern oder sogar noch mit einem weiteren.” Deshalb hat sich das Trainerteam nun eine Alternative überlegt, bei der die Offensivpower nicht verloren geht, die Mannschaft gleichzeitig vor der Kette aber nicht in Unterzahl gerät. “In erster Linie geht es darum, mit den zwei Sechsern vor der Abwehr gut zu stehen. Gleichzeitig wollen wir aber über die zwei Stürmer Druck auf die gegnerische Kette geben, wenn diese aufbaut”, machte Baumgart klar.

Wer muss für Kainz weichen?

So kam es zuletzt zu der Umstellung auf zwei Sechser und zwei Stürmer. Gegen Augsburg agierten Ellyes Skhiri und Eric Martel zusammen im defensiven Mittelfeld hinter Ondrej Duda und Denis Huseinbasic. Im Angriff sorgten schließlich Stoßstürmer Steffen Tigges und der agile Linton Maina für Torgefahr. Einer dieser Spieler wird jedoch am Freitagabend voraussichtlich für Rückkehrer Kainz weichen müssen.

Während Steffen Tigges nach seinem ersten Bundesliga-Doppelpack gegen Augsburg wohl in der Startelf bleiben dürfte und auch Linton Maina als wendiger Drum-herum-Spieler seinen Wert immer mehr unter Beweis stellt, wird Kainz wohl positionsgetreu entweder Denis Huseinbasic oder Ondrej Duda auf die Bank verdrängen. Zwar feierte Huseinbasic am Sonntag bei seinem ersten Bundesliga-Startelfeinsatz direkt sein zweites Bundesliga-Tor, eine enorme Leistungssteigerung erlebte jedoch Duda. Nicht nur deshalb dürfte der Slowake am Freitagabend den Vorzug erhalten. Der 27-Jährige ist im Vergleich zu Huseinbasic der deutlich erfahrenere Spieler, sodass der neue Kölner Shootingstar seine Chance in Mainz womöglich erstmal wieder von der Bank bekommen dürfte.

So könnte der FC spielen: Schwäbe – Schmitz, Kilian, Hübers, Hector – Skhiri, Martel – Duda, Kainz – Maina, Tigges

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