Die Profis des 1. FC Köln am Freitag im Mannschaftstraining. (Foto: Bucco)

Die Profis des 1. FC Köln am Freitag im Mannschaftstraining. (Foto: Bucco)

Das Arschbacken-Problem nach einem Halbjahr ohne Training

Der 1. FC Köln hat die Vorbereitung auf das Pflichtspieljahr 2023 aufgenommen. Bis Weihnachten geht es für die Mannschaft dabei vor allem um den athletischen Bereich. Nach dem Jahreswechsel freut sich insbesondere Steffen Baumgart auf das, was im vergangenen halben Jahr merklich gefehlt hatte.

Nach vier intensiven Monaten hatten Spieler wie Trainer die zweiwöchige Fußballpause gebraucht. Ob in Australien, Hawaii oder der Karibik: An verschiedenen Orten der Welt hat die Mannschaft versucht, die Köpfe freizubekommen. “Die zwei Wochen haben sehr gut getan. Wenig Fußball, wenig Gedanken – hat Spaß gemacht”, zeigte sich Steffen Baumgart beim Trainingsauftakt am Donnerstag gut erholt und gab auch einen Einblick in das Befinden der Spieler: “Eine gewisse Frische ist wieder da, auch in den Köpfen.”

Frische, die dem FC in den letzten Spielen vor der WM-Pause merklich abhanden gekommen war. Insbesondere in den drei Bundesliga-Partien nach dem Aus in der Conference League wirkten die Kölner kraft- und ideenlos. Entsprechend fielen auch die Ergebnisse mit drei Niederlagen binnen einer Woche aus, was das Abrutschen auf Platz 13 zur Folge hatte. “Was die Tabelle angeht, ist es ein bisschen wie in der Nationalmannschaft. Die Leistungen haben gestimmt, es hätten nur mehr Punkte sein können”, resümierte Steffen Baumgart.

FC freut sich auf regelmäßiges Training

Nun jedoch können die Geißböcke, die zwischen Weihnachten und Neujahr nochmal in eine kurze Pause gehen werden, einen Neustart wagen. Dafür müssen jedoch zunächst die Grundlagen gelegt werden: “In den nächsten drei Wochen wird es viel um den athletischen Bereich gehen, um dann ab Januar die volle Konzentration auf die Bundesliga zu legen”, erklärte der FC-Coach den Trainingsplan und führte aus: “Ab Januar werden wir den Fokus auf das legen, was wir – und das muss man einfach so sagen – im letzten halben Jahr nicht machen konnten.”

Was Baumgart damit meint, ist klar: Aufgrund der engen Taktung der Spiele hatte der FC praktisch keinerlei Möglichkeit, in den gewohnten Abläufen zu trainieren und Automatismen einzustudieren. Nach dem obligatorischen Auslaufen nach einem Bundesligaspiel stand in den letzten Monaten immer wieder gleich das Abschlusstraining vor der Conference League auf dem Programm – und umgekehrt. Gerade für die jungen Spieler sowie die Neuzugänge eine Herausforderung.

Wir sind eine Entwicklungsmannschaft

Steffen Baumgart

“Um das regelmäßige Training geht’s. Wir sind eine Entwicklungsmannschaft”, machte Baumgart deutlich. “Wir haben viele Spieler, die nicht einfach alles auf einer Arschbacke abarbeiten können. Du musst dich also entwickeln, und dafür brauchst du regelmäßiges Training.” Gerade jene Spieler wie Nikola Soldo, die kurz vor Transferschluss aus einer schwächeren Liga als der Bundesliga gekommen waren, hatten mit Anpassungsproblemen zu kämpfen. Aber auch erfahrene Profis wie Sargis Adamyan hatten kaum Zeit, sich im Baumgart-System schnell zurecht zu finden. Entsprechend groß ist daher nun die Vorfreude beim Trainerteam, wieder in den gewohnten Rhythmen trainieren zu können. “Deshalb freue ich mich sehr auf das nächste halbe Jahr, weil wir das in dieser Zeit sehr viel haben werden.”

Gepaart ist diese Vorfreude freilich auch mit der Hoffnung, sich schnellstmöglich aus den unteren Tabellenregionen zu verabschieden und den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen. Zwei Spiele bleiben dabei noch in der Hinrunde, um womöglich nach der Hälfte der Saison auch auf die Hälfte der anvisierten 40 Punkte zu kommen. Zuvor stehen aber noch eine Reihe an Trainingseinheiten sowie einige Testspiele auf dem Programm. Bislang steht jedoch lediglich die Partie gegen den SC Germania Reusrath am 17. Dezember auf dem Plan. Möglich ist vor Weihnachten jedoch noch ein zweites Spiel, das entweder am 20. oder 21. Dezember stattfinden soll.

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