Marvin Schwäbe wird wohl nicht für die Länderspiele im März berufen werden. (Foto: Bucco)

Marvin Schwäbe wird wohl nicht für die Länderspiele im März berufen werden. (Foto: Bucco)

DFB schaut auf den FC – trotzdem keine Chance für Schwäbe?

Einen Monat vor dem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Belgien in Köln hat Bundestrainer Hansi Flick der Domstadt und dem 1. FC Köln einen Besuch abgestattet. Kann sich Marvin Schwäbe Hoffnungen auf seine erste Nominierung machen?

Hansi Flick bereitet in Köln aktuell gemeinsam mit seinem Trainerteam die Länderspiele in dreieinhalb Wochen vor. Der DFB-Coach selbst hat eine FC-Vergangenheit, spielte von 1990 bis 1993 54 mal für die Geißböcke. Doch aktuell sieht es nicht so aus, als werde der 58-Jährige im März einen Spieler vom Geißbockheim für die Nationalelf nominieren.

Jonas Hector will wohl nicht mehr für den DFB auflaufen und muss erst einmal über seine weitere Karriere im Vereinsfußball entscheiden. Die großen FC-Talente sind noch weit davon entfernt, um auch nur in die Nähe einer Nominierung zu kommen. Nur ein weiterer gestandener Spieler neben Hector käme in Frage: Marvin Schwäbe.

Wohl keine Nominierung für Schwäbe

Doch die Chancen auf ein Debüt ausgerechnet zuhause in Müngersdorf sind für den FC-Keeper sehr gering. Mit starken Leistungen macht der 27-Jährige zwar auf sich aufmerksam, seit er die Nummer eins ist – und gerade wegen der langwierigen Verletzung von Manuel Neuer und der angekündigten Neuausrichtung im DFB-Team nach der blamablen WM werden Schwäbe Chancen auf eine baldige Nominierung zugerechnet.

Doch daraus wird wohl zunächst nichts. “Wir haben uns zu diesem Thema schon oft geäußert und unsere Reihenfolge ganz klar aufgezeigt”, positionierte sich Flick in dieser Woche zur Torwartfrage. Als temporärer Neuer-Nachfolger ist der jahrelange Vertreter Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona gesetzt. Der frühere Gladbacher überzeugt in dieser Spielzeit bei den Katalanen als starker Rückhalt, kassierte in 23 Ligaspielen erst acht Gegentreffer.

“Wir haben drei, vier, fünf Torhüter, die mit zur Weltspitze gehören”, sagte Flick zudem. “Auf dieser Position haben wir in Deutschland die wenigsten Probleme.” Zu den Torhütern mit dem Prädikat “Weltklasse” zählt der Bundestrainer Schwäbe wohl (noch) nicht. Frankfurts Kevin Trapp zeigt seit Jahren starke Leistungen, spielt in diesem Jahr erstmals mit der Eintracht in der Königsklasse und ist hinter der Stegen die neue Nummer zwei. Wer aber sind die anderen Kandidaten?

Trapp und Leno mit besten Chancen auf Kaderplatz

Bernd Leno genießt bei Flick weiterhin einen guten Ruf, inzwischen spielt der Ex-Leverkusener beim FC Fulham. Aktuell hat der Nationaltorhüter großen Anteil daran, dass der Aufsteiger auf einem sensationellen sechsten Platz in der Premier League steht. Dazu kommt Oliver Baumann, der schon mehrfach nominiert wurde, allerdings auf seinen ersten Einsatz wartet. Und schließlich der von den Bayern nach Monaco verliehene Alexander Nübel, der beim Tabellendritten der französischen Ligue 1 die klare Nummer eins ist und dieses Jahr europäisch spielte.

Dennoch glaubt Steffen Baumgart, dass Schwäbe zumindest perspektivisch für den DFB in Frage kommen könnte. “Marvin entwickelt sich sehr gut. Sollte er das weiter tun, wird sich alles andere automatisch ergeben”, sagte der FC-Trainer. “Wir haben aber neben Neuer mit ter Stegen, Trapp und Leno weitere sehr gute Torhüter in Deutschland. Manchmal ist es besser, gar nicht darüber zu reden, sondern nach und nach besser zu werden.” Geduld ist also gefragt – oder eine Überraschung im März.

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