Diese erschreckende Schwäche kostete den FC schon elf Punkte

Timo Hübers und Marvin Schwäbe. (Foto: Bucco)
Timo Hübers und Marvin Schwäbe. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln muss eine Schwäche abstellen: Die Geißböcke kassieren immer wieder in der Schlussviertelstunde spielentscheidende Gegentore. So verlor der FC in dieser Saison bereits elf sicher geglaubte Punkte. Überhaupt kassiert der FC nach der Pause deutlich mehr Gegentore als vor dem Seitenwechsel.

Insgesamt steht der 1. FC Köln eigentlich gut da. Der Tabellenzweite hat die zweitbeste Abwehr der Liga, mit nur 29 Gegentoren hat Trainer Gerhard Struber seine Mannschaft stabilisiert und durchaus Recht, wenn er behauptet: „Jeder Gegner tut sich extrem schwer, gegen uns ins Toreschießen zu kommen.“

Zur Wahrheit gehört aber auch: Es fällt den gegnerischen Mannschaften in der zweiten Halbzeit deutlich leichter als zu Beginn einer Partie. 20 von 29 Gegentore kassierte der FC nach der Pause, zehn Gegentore alleine in der Schlussviertelstunde. Zehn Gegentore, die bereits zahlreiche Punkte gekostet haben. Immer wieder so bitter wie am vergangenen Wochenende gegen Fortuna Düsseldorf.

Diese Gegentore kosteten Punkte

Im Hinspiel gegen Magdeburg drehten die Gäste in Müngersdorf die Partie mit dem Siegtor in der 83. Minute vollends. Gegen Fortuna Düsseldorf rann dem FC jeweils ganz zum Schluss der sicher geglaubte Sieg noch durch die Finger – im Hinspiel in der fünften Minute der Nachspielzeit, im Rückspiel in der 90. Minute. Paderborn drehte in Köln die Partie im Hinspiel in der 76. und 80. Minute. Hannover glich in der 86. Minute noch zum 2:2 aus. Und beim Hamburger SV war der Elfmeter in der 78. Minute entscheidend für die Kölner Niederlage.

Elf Punkte verlor der FC auf diese Weise noch durch spielentscheidende Gegentore in der Schlussphase. Zwar sorgte Köln selbst auch mit späten Treffern gegen Fürth und Elversberg für Heimsiege respektive in Elversberg noch für ein Unentschieden. Doch unter dem Strich stehen aus Kölner Sicht sechs verschenkte Punkte in der Schlussphase. Sechs Punkte, mit denen die Geißböcke sehr komfortabel an der Tabellenspitze thronen würde.

Alle Gegentore gegen direkte Konkurrenten

Besonders bitter ist, dass der FC diese spielentscheidenden Gegentore durchweg gegen direkte Konkurrenten um den Aufstieg kassiert haben und dadurch wichtige Punkte gleich doppelt liegen ließen. Weil der FC die zweitschwächste Offensive der zehn Mannschaften stellt, die allesamt noch um den Aufstieg mitspielen, brauchen die Geißböcke eigentlich eine stabile Defensive. Und eigentlich steht diese auch. Nur eben nicht in der Schlussviertelstunde.

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