Jetzt droht Platz fünf! Kölner Karnevalsfluch hält nach Slapstick-Eigentor an

Der Karlsruher SC durfte über ein Eigentor des 1. FC Köln jubeln. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)
Der Karlsruher SC durfte über ein Eigentor des 1. FC Köln jubeln. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)

Der 1. FC Köln lässt im Kampf um den Aufstieg weiter Federn: Beim Karlsruher SC unterlag die Mannschaft von Gerhard Struber am Samstagabend aufgrund eines Eigentores von Timo Hübers mit 0:1 (0:0). Der Karnevalsfluch hält an.

Aus dem BBBank Wildpark berichtet Marc L. Merten

Der 1. FC Köln und Karneval – das passt auf dem Rasen weiterhin überhaupt nicht zusammen. Auch beim Karlsruher SC konnten die Geißböcke ihren jecken Fluch nicht besiegen. Nach der 0:1-Niederlage am Samstagabend steht der FC bei nur zwei Erfolgen aus den letzten 16 Auftritten am Karnevalswochenende. Den entscheidenden Treffer verschenkte die Struber-Elf so großzügig wie Kamelle an Rosenmontag.

Spielverlauf und Tor

13. Minute: In der Anfangsphase passte das Geschehen auf dem Rasen noch einigermaßen zum kunterbunten Treiben im Gästeblock, es war ein durchaus intensiver Beginn im Wildpark. Die erste Chance des Abends bot sich Damion Downs, der den Ball auf der rechten Seite stark an Franke vorbeilegte und dem KSC-Kapitän entwischte. Aus spitzem Winkel scheiterte der Kölner Torjäger an Schlussmann Weiß. Dann allerdings flachte das Spiel immer mehr ab.

39. Minute: Ganz bitter für den FC. Linton Maina war bereits in der Anfangsphase – nach einigen rassigen Zweikämpfen und einem rettenden Defensiv-Sprint – am linken Knöchel behandelt worden. Kurz vor der Pause setzte sich der Top-Vorbereiter dann erneut auf den Rasen und signalisierte, dass er rausmuss. Struber entschied sich, mit Imad Rondic eine zweite klare Spitze zu bringen. An der torlosen ersten Halbzeit änderte dies nichts. Nach dem 4:4-Spektakel im Hinspiel (zur Pause 4:2) waren Chancen nun absolute Mangelware. Vieles erinnerte an das Derby gegen Düsseldorf in der Vorwoche. Mit 54 Prozent Ballbesitz kontrollierten die Geißböcke das Geschehen gegen einen noch harmloseren Kontrahenten, wurden nach Downs‘ Möglichkeit aber nicht mehr wirklich gefährlich.

52. Minute: Ohne einen eigenen Torschuss in der Bilanz ging der KSC in Führung – durch ein Slapstick-Eigentor des FC. Erst ließ sich Florian Kainz auf der Außenbahn viel zu leicht von Kobald vernaschen. Dessen Hereingabe wollte Jusuf Gazibegovic im Fünfer klären, schoss aber Timo Hübers an, von dem der Ball zum 0:1 ins eigene Tor flipperte. Harmlose Karlsruher konnten ihr Glück selbst kaum fassen.

80. Minute: Wie schon beim 0:3 in Magdeburg konnte der FC auf den Rückstand nicht antworten, wenngleich die Kölner in Karlsruhe zumindest nach vorne spielten und nicht völlig untergingen. Es mangelte aber mal wieder an klaren Chancen. Die beste hatte Downs, der eine Halbfeld-Flanke von Denis Huseinbasic per Kopf nicht richtig traf. So blieb es bei der knappen, unnötigen Niederlage.

Personal

So spielte der FC: Schwäbe – Hübers, Schmied (57. Huseinbasic), Heintz – Gazibegovic, Martel, Kainz, Finkgräfe – Ljubicic (85. Waldschmidt), Maina (39. Rondic) – Downs

Zur Aufstellung: Im Vergleich zum 1:1 gegen Fortuna Düsseldorf kam es zu den erwarteten drei Änderungen: Max Finkgräfe ersetzte den gelbgesperrten Leart Pacarada, Eric Martel verdrängte nach seiner Genesung Mathias Olesen und Damion Downs rückte wieder für Imad Rondic in die Sturmspitze. Dort war der Deutsch-Amerikaner zunächst alleine unterwegs, da der FC wie im Derby mit einer 3-4-2-1-Grundordnung startete. In Rückstand stellte Gerhard Struber mit Denis Huseinbasics Hereinnahme auf Viererkette um.

Fazit

Die Rückrunden-Auftritte des 1. FC Köln haben nichts mit denen eines Aufstiegskandidaten zu tun. Langsam, aber sicher zeigt sich das auch in der Tabelle, wo die Geißböcke nur noch auf Platz drei hinter Kaiserslautern und dem Hamburger SV stehen. Am Sonntag droht sogar der Absturz auf Rang fünf, Paderborn (gegen den HSV) und Magdeburg (gegen Darmstadt) könnten vorbeiziehen und dem FC einen tristen Rosenmontag bescheren. Die Feierlaune dürfte sich nach dem dritten sieglosen Spiel in Serie so oder so in Grenzen halten. Das Team von Gerhard Struber kämpft weiterhin vergeblich gegen seine offensive Harmlosigkeit an und leistet sich mittlerweile wöchentlich defensive Aussetzer. So wartet ein weiteres Zweitliga-Jahr auf den FC.

So lief das Spiel

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