Saisonaus für Neuzugang? „Soll den Druck rausnehmen“

Anna-Lena Stolze zusammen mit Trainerin Britta Carlson. (Foto: IMAGO / Gabor Baumgarten)
Anna-Lena Stolze zusammen mit Trainerin Britta Carlson. (Foto: IMAGO / Gabor Baumgarten)

Dem 1. FC Köln fehlt es in dieser Saison an einer echten Torjägerin. Sommer-Neuzugang Anna-Lena Stolze wird jedoch erst für die kommende Spielzeit fest von Trainerin Britta Carlson eingeplant.

Erst zehn Tore haben die Frauen des 1. FC Köln in der laufenden Bundesliga-Saison erzielt. Auch deshalb steckt die Mannschaft seit Saisonbeginn im unteren Tabellendrittel fest. Einzig Adriana Achcinska und Vanessa Leimenstoll konnten sich zweifach in die Torjägerinnenliste eintragen, ansonsten kommen die bisherigen Torschützinnen auf nur einen Treffer.

Den Kölnerinnen fehlt es demnach an der Durchschlagskraft in der Offensive. Zudem fehle der Mannschaft „eine Unterschiedsspielerin. Die haben wir gerade einfach nicht“, erklärte Trainerin Britta Carlson jüngst im GEISSBLOG-Interview. Um auf die Offensiv-Schwäche zu reagieren, hat der FC im Winter Amélie Delabre aus Belgien verpflichtet. Die Stürmerin befindet sich jedoch aktuell noch in der Anpassungsphase und kam bislang erst zwei Mal als Joker zum Einsatz.

Stürmerin soll sich „mehr Zeit nehmen“

Eine Spielerin, die im Sommer die Rolle der Torjägerin hätte übernehmen sollen, ist Anna-Lena Stolze. Die Stürmerin, die aus Enschede gekommen war und während der Vorbereitung einen starken Eindruck hinterlassen hatte, riss sich jedoch gleich am ersten Spieltag gegen RB Leipzig nach einer Viertelstunde das Kreuzband.

Aktuell befindet sich die 24-Jährige noch in der Reha, einen genauen Zeitplan für eine Rückkehr gibt es nicht. „Sie soll sich lieber mehr Zeit nehmen, als dass sie zu früh wieder da ist“, sagte Carlson dem GEISSBLOG. Eine Rückkehr ins Mannschaftstraining wäre dabei frühestens im April denkbar. Dann jedoch wären ohnehin nur noch wenige Partien zu spielen.

Carlson plant erst nächste Saison mit Stolze

„Ich habe ihr gesagt, sie soll den Druck rausnehmen und in Ruhe die Vorbereitung mitmachen“, meinte die Trainerin mit Blick auf die kommende Saison. Zumal Stolze aufgrund der fehlenden Matchpraxis und dem körperlichen Rückstand wohl ohnehin keine Sofort-Hilfe wäre. „Wenn du ein Jahr raus bist, brauchst du oft eine ähnliche Zeit, um auf dein vorheriges Leistungsvermögen zurückzukommen“, erklärte Carlson.

Der FC wird also wohl auch die verbleibenden Spiele bis Saisonende noch ohne den Sommer-Neuzugang bestreiten. In der kommenden Spielzeit soll Stolze, die in 75 Spielen 29 Tore und zehn Vorlagen für Twente erzielt hatte, dann wieder voll angreifen.

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