Der 1. FC Köln stolperte zuletzt einmal mehr in der 2. Bundesliga, weil der Mannschaft die Selbstregulierung auf dem Platz fehlt. Können zwei Rückkehrer das Team von Gerhard Struber wieder stabilisieren?
Der 1. FC Köln hatte zuletzt zwei personelle Probleme. Mit Timo Hübers fehlte der Kapitän drei Spiele in Folge. Zudem fehlte mit Dominique Heintz der emotionale Leader und geheime Spielmacher in drei von fünf Spielen. Darüber hinaus hatte der FC aber noch ein anderes Problem.
Gegen Fürth wurde dieses Dilemma offensichtlich: Nach dem Rückstand fiel der FC zwischenzeitlich in sich zusammen. Nicht nur mental war die Mannschaft verunsichert. Taktisch hielt sich das Team praktisch an keine Vorgaben mehr. Abwehr, Mittelfeld und Angriff arbeiteten nicht mehr zusammen. Nichts stimmte mehr, nicht mit dem Ball, nicht gegen den Ball.
Struber sucht Leadership-Qualitäten
Intern sprach man dieses Versagen klar an. Denn offensichtlich war, dass nicht nur von außen die Ansagen nicht bei den Spielern ankamen. Auf dem Rasen gab es niemanden, der die Mannschaft zur Ordnung rief. In der Startelf übernahm kein Spieler Verantwortung, um das Chaos in den Griff zu kriegen. Ein Problem, das sich über die letzten Monate immer wieder gezeigt hat.
Gerhard Struber nahm sein Team an Karfreitag zwar in Schutz. Doch auch der Österreicher weiß, wie wichtig die Selbstregulierung in der Schlussphase der Saison sein wird. „Die Mannschaft hat immer wieder unter Beweis gestellt, dass wir Leadership haben und auch unter schwierigen Bedingungen immer wieder Spiele gezogen haben“, sagte Struber. „Es ist wichtig, in der finalen Phase diese Bereitschaft wieder zu haben.“
Es ist wichtig, dass der Kapitän wieder zurück ist, und dass die Jungs, die mehr Erfahrung haben, wieder Verantwortung übernehmen
Gerhard Struber
Struber formulierte seine Hoffnung auch in Richtung zweier Spieler: Timo Hübers und Dominique Heintz. „Es ist wichtig, dass der Kapitän wieder zurück ist, und dass die Jungs, die mehr Erfahrung haben, wieder Verantwortung übernehmen.“ Hübers als Kapitän, Heintz als heimlicher Leader – mit diesem Duo in der Defensive soll nicht nur die Abwehr wieder stehen, sondern auch die gesamte Spielstruktur.
Die Frage scheint daher nur noch, wer als dritter Innenverteidiger die Dreierkette in der Abwehr komplettieren wird. Julian Pauli steht wieder für 90 Minuten bereit. Joel Schmied hat seine Blessur aus der Trainingswoche überstanden. Eric Martel ist der hybride Spieler zwischen Abwehr und Mittelfeld. Struber hat also wieder die Wahl. Vor allem aber hat er wieder zwei Führungsspieler, die den Laden nicht nur zusammenhalten, sondern nach vorne bringen sollen.








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