Der 1. FC Köln hat mit dem Sieg in Paderborn ein dickes Ausrufezeichen im Aufstiegskampf gesetzt. Einen Spieltag später können die Kölner mit Blick auf die Paarungen weitere Big Points landen.
Der 27. Spieltag ist für den 1. FC Köln fast perfekt gelaufen. Nicht nur, dass die Kölner ihr eigenes direktes Duell gegen den SC Paderborn gewinnen konnten. Gleichzeitig haben sich zahlreiche Konkurrenten gegenseitig die Punkte weggenommen. So trennten sich der Hamburger SV und die SV Elversberg mit einem Remis, genauso Hannover 96 und der 1. FC Magdeburg. Der 1. FC Kaiserslautern konnte sein Spiel zwar gewinnen, dafür blieb dadurch Fortuna Düsseldorf ohne Punkte.
Der FC hat sich dadurch sieben Spieltage vor Saisonende wieder an die Tabellenspitze gesetzt und gleichzeitig den Vorsprung auf die Nicht-Aufstiegsplätze anwachsen lassen. Das Rechnen wollen die Verantwortlichen zwar anderen überlassen, nichtsdestotrotz weiß man auch am Geißbockheim, dass die Ausgangslage vor den verbliebenen sieben Spielen gut für den FC aussieht.
Zwei direkte Duelle am 28. Spieltag
Am Wochenende könnten die Kölner dabei einen weiteren großen Schritt in Richtung Bundesliga-Rückkehr gehen. Erneut treffen vier Konkurrenten in zwei direkten Duellen aufeinander. Kaiserslautern ist am Sonntag in Magdeburg zu Gast, der HSV reist zum 1. FC Nürnberg. Zudem trifft Hannover 96 auf Karlsruhe. Die Badener stehen zwar schon neun Punkte hinter Platz drei, bei einem Sieg könnte sich die Eichner-Elf aber vermutlich noch einmal leise Hoffnungen machen, oben noch einmal vorstellig zu werden.
Sollte der FC selbst also gewinnen, würden sie den Vorsprung auf einige Konkurrenten angesichts der direkten Duelle also zwangsläufig weiter vergrößern. Obwohl die Kölner in dieser Saison bereits zwei Mal gegen die Hertha gewinnen konnten, warnt Trainer Gerhard Struber jedoch vor einer zu hohen Erwartungshaltung.
Hertha-Saison für Struber überraschend
„Ich halte viel von der Hertha, speziell im Spiel nach vorne“, sagt der Österreicher. Darüber hinaus habe sich seit dem Trainerwechsel von Christian Fiel zu Stefan Leitl „vieles verändert.“ Überhaupt stehe die Hertha mit ihrer individuellen Qualität „überraschenderweise“ nur auf Platz 13. „Sie haben eine Mannschaft, die eigentlich in anderen Regionen turnen sollte“, meint Struber und lobt insbesondere die Berliner Offensive rund um Star-Angreifer Fabian Reese.
Dass der FC in der Hinrunde aus den nun noch verbleibenden Partien 19 von 21 Punkten geholt hat, beschäftigt den Trainer derweil nicht. „Die Mannschaften, gegen die wir spielen , haben sich auch entwickelt und es gibt teilweise neue Führungen. In der Vergangenheit herumzurühren, ist nicht unser Ding“, sagt Struber. Vielmehr wolle der FC schauen, was für das jeweils nächste Spiel „die Trumpfkarte“ sein könnte. „Die wollen wir ausspielen. Es geht um frische Körper, frische Köpfe und ein frisches Mindset.“
Kessler mahnt vor Paderborn-Euphorie
Nach dem wichtigen Sieg über Paderborn am vergangenen Wochenende mahnt derweil auch Thomas Kessler vor einer zu großen Euphorie und Selbstverständlichkeit für die Partie gegen Berlin. „Das Spiel wird nach Paderborn unfassbar schwierig“, sagt der Bereichsleiter Lizenzfußball und fordert: „Die Mannschaft muss einen brutalen Fokus haben.“
Wenn der Anstoß am Samstagabend in Müngersdorf gegen die Hertha ertönt, wird der Großteil der Aufstiegskonkurrenz ihre Partien bereits absolviert haben. Der FC wird also wissen, wie groß die Chance auf einen weiter ausgebauten Vorsprung sein wird. Am Sonntag ziehen schließlich Magdeburg und Kaiserslautern nach. Mit einem Sieg im Rücken könnte der FC dieses Duell ganz entspannt von zuhause aus verfolgen.
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