Simon Zoller beendet seine aktive Karriere. Der ehemalige Stürmer des 1. FC Köln hat aus gesundheitlichen Gründen seit mehr als einem Jahr kein Pflichtspiel bestritten und zieht zum 30. Juni einen Schlussstrich.
Er sei nervös und aufgeregt, sagt Simon Zoller zu Beginn eines emotionalen Instagram-Videos, mit dem er am Samstagvormittag sein Karriereende angekündigt hat. Praktisch seit seinem Wechsel zum FC St. Pauli im September 2023 plagen den Offensivspieler Verletzungsprobleme, sein Rücken lässt ein Comeback auf dem Rasen nicht zu.
„Hier sitze ich jetzt und will es am Ende nicht größer machen als es ist. Es wird so sein, dass ich gesundheitlich einfach nicht mehr auf den Platz zurückkommen werde und meine Karriere zum Ende der Saison beende“, erklärt Zoller, der bei den Hamburgern letztmals am 16. März 2024 für ein paar Minuten eingesetzt wurde.
Zoller: „Ich fühle mich damit gut“
Der 33-Jährige erzählt: „Die Entscheidung ist für mich in den letzten Monaten gereift, da es für mich körperlich und auch vom Kopf her einfach schwierig geworden ist, weiterhin dagegen anzukämpfen.“ Mit dem Entschluss, nun offiziell Schluss zu machen, sei er „happy“, versichert er: „Ich fühle mich damit gut.“
Zoller erklärt in dem Video, das Ausschnitte von allen seinen Stationen als Profi-Fußballer enthält: „Ich habe den Moment genutzt, vieles noch mal Revue passieren zu lassen, habe tolle Erlebnisse in den verschiedensten Vereinen und große Momente gehabt.“
Einige davon gewiss beim 1. FC Köln. 2014 hatte der FC den Angreifer für 3,5 Millionen Euro von 1. FC Kaiserslautern verpflichtet. Bis 2019, bis zu seinem Wechsel zum VfL Bochum, bestritt Zoller 91 Pflichtspiele für die Kölner, erzielte dabei 16 Tore und bereitete sieben Treffer vor. Er erreichte mit den Geißböcken die Europa League und traf dort beim 5:2-Sieg gegen Borisov.
Zoller will im Fußballbereich bleiben
Nach seinem Abschied vom FC entwickelte sich der gebürtige Friedrichshafener zu einem der Gesichter des VfL Bochum, führte den Revierclub zurück in die Bundesliga. Für seinen aktuellen Verein St. Pauli reichte es aufgrund seiner Rückenprobleme nur zu fünf Joker-Einsätzen in der vergangenen Saison.
„Am Ende war es leider eine schwierigere Phase mit vielen Verletzungen bei St. Pauli. Die Zeit hier haben wir uns ganz anders vorgestellt – sowohl der Verein als auch ich. Es war sehr, sehr schwierig, körperlich Anschluss zu finden. Das tut mir mega leid, weil ich mir das anders ausgemalt hatte“, sagt Zoller, bedankt sich bei seiner Familie und will dem Fußball „ziemlich sicher verbunden bleiben“.
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