Leart Pacarada hat gegen den SC Paderborn zum zweiten Mal in der Innenverteidigung des 1. FC Köln ausgeholfen – und sich durchaus wohlgefühlt. Vor dem Heimspiel gegen Hertha BSC sprach der eigentliche Linksverteidiger am Geißbockheim über…
…den 2:1-Sieg des 1. FC Köln in Paderborn: „Der Sieg gibt uns sehr viel Rückenwind. Dass wir intern an den Sieg geglaubt haben, ist klar, das Selbstvertrauen haben wir. Trotzdem hatte man so ein bisschen das Gefühl, dass man uns das drumherum nicht zugetraut hatte. Deswegen war das schon auch eine Genugtuung, und ein absolut wichtiger Sieg zur richtigen Zeit. Da kann man schon stolz auf die Mannschaft sein.“
…die Kölner Leistung in Paderborn: „Du spielst da in Paderborn gegen eine Mannschaft, die in den letzten Wochen viele Siege geholt hat und vor Selbstvertrauen strotzt, die große Mannschaften geärgert hat. Dann liegst du 0:1 zurück und drehst das mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Ich finde, auch fußballerisch haben wir einen guten Schritt nach vorne gemacht, das musst du in Paderborn erst mal schaffen.“
Pacarada: „Echt gut – nicht nur geradeso befriedigend“
…seine Rolle als Innenverteidiger: „Ich hatte diese Position schon einmal in Kaiserslautern gespielt, von daher war das nicht komplett neu für mich. Mit dem Ball war ich relativ breit unterwegs, fast schon wie ein Linksverteidiger. Ich fand’s echt gut – nicht nur geradeso befriedigend, sondern echt gut. Von daher habe ich mich relativ wohlgefühlt. Es hat Spaß gemacht, ich hatte viele Ballaktionen. Dass ich mich grundsätzlich links am wohlsten fühle, ist klar, aber ich habe die ungewohnte Rolle in dieser Situation gerne angenommen.“
…die Tabellensituation nach der Rückkehr auf Platz eins: „Stand jetzt haben wir eine gute Ausgangsposition, die haben wir uns über die letzten Monate erarbeitet. Trotzdem ist das nächste Spiel immer das wichtigste – man weiß, wie schnell es in beide Richtungen gehen kann. Wir tun gut daran, die Tabelle außer Acht zu lassen und nur ans Wochenende zu denken.“
Man kann es leider nicht jedem recht machen. Auch wir sehnen uns nach manchen Spielen nach besserem Fußball, weil wir uns das selbst abverlangen.
Leart Pacarada
…den von Gerhard Struber gelobten „Schulterschluss“ in der Mannschaft: „Das ist grundsätzlich die Basis, wofür wir als Mannschaft stehen wollen. Es geht darum, eine Geschlossenheit zu zeigen. Man weiß, wie es rund um den Verein drunter und drüber gehen kann. Es wird viel geschrieben und viel gesagt, da muss man als Mannschaft klar bleiben, an sich glauben und die Basics zu verinnerlichen. Das sind Sachen, mit denen wir uns viel beschäftigt haben.“
Pacarada über Hertha: „Dann sind sie schwer aufzuhalten“
…die Kritik am oft unattraktiven FC-Fußball: „Du versuchst, den bestmöglichen Fußball zu spielen, den attraktivsten, den wir uns grundsätzlich auch zutrauen. Trotzdem musst du auch die Punkte holen, das ist das, was zählt. Man kann es leider nicht jedem recht machen. Auch wir sehnen uns nach manchen Spielen nach besserem Fußball, weil wir uns das selbst abverlangen. Trotzdem ist das A und O, dass man die Siege holt, was wir in den letzten Monaten relativ konstant geschafft haben. Dass man trotzdem immer wieder und immer wieder eine Art Gegenwind spürt, ist irgendwo normal, sollte aber nicht zu nah in die Mannschaft gehen. Wie gesagt: Wir wollen auch den bestmöglichen Fußball spielen, aber die drei Punkte beim Anpfiff sind uns noch wichtiger.“
…den nächsten Gegner Hertha BSC: „Die 2. Liga bringt einiges mit sich und ist ungewohnt, weil jeder jeden schlagen kann. Qualitativ sind die wirklich extrem gut besetzt, aber auch bei der großen Hertha gibt es ein Gesamtpaket, das man bewältigen muss. Dass es auf kurz oder lang Erfolgserlebnisse geben wird, war klar. Wenn sie in einen Flow kommen, sind sie natürlich schwer aufzuhalten. Ich erwarte ein sehr umkämpftes, ausgeglichenes Spiel. Wir hatten ja schon zwei Duelle, die wir auf unsere Seite ziehen konnten. Wir wissen also, worum es geht. Wir müssen bei uns bleiben, unsere Tugenden auf den Platz bringen und fußballerisch wieder einen Schritt nach vorne machen. Zu Hause, ein Abendspiel – es könnte schlimmer sein.“
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