Aufstieg statistisch fast sicher, aber ein FC-Profi hat bittere Erinnerung

Leart Pacarada will im. Mai den Aufstieg mit seinen Teamkollegen bejubeln. (Foto: IMAGO / DeFodi)
Leart Pacarada will im. Mai den Aufstieg mit seinen Teamkollegen bejubeln. (Foto: IMAGO / DeFodi)

Nur zwei Mannschaften sind in der 2. Bundesliga seit Einführung der Drei-Punkte-Regel nicht aufgestiegen, wenn sie nach 27 Spieltagen an der Tabellenspitze standen. Zu einer dieser Mannschaften gehörte auch Leart Pacarada. Mit dem 1. FC Köln soll dem Linksverteidiger das nicht erneut passieren.

Leart Pacarada weiß, wie es sich anfühlt, nach 27 Spieltagen Tabellenführer der 2. Bundesliga zu sein. Der Abwehrspieler kennt jedoch auch das Gefühl, den Aufstieg am Ende dann doch zu verpassen. Mit dem FC St. Pauli stand der heutige FC-Profi in der Saison 2021/22 sieben Spieltage vor Saisonende ganz oben in der Tabelle und hatte drei Punkte Vorsprung auf die Relegation und vier auf einen Nicht-Aufstiegsplatz.

Danach konnten die Hamburger jedoch sechs der letzten sieben Spiele nicht gewinnen. Drei Unentschieden und drei Niederlagen besiegelten am Ende das Verpassen der Bundesliga-Rückkehr. Selbst der 2:0-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf zum Abschluss der Saison konnte daran nichts mehr ändern. St. Pauli ist damit neben Energie Cottbus (2004) die einzige Mannschaft, die seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel (1995) trotz Tabellenführung am 27. Spieltag nicht aufstiegen ist.

Aufstiegswahrscheinlichkeit bei 93 Prozent

„Ob sich das vergleichen lässt, ist eine gute Frage“, sagte Pacarada am Mittwoch auf seinen verpassten Aufstieg vor drei Jahren angesprochen. „Es gibt im Fußball etliche Statistiken, die für oder gegen etwas sprechen.“ 27 von 29 Mannschaften, die nach 27 Spieltagen an der Tabellenspitze standen, schafften damit am Ende den Bundesliga-Aufstieg – das macht immerhin 93 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit sieht für den FC also gut aus.

Die Zahlen und Statistiken interessieren Pacarada und den FC kurz vor dem Saisonende jedoch herzlich wenig. Vielmehr sei die Mannschaft nach der schwierigen letzten Saison inzwischen „im Kern einfach sehr, sehr gefestigt“, meinte Pacarada und zeigte sich daher zuversichtlich, dass ihm in Mai kein Pauli-Déjà-vu drohen wird.

Abstieg hat Spuren hinterlassen

Das Abstiegsjahr habe jedoch durchaus Spuren hinterlassen, die sich noch weit in die neue Saison hinein getragen hätten. „Der Trainer hat gesagt, dass wir uns daran gewöhnen müssen, zu gewinnen und davon nicht überrascht sein dürfen. Das war tatsächlich so“, gab der 30-Jährige mit Blick auf die Achterbahnfahrt im Saisonverlauf zu.

Trotz Tabellenführung am 27. Spieltag: Mit St. Pauli verpasste Leart Pacarada 2022 den Aufstieg. (Foto: IMAGO / Huebner)

Vor dem Saison-Endspurt sei die Mannschaft jetzt jedoch „so gestärkt“, dass sie auch voller Überzeugung an der Tabellenspitze stehen würde, wobei der Blick auf das Tableau dabei nicht immer hilfreich sei. „Um das bis zum Ende durchzuziehen, darf man nicht jedes Mal auf die Tabelle schauen“, sagte Pacarada.

Nach „Riesenschritt“ die nächsten „Big Points“

Der Sieg am vergangenen Samstag gegen den direkten Konkurrenten aus Paderborn sei für den FC jedoch „einen Riesenschritt“ gewesen. Mit dem FC St. Pauli hatte Pacarada vor drei Jahren als Tabellenführer am 28. Spieltag mit 0:1 gegen Hansa Rostock verloren. Mit dem FC will es der Linksverteidiger am Samstag besser machen und gegen die Hertha „den nächsten Big Point landen.“

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
3 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete