Wildes Gerücht aus Berlin: Spricht der FC über eine Keller-Nachfolge?

Jonas Boldt sucht einen neuen Job. (Foto: IMAGO / Matthias Koch)
Jonas Boldt sucht einen neuen Job. (Foto: IMAGO / Matthias Koch)

Die Bild berichtet, dass der 1. FC Köln mit Jonas Boldt in Kontakt steht. Dabei deutet am Geißbockheim aktuell nichts darauf hin, dass Sportchef Christian Keller vor dem Aus steht.

In Berlin werden bei der Suche nach einem neuen Sportchef von Hertha BSC seit Wochen zahlreiche Namen gehandelt. Einer davon: Jonas Boldt. Der 43-Jährige war bis Sommer 2024 Sportvorstand beim HSV, ehe er nun erste Gespräche mit Hertha-Präsident Fabian Drescher führte. Wohin es Boldt zieht, ist allerdings noch unklar.

Nur scheint es unwahrscheinlich, dass der einstige Sportdirektor von Bayer Leverkusen im Sommer beim 1. FC Köln aufschlagen wird. Auch, wenn die Bild die einstige rechte Hand von Rudi Völler nun beim FC ins Gespräch brachte. Demnach stünden die Geißböcke mit dem Manager im Austausch – um nach der Bundesliga-Rückkehr einen Neustart zu wagen.

Keller im Aufstiegsfall sicher im Amt

Davon ist am Geißbockheim aber nichts zu hören. Im Gegenteil: Nach GEISSBLOG-Informationen gilt es als sicher, dass Keller im Fall der Bundesliga-Rückkehr in Köln bleiben und den eingeleiteten Umbruch fortsetzen soll. Und weil die Geißböcke trotz des Rückschlags in Hannover weiter als Tabellenführer die besten Chancen auf den Aufstieg haben, liegt der Fokus beim FC derzeit alleine auf dem sportlichen Erfolg.

Einzig im Fall des verpassten Aufstiegs würde Keller wackeln. Dann aber würde ein noch viel größeres Machtvakuum drohen (der GEISSBLOG berichtete), weshalb unklar wäre, wer in diesem Fall überhaupt für die Gespräche mit potenziellen Kandidaten für den Posten des Sport-Geschäftsführers verantwortliche wäre.

FC als Hebel für Verhandlungen?

Der GEISSBLOG meint: Christian Keller mag zwar kein beliebter Sportchef beim FC sein, doch aktuell sitzt der 46-Jährige noch sicher im Sattel. Nur der verpasste Aufstieg würde ihm gefährlich werden. Dass nun Jonas Boldt ins Gespräch gebracht wird, könnte einen anderen Grund haben: Der Ex-HSV-Boss rückt mit Blick auf die neue Saison in den Fokus mehrerer Clubs. Je größter der vermeintliche Pool an Interessenten, desto besser Boldts Verhandlungsposition.

Das FC-Gerücht dürfte daher wohl nur ein Hebel für die Gespräche mit anderen Vereinen sein. Dabei war Boldt in der Vergangenheit schon mehrfach in Köln ein Thema. Das FC-Präsidium stand bislang jedoch stets hinter Keller und beschäftigte sich nach eigener Aussage nicht mit Alternativen. Eine Abkehr von dieser Politik ausgerechnet kurz vor dem Erreichen des Aufstiegs würde daher verwundern.

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