Die Suche nach einem neuen Cheftrainer läuft beim 1. FC Köln weiter auf Hochtouren. Sportdirektor Thomas Kessler zeigt sich dabei betont gelassen und setzt bei der Trainerfindung auch auf das Gefühl für die Stadt Köln.
Während die Fans des 1. FC Köln ungeduldig auf eine Entscheidung hoffen, bleibt es in den Führungsetagen des Vereins erstaunlich ruhig. Die Verantwortlichen um Sportdirektor Thomas Kessler lassen sich bei der Suche nach einem neuen Chefcoach bewusst Zeit und zeigen sich unbeeindruckt vom zunehmenden Konkurrenzdruck auf dem Markt.
Kessler stellte im Gespräch mit dem Express klar: „Ich lasse mich trotz aller Emotionalität von außen nicht aus der Ruhe bringen oder gar treiben.“ Auf die Frage, ob es eine Deadline gäbe, antwortete er schlicht mit „Nein“. Die Entscheidung über den neuen Trainer soll im Bestfall noch diese oder Anfang nächster Woche feststehen. Eine Verpflichtung erst wenige Tage vor Trainingsauftakt im Juli „wäre nicht optimal“, sagte der ehemalige FC-Keeper.
Von der Marktübersicht zu den Kriterien
Die Situation wird zusätzlich durch die zunehmende Konkurrenz auf dem Markt verschärft. Neben dem FC sind derzeit auch zahlreiche andere Vereine, darunter der VfL Wolfsburg, der FC Augsburg, Hannover 96 und Schalke 04, auf Trainersuche. Zudem hat sich Werder Bremen am Dienstagmorgen von Ole Werner getrennt. Dort gelten Horst Steffen und Lukas Kwasniok als Top-Kandidaten – zwei Namen, die auch beim FC auf der Liste stehen und zudem bei weiteren Clubs gehandelt werden.
„Wir haben natürlich eine Marktübersicht. Es gibt auch Trainer, die im Laufe des Prozesses beobachtet werden“, sagte Kessler zur Trainerfindung. „Aber wir haben schon klare Kriterien erarbeitet. Und die versuche ich dann mit der Idee des Fußballs übereinzubringen.“ Entsprechend führe er nun Gespräche, um die ersten Eindrücke persönlich abzugleichen. „Da werden Vorstellungen bestätigt oder auch widerlegt.“
Passfähigkeit zur Stadt ist gefragt
Für den Sportdirektor steht fest: Qualität geht vor Geschwindigkeit. Die Gespräche führt er bewusst in Ruhe – und auch mit einem Kriterium im Hinterkopf, welches bei Gerhard Struber in der vergangenen Saison nicht gestimmt hatte: die Passfähigkeit zur Stadt. Gerade in Köln sollte der Trainer „sicher eine gewisse Offenheit gegenüber den Menschen hier haben“. Damit der nächste Cheftrainer auch wieder länger als nur einige Monate in Köln bleibt.








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