Der 1. FC Köln startet mit einem Heimspiel in die neue Bundesliga-Saison. Die FC-Bosse haben in den letzten Monaten einiges verändert. Die Geißböcke sollen weiter professionalisiert werden.
Wenn der 1. FC Köln am Samstag im RheinEnergieStadion die TSG Hoffenheim zum 1. Bundesliga-Spieltag empfängt, hat sich in Müngersdorf einiges verändert. Das Stadion hat eine Solaranlage auf dem Dach bekommen. Auf dem Spielfeld liegt nun erstmals ein belastbarer Hybridrasen. Zudem werden im Osten und Norden neue LED-Banden im Oberrang zu sehen sein.
Auch für die Spieler ändert sich etwas. Die Kabinentrakte sowie der Aufgang zum Rasen wurde optisch angepasst und modernisiert. Unter anderem laufen die Spieler nun über einen stilisierten Kölner Dom, ehe sie die Treppen zum Spielfeld emporsteigen. Auch der Bereich, in dem Spieler und Verantwortliche anschließend den Journalisten Rede und Antwort stehen, wurde neu gestaltet.
Kessler mit deutlicher Kritik
Thomas Kessler erklärte jüngst beim Mitglieder-Stammtisch im „12. Mann“ vor Ort, dass all diese Maßnahmen Teil einer Professionalisierung des FC-Auftritts seien, welche nach vielen Jahres des Schleifenlassens nötig sei. „Wir haben unser Markenbild insgesamt etwas angepasst“, sagte der Sport-Geschäftsführer und zeigte sich damit kritisch mit seinem eigenen Verein. „Ich habe nicht immer den Eindruck, dass jeder auf den ersten Blick wüsste, dass wir hier Fußball-Bundesliga betreiben.“

Kessler betonte zwar, dass mehr Schein nicht mehr Sein erzeuge, aber zum Stolz des 1. FC Köln gehöre, sich endlich wieder wie ein Top-Club zu präsentieren. „Wir werden nicht mehr Punkte holen, weil wir schöner gebrandet sind, aber ich finde, das gehört zu einem Gesamtbild eines Proficlubs dazu. Wir brüsten uns ganz oft mit der Südkurve und mit Choreografien. Das ist auch ganz toll, aber wir haben eben auch viel selbst in der Hand.“
Wir werden nicht mehr Punkte holen, weil wir schöner gebrandet sind, aber ich finde, das gehört zu einem Gesamtbild eines Proficlubs dazu
Thomas Kessler
Deswegen hat der FC einiges angepasst. Der GEISSBLOG berichtete bereits aus dem Trainingslager über sichtbare Veränderungen im Erscheinungsbild des Clubs. Dabei orientierte sich der FC auch an einer Lehre von Jürgen Klopp aus dessen Zeit beim FC Liverpool. Nun will auch Köln sich äußerlich neu präsentieren und macht dabei auch nicht vor der Stadion-Optik halt.
„Man merkt schon, dass das Stadion in die Jahre gekommen ist“, gestand Kessler. „Wir haben das deshalb versucht in konstruktiven Gesprächen mit der KSS voranzutreiben. Wir bekommen eine ganz neue Mixed Zone – also der Bereich, wo die Spieler gemeinsam ins Stadion gehen und später die Journalisten stehen. Das war uns total wichtig. Zudem waren wir der letzte Bundesligist, der im heimischen Stadion keinen Hybridrasen hatte. Darüber haben sich die Gegner oft echauffiert. Das ist jetzt anders.“
Stadionchef: Neue Technologie ermöglicht Hybrid-Rasen
Stadionchef Lutz Wingerath hofft, dass sich das nun erledigt hat: „Wir haben im Sommer immer ein paar Themen und unterstützen den FC natürlich bei seinen Änderungswünschen. Der Fokus lag aber in diesem Sommer vor allem auf dem Rasen. Denn durch die neue Smart-Stitching-Technologie war es jetzt erstmals möglich gemeinsam mit dem FC einen Hybrid-Rasen ins RheinEnergieStadion zu bringen und dennoch auch im kommenden Sommer nationale und internationale Konzerte zu beherbergen“, erklärt der Geschäftsführer der Kölner Sportstätten, für den der erste Spieltag auch nach vielen Jahren immer noch etwas Besonderes ist.
Wingerath: „Unser Team hat das toll umgesetzt von der Planung bis zur Realisation und ich freue mich, dass wir damit gemeinsam mit dem FC noch einmal perfektere Bedingungen für tolle Fußballspiele bei uns im Stadion schaffen konnten.“ Jetzt drückt der Stadionchef mit den 50 000 anderen Fans dem Klub die Daumen, dass der Start auch erfolgreich wird.







Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!