Fans, Funkel, Freude: So gelingt dem 1. FC Köln der Aufstieg

Der 1. FC Köln hat den Aufstieg in die Bundesliga in der eigenen Hand. (Foto: IMAGO / Schreyer)
Der 1. FC Köln hat den Aufstieg in die Bundesliga in der eigenen Hand. (Foto: IMAGO / Schreyer)

Der 1. FC Köln steht vor dem großen Ziel. Nur noch ein Punkt trennt die Geißböcke von der Bundesliga-Rückkehr. Die Konkurrenz aber zeigt, dass der FC noch einmal alles wird investieren müssen.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Sie haben alle gewonnen. Nicht nur der 1. FC Köln, sondern auch der Hamburger SV, die SV Elversberg, der SC Paderborn, dazu Fortuna Düsseldorf und der 1. FC Kaiserslautern. Die sechs Top-Teams der Liga haben am 33. Spieltag keine Federn gelassen. Nur der 1. FC Magdeburg hat sich aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet.

Während der HSV schon feiern darf, lautet nun die große Frage: Wer folgt dem Dino in die Bundesliga? In Köln darf das Selbstverständnis nur lauten: der FC. Ein Punkt noch braucht es, und wenn man sieht, wie die anderen Teams am 33. Spieltag noch einmal alles reingeworfen haben, dann wird dieser Zähler auch wirklich nötig sein.

Pure Aufstiegs-Euphorie bei den Fans

Doch der 1. FC Köln hat drei große Vorteile an diesem 34. Spieltag, und diese drei Hilfen sollten die Geißböcke ausnutzen. Allen voran die Fans. Als einzige der fünf Mannschaften, die noch um den Aufstieg mitspielen, tritt der FC am kommenden Sonntag zuhause an. Elversberg (auf Schalke) und Paderborn (in Karlsruhe) sind für die Geißböcke noch relevant. Lautern kann der FC selbst beeinflussen. Dass Düsseldorf in Magdeburg ran muss, ist unerheblich.

Wichtig ist nur: Der überwältigende Teil der 50.000 Fans in Müngersdorf wird am Sonntag ab 15.30 Uhr wie eine Wand hinter dem FC stehen. Pure Aufstiegs-Euphorie, pure Lust auf den kollektiven Wahnsinn nach dem Schlusspfiff: Danach sehnen sich die Anhänger nach dieser wilden Zweitliga-Saison. Die Spieler können sich sicher sein: Die Fans werden die Mannschaft 90 Minuten nach vorne peitschen.

Wer sich auf dieses Spiel nicht freut…

Dass die Spieler in diesen 90 Minuten aber trotzdem ruhig bleiben und wissen, was sie zu tun haben, dafür wird Friedhelm Funkel sorgen. Der Trainer-Routinier weiß ganz genau, was am Sonntag auf die Spieler zukommt, hat all das schon häufig erlebt. Kein Trainer wüsste besser, wie er sein Team darauf vorbereitet. Schon in Nürnberg hatte der 71-Jährige die richtigen Worte und die richtige Taktik gefunden. Darauf kann man sich auch jetzt wieder verlassen.

Die Fans und Funkel wollen gemeinsam bei den Spielern vor allem eines entfachen: die Freude an der Aufgabe, die am Sonntag vor den Geißböcken liegen wird. Häufig konnte die Mannschaft in dieser Saison mit dem Druck nicht umgehen, auch weil ein Trainer an der Seitenlinie stand, der diese Situation nicht kannte. Funkel aber weiß, worum es geht – und wie man ein Band zwischen Fans und Mannschaft herstellt.

…der hat den Fußball nie geliebt

Fans, Funkel, Freude: Mit diesem Dreiklang kann dem FC der Aufstieg am Sonntag gelingen. Der Hamburger SV hat es vorgemacht. Der 1. FC Köln will es dem Rivalen aus dem Norden nachmachen. Daheim gegen Kaiserslautern mit 50.000 Fans im Rücken und einem Ruhepol an der Seitenlinie: Wer sich auf dieses Spiel nicht freut, hat den Fußball nie geliebt.

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