Mit Empathie und Lockerheit will Friedhelm Funkel den 1. FC Köln zum Aufstieg führen. Der Cheftrainer setzt auf Psychologie und klare Abläufe – und wurde mit offenen Armen empfangen.
Als Friedhelm Funkel vor einer Woche seine Arbeit beim 1. FC Köln aufnahm, suchte der 71-Jährige erst einmal den Kontakt zu den Mitarbeitern am Geißbockheim. Funkel kennt noch viele Menschen auf der Geschäftsstelle, sagte ‚Hallo‘ und fühlte sich seinen eigenen Worten zufolge direkt wieder zuhause.
Während Gerhard Struber sich sehr auf seinen sportlichen Bereich konzentriert und darüber hinaus wenig Kontakte auch innerhalb des FC gesucht hatte, setzt Funkel auf die Kraft der FC-Familie. Die erste Folge: Am Donnerstag bei der Abreise nach Nürnberg stand die gesamte Geschäftsstelle Spalier und verabschiedete Spieler und Trainer.
Terodde lobt Funkel, Spieler und Fans
Diese Energie soll den FC auch im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern tragen. Da half der Sieg in Nürnberg, als Spieler und Fans das erste Mal nach Monaten wieder ausgelassen zusammen feierten. Das lobte nach der Partie auch Sky-Experte und Ex-FC-Stürmer Simon Terodde. „Man spürt: Es ist wieder ein Band entstanden zwischen Mannschaft und Fans. Da war Druck auf dem Kessel, aber Friedhelm hat es hinbekommen.“
Funkel setzt auf genau diese Verbindung. Doch der FC-Coach hatte nach dem Sieg in Nürnberg auch ein Sonderlob für seine Mannschaft übrig. „Ich habe den Spielern vor dem Spiel gesagt: In der Kürze der Zeit habe ich mich noch nie so wohlgefühlt bei einer Mannschaft wie bei Euch“, sagte Funkel. „Wir sind so schnell zusammen gewachsen, das ist Wahnsinn. Die Spieler haben es wirklich sehr gut angenommen.“
Diese Mannschaft braucht kein Teambuilding mehr
Friedhelm Funkel
Ein Zusammenhalt, der schon zuvor geherrscht hatte und der es Struber im Herbst möglich gemacht hatte, die Wende nach der ersten Krise der Saison herbeizuführen. Zwar weist die Mannschaft bis heute ein großes Führungsproblem auf. Die erfahrenen Spieler gehen in kniffligen Situationen zu selten voran. Jedoch stimmt es in weiten Teilen in der Kabine. Genau das imponiert auch Funkel.
Am Samstag bestätigte der 71-Jährige dies am Geißbockheim, nach Spieler und Trainer gemeinsam die Partien der Konkurrenz geschaut hatten. „Diese Mannschaft braucht kein Teambuilding mehr“, sagte der Routinier. „Da gibt es keine Stinkstiefel.“ Der Zusammenhalt sei groß, und genau deshalb werde die Aufgabe am Sonntag gegen den 1. FC Kaiserslautern auch gelingen. Daran hat Funkel keinen Zweifel.








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