FC-Profi pennt! „Moment der Trinkpause“ leitet Aufstiegs-Krise ein

Tim Lemperle kehrte nach seiner Trinkpause nicht schnell genug zurück. (Foto: IMAGO / RHR-Foto)
Tim Lemperle kehrte nach seiner Trinkpause nicht schnell genug zurück. (Foto: IMAGO / RHR-Foto)

Eine Trinkpause hat den 1. FC Köln kurz vor der Ziellinie noch einmal in eine Krise gestürzt. Vor dem 1:1 des SSV Jahn Regensburg pennte Torschütze Tim Lemperle und machte den Weg zum Ausgleich frei.

Tim Lemperle hätte zum erlösenden Mann des Abends werden können. Sein zwischenzeitliches 1:0 gegen den SSV Jahn Regensburg ließ den 1. FC Köln nach dem Aufstieg greifen; so schwach die Leistung auch war, hätte mit diesen drei Punkten nur noch ein weiterer Sieg zur definitiven Bundesliga-Rückkehr gefehlt. Doch letztlich hatte Lemperle gehörigen Anteil daran, dass die Geißböcke den Rasen als „richtig großer Depp“ verließen, wie es Kapitän Timo Hübers ausdrückte.

In der Spielunterbrechung vor Regensburgs 1:1 gönnte sich Lemperle eine Trinkpause – und schaltete nicht, als es weiterging. Als Regensburg den für den FC verhängnisvollen Angriff startete, weilte der Angreifer noch an der Seitenlinie. So konnte der Jahn den Ball über die linke Seite vorantreiben, Anssi Suhonen durfte ganz in Ruhe flanken. Als der Finne zur Hereingabe ausholte, eilte Lemperle noch herbei – viel zu spät.

Struber: „Allemal die Möglichkeit, zu klären“

„Es hat tatsächlich einen Moment der Trinkpause gegeben“, ärgerte sich Gerhard Struber und sprach von einer „unglücklichen Situation, woraus das Tor gefallen ist“. Wenngleich der FC-Trainer Lemperle zumindest öffentlich nicht an den Pranger stellen wollte: „Wir hätten allemal noch die Möglichkeit gehabt, den Ball besser wegzuklären. Das ist uns in dem Moment nicht gelungen.“

Die Profis des 1. FC Köln nach dem 1:1 von Jahn Regensburg. (Foto: Bucco)
Die Profis des 1. FC Köln nach dem 1:1 von Jahn Regensburg. (Foto: Bucco)

Nach Suhonens Flanke an den Fünfer setzte sich Noah Ganaus gegen Dominique Heintz durch, scheiterte per Kopf noch an Marvin Schwäbe, traf aber im Nachsetzen zum Ausgleich. „Wir waren nicht gut zugeordnet. Das darf uns nicht passieren, da müssen wir souveräner agieren“, schimpfte Schwäbe.

Auch wenn Lemperle gewiss nicht der Alleinschuldige war: Es passte zu diesem gebrauchten Abend, dass eine Trinkpause das Gegentor einleitete. Ein bitteres Kuriosum, das den FC in eine Aufstiegs-Krise stürzte und im RheinEnergieStadion für eine Stimmung sorgte, die sich eher nach einem bevorstehenden Abstieg anfühlte.

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