Klare Ansage an Sorgen-Stürmer: Dieses Problem muss der FC beheben

Steffen Tigges und Florian Dietz. (Foto: Bucco)
Steffen Tigges und Florian Dietz. (Foto: Bucco)

Mit Ragnar Ache verstärkt der 1. FC Köln seinen Angriff. Das ist auch dringend nötig. Denn außer Damion Downs haben die Geißböcke keine weiteren Stürmer im Kader, die in der Bundesliga Tore versprechen.

Vor dem Start der 2. Bundesliga im vergangenen Sommer war dem 1. FC Köln eigentlich klar: Ohne eine 15-Tore-Stürmer würde es schwer werden, auch nur in die Nähe der Aufstiegsränge zu kommen. In den 20 Jahren zuvor hatte jeder Aufsteiger entweder mindestens einen Top-Torjäger oder aber überdurchschnittlich viele Torschützen im Kader aufweisen können.

Am Ende dieser Saison brachte es der FC nun zwar auf zwei Torschützen mit jeweils zweistelliger Ausbeute, allerdings hatten Tim Lemperle und Damion Downs je nur zehn Treffer erzielt. Und auch die Anzahl der Torschützen insgesamt war mit zwölf verschiedenen FC-Profis das Minimum, das in der Vergangenheit die Aufsteiger aufgebracht hatten. Kurzum: Der FC hat es 2024/25 gerade so geschafft, die nötigen Tore zum Aufstieg zu erzielen.

Fehlende Qualität im Torabschluss

Bei aller Euphorie wissen die Verantwortlichen um Sportdirektor Thomas Kessler also, wo der Schuh drückt. Der FC braucht für die Bundesliga eine bessere Abschlussqualität. An der Anzahl Torchancen hatte es in der 2. Liga nicht gelegen, der FC hatte mit 561 Torschüssen mit Abstand die meisten Versuche der ganzen Liga abgegeben. Zum Vergleich: Der HSV hatte die zweitmeisten Torschüsse abgefeuert – es waren 504.

Es lag also an der Qualität der Schützen – ob im Sturm oder auf den Positionen dahinter. Und genau diese Qualität will der FC nun heben. Ragnar Ache ist der erste Neuzugang, der genau dafür verpflichtet wurde. Doch sein Transfer ist gleichzeitig auch eine Ansage an fast alle anderen Stürmer im Kader. Nur Damion Downs darf sich sicher sein, dass der FC voll auf ihn setzt, womöglich in einer Doppelspitze mit Ache.

Ansage an dieses Sturm-Quintett

Alle anderen Stürmer dürfen entweder gehen oder müssen sich gewaltig steigern. Steffen Tigges, Sargis Adamyan und Florian Dietz – null Tore in insgesamt 29 Einsätzen. Alle drei Angreifer sollen den Club verlassen. Imad Rondic – ein Tor in zehn Einsätzen, aber schon am Ende der Rückrunde schon nur noch Dauer-Zuschauer, und das als Winter-Neuzugang. Dazu Jaka Potocnik, dem bereits signalisiert wurde, dass er in der Bundesliga kaum auf Einsätze wird hoffen dürfen und verliehen werden soll.

Verbleiben neben Ache und Downs nur noch Luca Waldschmidt und Jan Thielmann, die jeweils als zweite Spitze agieren könnten, wobei Waldschmidt seine Chance auf der Zehn und Thielmann auf der rechten, offensiven Seite suchen wird. Kurzum: Die Ache-Verpflichtung ist vor allem erst einmal eine Ansage an Tigges, Adamyan, Dietz und Rondic. Nur Letzterer darf sich überhaupt Chancen auf einen Verbleib ausrechnen. Die weiteren Angreifer dürfen und sollen gehen. Kölns Logik: Wer es schon in der 2. Liga nicht schafft dem FC zu helfen, dem wird es eine Liga höher erst recht nicht mehr gelingen.

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