Die U17 des 1. FC Köln hat den Einzug in das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft verpasst. Nach 120 dramatischen und intensiven Minuten verloren die Geißböcke mit 3:4 (2:1, 3:3) bei RB Leipzig. Trainer Hartmann ist trotzdem stolz auf seine Mannschaft.
Die Serie ist gerissen, der Traum ist geplatzt. Zwölfmal in Folge hatten die B-Junioren des 1. FC Köln gewonnen und dabei die anderen Bundesliga-Nachwuchsteams teilweise fast nach Belieben dominiert. Im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft zogen die Geißböcke jedoch gegen die Talente von RB Leipzig den Kürzeren. Der FC konnte am Samstag zwar zweimal einen Rückstand egalisieren, verlor am Ende aber trotz Überzahl in den letzten 20 Minuten denkbar knapp mit 3:4.
So lief das Spiel
Die Leipziger erwischten den besseren Start in das Match und gingen bereits in der 7. Minute mit 1:0 in Führung. Die Antwort der Geißböcke folgte jedoch prompt. Nach einer Ecke stieg Innenverteidiger Leo Isufi am höchsten und köpfte technisch stark zum 1:1-Ausgleich ein (12.). Mittelfeldmotor Benjamin Ley brachte den FC mit einem Flachschuss aus spitzem Winkel ins lange Eck kurz darauf sogar mit 2:1 in Führung (17.) – zugleich der Halbzeitstand.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Sachsen erneut hellwach, glichen nach einem Fehler in der FC-Abwehr zum 2:2 (53.) aus und sorgten 20 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit dann für die 3:2-Führung (70.). Der FC-Nachwuchs bewies starke Moral, warf alles nach vorne und wurde belohnt: Kapitän Lennard Völp verwandelte nach einem Foul an Ley den fälligen Strafstoß wuchtig unter die Latte zum 3:3-Ausgleich (83.). Verlängerung!
Nach einer Roten Karte für die Leipziger (102.) schien das Spiel zugunsten der Kölner zu kippen. Doch der FC kassierte in Überzahl das 4:3 für Leipzig (112.) und schaffte es in den letzten, hektischen Minuten nicht, den Ball noch einmal über Linie zu drücken.
Das sagt FC-Trainer Manuel Hartmann
… über den Spielverlauf: „Wir sind sehr schlecht ins Spiel gekommen. Eigentlich hätte es schon nach drei Sekunden 1:0 für Leipzig stehen können. Da waren wir überhaupt nicht richtig auf dem Platz. Erst nach und nach haben wir uns ins Spiel zurückgearbeitet und hatten dann zwischenzeitlich auch die Chance zum 3:1, was wahrscheinlich vorentscheidend gewesen wäre. Nach dem 2:3 sind wir zwar noch einmal zurückgekommen, haben es dann aber nicht geschafft, in Überzahl Druck aufzubauen. Das war leider nicht unsere stärkste Leistung in der Saison. Aber die brauchst du halt, um hier als Sieger den Platz zu verlassen.“
… über das Aus im Viertelfinale: „Das ist sehr bitter. Das war ein großer Kampf. Die Jungs sind sehr enttäuscht. Aber sie haben eine grandiose Saison gespielt, sich super entwickelt und sich Respekt in ganz Deutschland erarbeitet. Daran müssen sie sich jetzt hochziehen. Aber jetzt müssen wir erst mal runterkommen.“







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