Mit Ragnar Ache hat der 1. FC Köln seinen ersten Transfer des Sommers getätigt. Thomas Kessler aber hat noch zahlreiche weitere Baustellen. Dem FC steht ein Sommer mit vielen Transferbewegungen bevor.
Sieben Abgänge stehen beim 1. FC Köln nach dieser Saison bereits fest. Ein Dutzend weitere Spieler könnten die Geißböcke im Laufe des Sommers noch verlassen (der GEISSBLOG berichtete). Seit Dienstagabend steht diesen Abgängen mit Ragnar Ache vom 1. FC Kaiserslautern der erste Neuzugang gegenüber (der GEISSBLOG berichtete).
Ache füllt damit die erste Lücke in einem lückenreichen Kader. Aktuell umfasst das Gerüst der Geißböcke nicht einmal 20 Spieler inklusive Torhüter. Als ideale Größe für eine Saison werden 23 bis 25 Feldspieler plus Torhüter angesehen. Friedhelm Funkel hatte am vergangenen Mittwoch erklärt, der FC bräuchte auf jeden Fall „vier bis sechs Spieler“ in der Leistungsspitze. Damit dürfte der Ex-Trainer der Geißböcke aber noch konservativ geplant haben.
Auf diesen Positionen will der FC nachlegen
Das ließ auch Sportdirektor Thomas Kessler durchklingen. Der 39-Jährige sagte dem Express: „Wir schauen uns in jeder Positionsgruppe um und haben Ideen. Es gibt keine Position ohne Handlungsbedarf.“ Umgekehrt heißt das: Der FC muss nicht nur in allen Mannschaftsteilen nachlegen, sondern auch jeder einzelnen Position.
Auch im Sturmzentrum, wo nur Damion Downs und Imad Rondic bleiben sollen, während alle anderen Stürmer entweder dauerhaft (Tigges, Dietz, Adamyan) oder auf Leihbasis (Potocnik, Ouro-Tagba) gehen sollen. Ache ist der dritte Stürmer, was aber noch immer zu wenig für eine lange Bundesliga-Saison sein dürfte. Es könnte also sehr wohl noch ein weiterer Angreifer kommen. Und darüber hinaus? Wohl keine elf Spieler, aber mindestens auf folgenden Positionen:
- Torhüter
- Rechtsverteidiger
- Innenverteidiger
- Sechs
- Acht
- Offensiver Flügel
Sechs weitere Neuzugänge werden intern beim FC als das Minimum definiert. Weitere Positionen könnten sich öffnen, sollte einer der wichtigen Spieler nicht verlängern, deren Verträge 2026 auslaufen. Dazu zählen unter anderem Max Finkgräfe, Eric Martel und Downs. Darüber hinaus hat der FC aktuell außer Luca Waldschmidt keinen weiteren Zehner im Kader.
In der ein oder anderen Situation mal in ein höheres Regal greifen
THomas Kessler
Festlegen will sich Kessler freilich nicht. „Eine Zahl zu nennen, wäre als Verantwortlicher zum jetzigen Zeitpunkt unseriös“, sagte der Sportdirektor. „Wir können jetzt noch gar nicht sagen, wie viele Transferbewegungen es am Ende wirklich geben wird. Das hat natürlich auch damit zu tun, wie viele Spieler uns verlassen werden.“
Vom verfügbaren, nicht näher bekannten Budget (Spekulationen von zwölf Millionen Euro sind nicht bestätigt) ist durch Ache nun ein erster Millionenbetrag abgeflossen. Kessler deutete für die weiteren Transfers eine mögliche Abkehr von der Politik seines Vorgängers ab. Christian Keller hatte, wenn möglich, Leihgeschäfte vermieden. Nun sucht Kessler auch nach Spielern, für die der FC „in der ein oder anderen Situation mal in ein höheres Regal greifen“ würde. Auch, weil der FC bereit ist, „mit einer Leihe und einer Kaufoption zu arbeiten“. Es wird also ein spannender Transfersommer für den 1. FC Köln – mit zahlreichen Kaderbewegungen in die eine und andere Richtung.







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