Downs: Eine Zukunfts-Entscheidung gefallen – die andere verzögert sich

Damion Downs bei seinem Gold-Cup-Debüt gegen Saudi-Arabien. (Foto: IMAGO / Imagn Images)
Damion Downs bei seinem Gold-Cup-Debüt gegen Saudi-Arabien. (Foto: IMAGO / Imagn Images)

Damion Downs hat sein erstes Pflichtspiel für die USA bestritten. Beim Gold Cup zog der Stürmer des 1. FC Köln mit seinem Nationalteam durch einen 1:0-Erfolg gegen Saudi-Arabien vorzeitig ins Viertelfinale ein. Für Downs war es ein Debüt mit Folgen.

Zumindest eine wichtige Zukunfts-Entscheidung ist gefallen: In der Nacht zu Freitag hat Damion Downs sein erstes Turnierspiel für die USA absolviert und sich damit beim amerikanischen Verband festgespielt. In der vergangenen Saison war der Angreifer des 1. FC Köln noch sechsmal für die deutsche U20-Nationalmannschaft zum Einsatz gekommen.

Nachdem er den Gold-Cup-Auftakt gegen Trinidad und Tobago (5:0) krankheitsbedingt verpasst hatte, wurde Downs beim zweiten Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien nun nach 62 Minuten eingewechselt. Nur eine Minute später fiel der entscheidende 1:0-Siegtreffer für das US-Team, erzielt durch den Ex-Münchner Chris Richards.

DFB-Rückkehr durch Turnierspiel ausgeschlossen

Eine Rückkehr zum DFB ist für den FC-Stürmer gemäß der entsprechenden Fifa-Bestimmungen ab sofort nicht mehr möglich. Im Regelwerk heißt es, für einen Verbandswechsel dürfe ein Spieler „noch nie an einer Fifa-Weltmeisterschaft oder einem Finalturnier eines Konföderationen-Wettbewerbs teilgenommen“ haben.

Nach bis zu drei Test- oder auch Qualifikationspartien hätte es für Downs, der im Vorbereitungsspiel gegen die Schweiz am 11. Juni erstmals für die USA aufgelaufen war, noch eine Hintertür gegeben. Doch die Teilnahme am Gold Cup, dem kontinentalen Turnier für die Nationen Nord- und Zentralamerikas sowie der Karibik, gilt als Ausschlusskriterium für eine Rückkehr zum deutschen Verband.

Damion Downs wurde gegen Ghana für die deutsche U20-Nationalmannschaft eingewechselt. (Foto: IMAGO / Koch)
Damion Downs bei einem Einsatz für die U20-Nationalmannschaft des DFB. (Foto: IMAGO / Koch)

Ohnehin dürfte eine Zukunft beim US-Verband – inklusive der Chance auf die Heim-WM im kommenden Jahr – ganz in Downs‘ Sinne sein. FC-Sportdirektor Thomas Kessler hatte zuletzt erst erklärt: „Aufgrund der Vergangenheit seines Vaters ist es einfach ein Traum für Damion, in der Nationalmannschaft zu spielen.“ Der im fränkischen Werneck geborene 20-Jährige ist der Sohn eines US-Amerikaners, seine Mutter ist Deutsche.

Eine andere wichtige Downs-Entscheidung wird sich durch den Erfolg beim Gold Cup wohl hinauszögern: die über seine Zukunft auf Club-Ebene. Nach dem 1:0-Sieg gegen Saudi-Arabien steht das US-Team vorzeitig im Viertelfinale, das in der Nacht zu Sonntag ausgetragen wird.

Gold-Cup-Finale am Tag des FC-Auftakts

Mindestens so lange wird der Stürmer, der sich erst nach dem Turnier für oder gegen eine Vertragsverlängerung beim FC entscheiden will, noch mit der Nationalmannschaft unterwegs sein. Dringt die USA sogar bis ins Endspiel vor, ist Downs beim Gold Cup bis zum 7. Juli im Einsatz.

Genau an diesem Tag bittet Lukas Kwasniok am Geißbockheim zum Trainingsauftakt. Auf den besten Torjäger der Kölner Aufstiegssaison wird der neue Chefcoach mit hoher Wahrscheinlichkeit verzichten müssen – unabhängig davon, wie Downs‘ zweite wichtige Entscheidung des Sommers ausfallen wird.

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