Christian Keller hatte als Sportchef des 1. FC Köln auf dem Transfermarkt nur selten Glück. Der Großteil seiner Verpflichtungen blieb erfolglos. Mit Said El Mala könnte sich das noch ändern. Keller verrät dabei indirekt offenbar ein Vertragsdetail.
In drei Jahren als Sport-Geschäftsführer des 1. FC Köln hat Christian Keller zwischen 2022 und 2025 insgesamt 23 externe Transfers für die Profis der Geißböcke getätigt. Fast alle diese Spieler kamen für die Bundesliga (oder mit Bundesliga-Perspektive). Doch nur die Wenigsten konnten sich bislang durchsetzen.
Die Ausnahmen sind Eric Martel, Linton Maina, Denis Huseinbasic und Davie Selke. Selbst die Wintertransfers im Januar 2025 schlugen (bislang) nicht ein. Nun aber hofft Keller, dass ein Transfer seine FC-Bilanz nachträglich noch rausreißen wird. Der Spieler, der seit Wochen in aller Munde ist, spätestens seit seinen Auftritten bei der U19-Europameisterschaft: Said El Mala.
So verrät Keller das Vertragsdetail
Im gemeinsamen Interview mit der Kölnischen Rundschau und dem Express sprach Keller nicht nur über sein Aus beim FC (der GEISSBLOG berichtete), sondern auch über seine eigene Transferbilanz. Auf Said El Mala schaut Keller dabei besonders mit Blick auf die nächsten Jahre. „Da lege ich mich fest, dass er der teuerste Abgang der FC-Historie werden wird. Er ist ein Ausnahmespieler, den wir verpflichtet haben, als ihn kaum jemand gesehen hat.“
El Mala unterschrieb im Sommer 2024 im Alter von 17 Jahren beim FC, schraubte seinen Marktwert bereits in der 3. Liga auf drei Millionen Euro und dürfte nach seinen Gala-Auftritten bei der U19-EM nun schon bei zahlreichen internationalen Clubs auf dem Zettel stehen. Doch erst einmal landet er nun beim FC, ausgestattet mit einem Vertrag bis 2029. Und das offenbar mit einem wichtigen Detail.
Was Kellers Aussage bedeuten muss
Denn Kellers Aussage hat eine doppelte Bedeutung – denn Keller kennt den Vertrag, den El Mala in Köln unterzeichnet hat. Schließlich hat er ihn selbst ausgehandelt. Die Aussage, dass der Spieler „der teuerste Abgang der FC-Historie“ werden könnte, kann Keller nur getätigt haben in dem Wissen, dass der heute 18-Jährige entweder über keine Ausstiegsklausel verfügt oder dass diese bei über 28 Millionen Euro liegt.
Denn diese 28 Millionen Euro hatte der FC 2017 mit dem Verkauf von Anthony Modeste nach China eingenommen. Sollte Keller seine Worte also mit Bedacht gewählt haben – und das ist in der Vergangenheit bei dem ehemaligen Sportchef der Geißböcke fast immer der Fall gewesen, dürfte dies bedeuten: El Mala verfügt über keine Ausstiegsklausel bei den Geißböcken.
Wertvollste Aktie beim FC?
Als der FC den Youngster von Viktoria Köln verpflichtet, war der Offensivspieler nur einen sechsstelligen Betrag wert. Eine horrende Ausstiegsklausel in zweistelliger Millionenhöhe zu diesem Zeitpunkt hätte Keller also niemals in den Vertrag eingebaut. Demzufolge sieht der Vertrag des Ausnahmetalents am Geißbockheim keine Ausstiegsklausel zu keinem Zeitpunkt seines Vertrags vor. Und das macht diesen Vier-Jahres-Vertrag zu einer noch wertvolleren Aktie in den Händen des FC.








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