Der 1. FC Köln könnte in diesem Sommer mehrere vermeintliche Leistungsträger verkaufen. Sollte der FC tatsächlich mehrere Millionen Euro einnehmen, würde der Club das Geld sofort wieder investieren.
Es ist die Gretchenfrage für den 1. FC Köln in diesem Sommer: Was soll mit Eric Martel, Max Finkgräfe, Timo Hübers und Damion Downs passieren? Das Quartett könnte die Geißböcke wegen ihrer nur noch bis 2026 laufenden Verträge im laufenden Transferfenster verlassen. Nur so könnte der FC noch Ablösesummen einstreichen. Dass der FC dazu bereit ist, hat Vizepräsident Eckhard Sauren bestätigt.
Die Frage ist: Was würde mit den Millionen passieren, die der FC auf diese Weise generieren würde? Martel könnte eine hohe einstellige Millionensumme generieren, Downs ebenso. Bei Finkgräfe liegen die Vorstellungen am Geißbockheim bei drei bis fünf Millionen Euro, bei Hübers nur unwesentlich niedriger. Viel Geld als, das eingenommen werden könnte. Aber auch viel Qualität, die verloren gehen könnte.
Lassen sich Abgänge „nicht vermeiden“?
Daher hat man beim FC auch bereits beschlossen, alle Einnahmen durch Spielerverkäufe in diesem Sommer sofort wieder für andere Neuverpflichtungen bereit zu stellen. „Wir können Transfers wieder aus dem laufenden Cashflow finanzieren“, sagte Sauren im FC-Podcast bei Radio Köln. „Das heißt auch, dass jede Transfereinnahme direkt wieder in Transfers einfließen kann.“ Und weiter: „Es kann sein, dass sich der eine oder andere Abgang nicht vermeiden lässt. Dann würde der aber sofort ins Transferbudget einzahlen.“
Bislang war man außerhalb des FC davon ausgegangen, dass die Geißböcke rund zwölf Millionen Euro für neue Spieler in die Hand nehmen könnten. Zunächst war aber nicht klar gewesen, ob sich diese Summe nur auf Ablösesummen oder auch auf Handgelder, Gehälter und Beraterhonorar bezogen hätte. Nach den kostspieligen Verpflichtungen von Ragnar Ache und Isak Johannesson ist aber klar: Die zwölf Millionen bezogen sich auf Ablösesummen.
Wir sind weiter handlungsfähig und können noch den einen oder anderen Transfer tätigen und werden sie auch tätigen müssen
Eckhard Sauren
Auch Sauren sprach von einem „zweistelligen Millionenbetrag“, ohne die genaue Höhe zu verraten. „Wenn man sich die bisherigen Transfers anschaut, sind wir da schon fast. Wir sind aber trotzdem weiter handlungsfähig und können noch den einen oder anderen Transfer tätigen und werden sie auch tätigen müssen.“ Sportdirektor Thomas Kessler steht also noch weiteres Kapital zur Verfügung, um die weiteren Lücken im Kader zu schließen.
Dass es sich dabei nicht nur um ein oder zwei weitere Neue handeln wird, das deutete Sauren ebenfalls an. „Wir befinden uns noch in vielen Gesprächen mit interessanten Spielern“, sagte Sauren. Bekanntlich will der FC mindestens noch einen Torhüter, einen Innenverteidiger, einen Rechtsverteidiger und einen offensiven Flügelspieler verpflichten. Die genauen Maßnahmen sollen nun eng mit Lukas Kwasniok als neuem Cheftrainer abgestimmt werden.








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