Der 1. FC Köln will nach den Verpflichtungen von Ragnar Ache und Isak Johannesson zunächst mit der weiteren Kaderplanung warten, bis ein neuer Trainer gefunden ist. Dennoch gehen im Hintergrund die Gespräche weiter. Auch mit einem weiteren Zweitliga-Star?
Nicht nur der 1. FC Köln wurde am Wochenende überrascht, als klar wurde: Rayan Philippe wechselt nicht zum 1. FSV Mainz 05. Der Fall erinnert an Benedict Hollerbach, mit dem sich die Geißböcke einst einig waren, ehe Wehen Wiesbaden aufstieg und Hollerbach nicht ablösefrei zu haben war. Die Geißböcke waren nicht bereit, eine siebenstellige Ablöse zu zahlen, und so ging Hollerbach zu Union und nun für über zehn Millionen Euro weiter nach Mainz.
Mainz wiederum soll nun den Transfer von Rayan Philippe abgelehnt haben, nachdem man sich mit dem Spieler eigentlich einig gewesen war – aber nur für den Fall des Braunschweiger Abstiegs. Denn dann wäre der Franzose ablösefrei gewesen. Nun soll der FSV aber nicht bereit sein, eine Ablöse in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro für den Stürmer zu zahlen, weshalb plötzlich andere Clubs auf den Plan treten, die den Spieler eigentlich schon abgehakt hatten.
Philippe auch im FC-Visier?
Allen voran will der Hamburger SV den 13-Tore-Stürmer der abgelaufenen Zweitliga-Saison verpflichten und sich im Angriff variabler aufstellen. Doch laut Bild sollen neben den Hamburgern mehrere andere Clubs ihre Fühler ausgestreckt haben: Frankfurt, Union Berlin, Bremen und der FC St. Pauli hätten den Mittelstürmer auf dem Zettel, heißt es – und eben der FC.
Die Geißböcke wollen nach den Verpflichtungen von Ragnar Ache und Isak Johannesson zunächst mit weiteren Transfers abwarten, ehe die Trainersuche abgeschlossen ist. Dann aber wird der FC wieder Vollgas auf dem Transfermarkt geben – in enger Abstimmung mit dem neuen Chefcoach. Ob Philippe dann noch im FC-Visier sein wird, bleibt also abzuwarten. Klar ist aber: Der 24-Jährige würde ins Raster passen.
Erst der Trainer, dann die Kaderplanung
Mit über 36 km/h war der ehemalige U20-Nationalspieler seines Landes einer der schnellsten Spieler der 2. Bundesliga, darüber hinaus gehörte er in allen Laufkategorien (Kilometer, Sprints, Intensive Läufe) zu den Top 15 der Liga. Mit 13 Toren und sechs Vorlagen ragte er bei der Eintracht heraus und rettete Braunschweig mit seinem Tor zum 2:2 in der Relegation gegen Saarbrücken vor dem Abstieg.
Nun will Philippe aber den nächsten Schritt machen. Sein Vertrag läuft noch bis 2026. Wäre der FC also tatsächlich bereit, für den Angreifer eine weitere Millionenablöse zu zahlen? Schon bei Johannesson und Ache hatte Köln mehrere andere Bundesligisten ausgestochen und am Ende mit der Perspektive auf Einsätze überzeugt. Aber erst einmal muss die Trainerfrage geklärt sein. Dann wird Sportdirektor Thomas Kessler mit dem neuen Übungsleiter festlegen, welche Positionen neu besetzt werden müssen. Philippes Vorteil: Er kann vorne im Zentrum ebenso wie auf den Außen spielen.







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