Der Wunschstürmer liefert sofort: „Guter Einstand hat selten geschadet“

Ragnar Ache im Testspiel gegen Bergisch-Gladbach. (Foto: Bucco)
Ragnar Ache im Testspiel gegen Bergisch-Gladbach. (Foto: Bucco)

Keine Minute hat Ragnar Ache in seinem ersten Spiel für den 1. FC Köln gebraucht, um sein erstes Tor zu erzielen. Der Stürmer setzt sich keine Ziele, und doch sind die Hoffnungen groß.

Im Training am Freitag hatte Lukas Kwasniok es noch üben lassen. Einer der Innenverteidiger sollte einen Chipball von der Mittellinie an die Strafraumkante in den Rücken der gegnerischen Abwehr spielen, ein Mittelstürmer des 1. FC Köln sollte starten, sich dort den Weg freiblocken und in Richtung Tor ziehen.

Am Samstag im Testspiel beim SV Bergisch Gladbach gelang dieser Plan perfekt. Direkt nach dem Anpfiff der zweiten Halbzeit spielte Joel Schmied einen solchen Ball hoch und weit in Richtung rechter Strafraumkante. Ragnar Ache schirmte seinen Gegenspieler gut ab, sodass dieser nicht klären konnte. Ache drehte sich, ging dem Ball nach, ließ seinen Gegner aussteigen und verwandelte per Flachschuss zum zwischenzeitlichen 4:1.

Sturm-Besetzung nur quantitativ ausreichend

Keine Minute hatte Ache zu diesem Zeitpunkt auf dem Rasen gestanden, nachdem er in der Halbzeitpause eingewechselt worden war. Erstes Spiel, erste Spielminute, erstes Tor: Besser hätte es für den Neuzugang vom 1. FC Kaiserslautern nicht laufen können. Zwar war dies nur ein Testspiel und der Gegner unterklassig, jedoch weiß Ache, dass die Hoffnungen auch auf seinen Schultern in der neuen Saison ruhen werden.

Nach den Abgängen von Tim Lemperle und Damion Downs (je zehn Tore in der 2. Bundesliga) hat der FC aktuell keinen weiteren echten Torjäger im Kader. Imad Rondic muss sich nach einem Winter-Wechsel erst noch zurechtfinden. Steffen Tigges wurde auf die linke Außenbahn geschickt. Sargis Adamyan wurde aussortiert, Florian Dietz darf ebenso gehen wie Adamyan. Jaka Potocnik wurde nach Essen verliehen, und Malek El Mala sowie Youssoupha Niang sollen sich zwar zeigen, sind aber für die Bundesliga nicht fest eingeplant.

Was Kwasniok und Ache sagen

Auch deshalb soll noch ein Mittelstürmer kommen. Doch Ache hat am Samstag zumindest schon einmal angefangen sich seinen Platz zu erarbeiten. „Es ist für jeden schön, wenn er ein Tor gemacht hat“, sagte Lukas Kwasniok nach der Partie. „Ich freue mich für die Jungs, wenn sie Tore erzielen – bei Ragnar nicht mehr als bei anderen. Aber ein guter Einstand hat selten geschadet.“

Unter der Woche hatte Ache selbst erklärt, er wolle sich keine besondere Torezahl als Ziel setzen. „Ich will fit bleiben und hart arbeiten“, waren die einzigen Worte zu seiner Rolle, die er sich entlocken ließ. Am Samstag ließ er erstmals Taten sprechen und legte noch ein weiteres Tor per Hacke auf.

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