Wann löst sich der Transfer-Stau des 1. FC Köln auf? Seit einem Monat konnte der Aufsteiger keinen weiteren Zugang präsentieren. Mit Aaron Zehnter hat stattdessen erneut ein Wunschspieler bei einem Bundesliga-Konkurrenten unterschrieben.
Seit dem heutigen Dienstag hat das Transferfenster geöffnet. Die bisherigen Neuzugänge – Ragnar Ache und Isak Johannesson sowie auch die El-Mala-Brüder – gehören nun ganz offiziell dem 1. FC Köln. Darüber hinaus lassen weitere Verpflichtungen auf sich warten. Inzwischen ist genau ein Monat seit der Vollzugsmeldung des Johannesson-Transfers vergangenen.
Ein Monat, in dem sich die Geißböcke Absagen einer ganzen potenziellen Viererkette eingehandelt haben. Erst entschieden sich die Innenverteidiger Bernardo (Hoffenheim) und Jordan Torunarigha (Hamburger SV) für Bundesliga-Konkurrenten, dann unterschrieb Jonjoe Kenny bei PAOK Thessaloniki – alle drei wären ablösefrei gewesen.
Wolfsburg macht Zehnter-Transfer offiziell
Am Montag gab nun auch noch der VfL Wolfsburg die Verpflichtung des linken Außenbahnspielers Aaron Zehnter bekannt, der beim FC als Wunschkandidat für die Nachfolge von Max Finkgräfe galt. Statt seinem bisherigen Paderborner Trainer Lukas Kwasniok ans Geißbockheim zu folgen, sagt der U20-Nationalspieler: „Ich freue mich riesig über den Wechsel zum VfL Wolfsburg. Für solch einen Verein in der Bundesliga spielen zu dürfen, ist eine Ehre für mich.“
Die Gründe für die Absagen kolportierter Wunschspieler – zu nennen wären auch noch Robin Fellhauer (Augsburg) und Rayan Philippe (HSV) – sind verschieden. Zum einen bewegt sich der FC trotz seiner Sanierung finanziell längst nicht auf Augenhöhe mit Clubs wie Hoffenheim oder Wolfsburg, zum anderen konnte man bislang selbst keine Verkäufe vermelden.
Finkgräfe-Abgang kommt zu spät
Gerade bei der Personalie Zehnter entscheidend: Der 20-Jährige hat Wolfsburg rund 4,5 Millionen Euro gekostet – in etwa die Summe, die der FC durch einen Abgang von Max Finkgräfe einnehmen könnte. Inzwischen zeichnet sich dessen Wechsel zu RB Leipzig ab, der Linksverteidiger könnte in den nächsten Tagen seinen Medizincheck absolvieren (der GEISSBLOG berichtete). Doch um bei Zehnter Vollgas zu geben, kommt dieser Transfer zu spät.
Aufgelöst wird der Stau wohl durch die Leihen von Tom Krauß (FSV Mainz 05) und Jakub Kaminski (VfL Wolfsburg), bei denen vorbehaltlich letzter Details nichts mehr dazwischenkommen sollte. Die Suche nach Alternativen für die Abwehr gestaltet sich nach den Absagen der A-Lösungen allerdings immer komplizierter.







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