Vertragsgespräche und klarer Kwasniok-Plan: So geht’s für Thielmann weiter

Jan Thielmann ist beim 1. FC Köln ins Training eingestiegen. Rechts: Sebastian Sebulonsen. (Foto: GEISSBLOG)
Jan Thielmann ist beim 1. FC Köln ins Training eingestiegen. Rechts: Sebastian Sebulonsen. (Foto: GEISSBLOG)

Jan Thielmann soll beim 1. FC Köln verlängern und dauerhaft in die Offensive zurückkehren. Lukas Kwasniok hat einen klaren Plan mit dem Eigengewächs der Geißböcke.

Aus dem Trainingslager in Bad Waltersdorf berichten Sonja Gauer, Marc L. Merten und Martin Zenge

Die Freude dürfte auf beiden Seiten groß gewesen sein. Lukas Kwasniok hatte Jan Thielmanns Einstieg in die Vorbereitung des 1. FC Köln – gleiches gilt für Eric Martel und Said El Mala – in den vergangenen Wochen schon herbeigesehnt. Und auch Thielmann wirkte zum Auftakt des Trainingslagers in Bad Waltersdorf, als hätte er nach der U21-Europameisterschaft keinen Tag länger Urlaub haben wollen.

Mit dem Kölner Eigengewächs verfügt Kwasniok nun über einen Spieler, der zu seinem geplanten Offensiv-Fußball wie die Faust aufs Auge passen könnte. Als nimmermüdes Mentalitätsmonster bringt Thielmann Eigenschaften mit, die der Trainer sehen will. Entsprechend groß dürften seine Chancen sein, unter Kwasniok eine zentrale Rolle einzunehmen.

Thielmann „ganz klar vorne eingeplant“

Der Plan des neuen Chefcoaches: „Ich habe ihm ganz klar gesagt, dass er bei mir vorne eingeplant ist.“ Im vergangenen Sommer war der gelernte Rechtsaußen Thielmann noch als Rechtsverteidiger in die Saison gestartet und erst in der Rückrunde – und das auch nur vereinzelt – wieder auf seine Wunschposition auf dem offensiven rechten Flügel beordert worden.

Während Thielmann selbst das Rechtsverteidiger-Experiment vor einigen Monaten für gescheitert erklärt hatte, beurteilte Kwasniok die Leistungen seines neuen Schützlings im Rückblick nun ganz anders. „Er wurde als ungelernter Rechtsverteidiger deutlich zu kritisch gesehen. Ich hätte so einen rechten Außenverteidiger bei mir in der Viererkette gerne gehabt“, stellte der 44-Jährige in Bad Waltersdorf klar.

Er hat das als ungelernter Rechtsverteidiger in der 2. Liga absolut top gemacht.

Lukas KWasniok über Thielmann

Kwasniok wollte „einfach nur klarstellen: Es war nicht richtig, ihm zu sagen, dass er eine falsche Besetzung auf der Außenverteidiger-Position war. Er hat das als ungelernter Rechtsverteidiger in der 2. Liga absolut top gemacht.“ Der FC-Trainer betonte: „Das zeigen alle Daten. Ich finde das immer ein bisschen schade, dass man sich einen so rauspickt. Es war aus meiner Sicht ein systematisches Thema und nicht ein individualtaktisches.“ Sein Fazit: „Jan ist einfach ein guter Spieler – auf allen Positionen. Trotzdem plane ich ihn vorne ein.“

Gespräche mit Thielmann laufen

Und Kwasniok würde Thielmann, der noch bis zum 30. Juni 2026 an den FC gebunden ist, gerne langfristig einplanen. Die Gespräche über eine vorzeitige Vertragsverlängerung laufen, wie Thomas Kessler gegenüber dem GEISSBLOG bestätigte. Einen neuen Stand konnte der Sportdirektor zwar noch nicht vermelden, doch neben Eric Martel ist Thielmann für ihn wohl die wichtigste Personalie des Sommers, was den bestehenden Kader betrifft. Geht es nach den Verantwortlichen, sollen die beiden Teilnehmer der U21-EM noch viele weitere Jahre gemeinsam für den FC auflaufen.

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