Trotz Verletzung: Verändert dieser Spieler die Transfer-Pläne des FC?

Youssoupha Niang im Zweikampf mit Leart Pacarada. (Foto: GEISSBLOG)
Youssoupha Niang im Zweikampf mit Leart Pacarada. (Foto: GEISSBLOG)

Der 1. FC Köln ist mit drei Youngsters ins Trainingslager gereist. Einer davon konnte bereits nachhaltig auf sich aufmerksam machen – und damit womöglich auch die Transfer-Pläne beeinflussen.

Aus dem Trainingslager in Bad Waltersdorf berichten Sonja Gauer, Martin Zenge und Marc L. Merten

Mit Damion Downs und Tim Lemperle hat der 1. FC Köln in diesem Sommer seine beiden erfolgreichsten Angreifer der vergangenen Saison verloren. Mit Ragnar Ache haben die Geißböcke derweil einen der Top-Torjäger des letzten Zweitliga-Jahres verpflichten können. Nichtsdestotrotz könnte der FC noch einen weiteren Stürmer für die anstehende Bundesliga-Saison einzuholen.

„Wir schauen und natürlich den Markt an. Es kann durchaus sein, dass wir die Qualität und den Konkurrenzkampf in der Sturmspitze noch einmal erhöhen werden“, bestätigte Thomas Kessler im Interview mit dem GEISSBLOG. Allerdings: In den ersten Wochen der Sommer-Vorbereitung konnte ein Youngster aus dem Nachwuchs nachdrücklich Eindruck bei den Verantwortlichen hinterlassen.

Noch ein neuer Stürmer? Kessler nennt auf Niang

Auf die Frage, ob der FC noch nach einem weiteren Stürmer fahndet, verwies der Sportdirektor nämlich auch auf die positiven Eindrücke von Youssoupha Niang. Der Angreifer, der mit neun Toren in 18 Spielen maßgeblichen Anteil daran hatte, dass die U19 im Mai den Deutschen Meistertitel feiern konnte, absolviert derzeit seine erste Vorbereitung mit den Profis.

Dabei hatte der 19-Jährige ursprünglich derart auf sich aufmerksam machen können, dass er bis zum Ende in Bad Waltersdorf hätte dabei bleiben sollen. Am Donnerstag musste der Angreifer jedoch mit Schulterbeschwerden passen, sodass er mit dem verletzten Julian Pauli doch vorzeitig nach Köln zurückflog, um sie weitreichenderen Untersuchungen zu unterziehen.

Youssoupha Niang im Trainingslager des 1. FC Köln. (Foto: GEISSBLOG)
Youssoupha Niang im Trainingslager des 1. FC Köln. (Foto: GEISSBLOG)

Bis zu seiner Verletzung habe Niang dabei „eine erste Durftmarke setzen“ können, wie Kessler erklärte. „Sowohl im Training als auch in den Testspielen hat er gut gefallen.“ Um nachhaltig in der Bundesliga anzukommen, das machte Kessler auch deutlich, benötige er allerdings noch Zeit. „Natürlich gibt es noch viel Luft nach oben, was in seinem Alter völlig normal ist.“

Kwasniok schätzt Athletik des Spieler

Auch Trainer Lukas Kwasniok ist insbesondere von den physischen Voraussetzungen des Stürmers angetan, sieht auf dem Platz praktisch keinen Unterschied zu den gestandenen Profis. „Niang ist ein Spieler mit viel Tempo und Tiefgang, der in der Box ein gutes Näschen zeigt und über tolle Voraussetzungen verfügt“, erklärte Kessler die Stärken des Eigengewächses, das 2019 vom Bonner SC ans Geißbockheim gewechselt war.

Nicht auszuschließen also, dass Niang der nächste Spieler aus der FC-Akadamie sein wird, der sein Debüt bei den Profis in der Bundesliga feiern darf. In der abgelaufenen Spielzeit hatten acht Spieler aus dem eigenen Nachwuchs ihr erstes Spiel für den FC in der 2. Liga absolviert.

Kessler: „Letztlich liegt es am Spieler“

Ob das allerdings bereits zum Saisonstart der Fall sein wird, bleibt zunächst – nicht nur aufgrund seiner derzeitigen Schulterprobleme – abzuwarten. Wahrscheinlicher ist, dass Niang erst einmal Spielpraxis in der Regionalliga sammeln wird. Bislang hat der Stürmer noch kein einziges Pflichtspiel im Herrenbereich absolviert. „Wir werden ihn auf diesem Weg bestmöglich begleiten und sind überzeugt, dass ihm viel Spielzeit in der U21 helfen wird, sich weiterzuentwickeln“, sagte Kessler.

Allerdings ist auch der Sportchef davon überzeugt, dass Niang „alle nötigen Qualitäten“ mitbringt, um es perspektivisch zu den Profis zu schaffen. „Letztlich liegt es am Spieler, wie schnell und wie weit seine Entwicklung voranschreiten wird.“ Sollte Youssoupha Niang in den nächsten Wochen jedoch schnell wieder fit werden und weiterhin überzeugen, könnte er zu einer echten Alternative im Sturm sowie der rechten Außenbahn werden. Das wiederum hätte dann auch einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Transfer-Pläne von Thomas Kessler und dem 1. FC Köln.

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