Alles spricht über Eric Martel. Der U21-Nationalspieler des 1. FC Köln steht nur noch bis 2026 unter Vertrag und könnte den Verein verlassen. Doch elf weitere Spieler sind nur noch ein Jahr an den FC gebunden.
Eric Martel soll beim 1. FC Köln verlängern. Das ist der Wunsch der Verantwortlichen. Gelingt dies, wäre der 23-Jährige als zentrale Säule in der Kaderplanung der Geißböcke gesetzt. Das gilt auch für einen anderen Spieler beim FC, dessen Kontrakt im Sommer 2026 ausläuft, über dessen Zukunft aber weit weniger spekuliert wird als bei Martel.
Jan Thielmann reiste mit Martel zur U21-Europameisterschaft, stand aber deutlich weniger im Fokus als der Kapitän der deutschen Mannschaft. Beim FC hingegen soll auch Thielmann eine wichtige Rolle für die Zukunft einnehmen. Der 23-Jährige hat ein schweres Jahr hinter sich, wurde lange falsch eingesetzt und will sich nun wieder freischwimmen.
Martel und Thielmann haben höchste Priorität
Der FC will mit Thielmann ebenso verlängern wie mit Martel. Während Martel jedoch über seinen Berater Michael Reschke öffentlich mit einem Abschied kokettieren lässt, hält sich Thielmann komplett aus allem raus. Der Außenbahnspieler steht bei keiner großen Berater-Agentur unter Vertrag, sondern klärt vertragliche Dinge mit seiner Familie und einem Rechtsanwalt.
Sportdirektor Thomas Kessler glaubt daher, dass die Chancen auf eine Vertragsverlängerung bei Thielmann größer sind als bei Martel. Auch weil Thielmann noch einmal enger mit dem FC verwurzelt ist als der defensive Mittelfeldspieler. Man ist sich am Geißbockheim allerdings einig, dass dieses Duo von allen Spielern, deren Verträge 2026 auslaufen, die größten Prioritäten genießen muss.
Diese Spieler können (schon jetzt) gehen
Insgesamt zwölf Verträge laufen in einem Jahr aus – die beiden Leihspieler Tom Krauß und Jakub Kaminski nicht eingerechnet. Bei vier Spielern ist schon jetzt klar, dass sie praktisch keine Chance mehr auf einen neuen Vertrag haben: Sargis Adamyan wurde bereits in dieser Woche aussortiert, Florian Dietz und Steffen Tigges dürfen ebenso gehen, und auch bei Jacob Christensen müsste Außergewöhnliches passieren, sollten die Verantwortlichen noch einmal umdenken.
Die einzige weitere Vertragsverlängerung neben Thielmann und Martel, die vom FC angestrebt wird, betrifft Neo Telle. Der Youngster soll bekanntlich langfristig bleiben, aber erst einmal verliehen werden. Darüber hinaus muss sich zeigen, wie es mit den weiteren Spielern voran geht, die nur noch bis zum 30. Juni 2026 gebunden sind.
Zukunft der Routiniers offen
Ex-Kapitän Florian Kainz wird im Herbst 33 Jahre alt, Dominique Heintz ist zehn Monate jünger. Beide verdienten Spieler sind über ihre Rolle auf dem Platz hinaus wichtig für die Mannschaft. Und so wird der FC mit ihnen wohl im Winter erste Gespräche führen und, je nach sportlichem Verlauf, die Zukunft planen.
Anders ist die Lage bei Timo Hübers. Der Kapitän spricht offen über seine Zukunft im Ausland. Eine Verlängerung gilt als unwahrscheinlich, zumal der bald 29-Jährige sportlich nicht unumstritten ist. Gleiches gilt für Leart Pacarada, um den es wegen Gerhard Struber jüngst Gerüchte aus England gab. Der Linksverteidiger hat noch nicht nachgewiesen, dass er in der Bundesliga dauerhaft konstantes Niveau erreichen kann. Womöglich ist diese Saison sein letzte Chance beim FC.
2027 kein so großes Problem wie 2026
Und dann wäre da noch der größte Pechvogel der letzten anderthalb Jahre: Luca Kilian. Lukas Kwasniok hat intern bereits klargestellt, dass er den Innenverteidiger aktuell noch nicht einplanen kann. Zwei Kreuzbandrisse in nur einem Jahr machen es unmöglich vorherzusehen, wie sich der bald 26-Jährige zurückkämpfen wird. Der FC unterstützt den robusten Defensivmann in der Reha. Doch letztlich werden erst die kommenden Monate Aufschluss darüber geben, wie es mit Kilian weitergeht.
Martel, Thielmann und Telle sind daher aktuell die einzigen Spieler, mit denen der FC frühzeitig verlängern will. Die Zukunft der anderen neun Profis bleibt zunächst offen. Immerhin: Ein Jahr später wird den FC ein ähnliches Szenario mit so vielen zu klärenden Personalien nicht treffen. 2027 laufen nur fünf Verträge aus (Schwäbe, Zieler, Köbbing, Waldschmidt, Pauli). Insbesondere mit Julian Pauli will der FC deutlich früher sprechen, um ein Szenario wie bei Martel und Thielmann zu vermeiden.








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