„Als er reinkam, hat sich unser Spiel verändert“: Torschütze adelt „Biest“

Ragnar Ache und Isak Johannesson nach dem Spiel gegen Regensburg. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)
Ragnar Ache und Isak Johannesson nach dem Spiel gegen Regensburg. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)

Lukas Kwasniok hat am Sonntag mit Ragnar Ache den Sieg für den 1. FC Köln eingewechselt. Zwar hat der Stürmer kein Tor erzielt, war jedoch maßgeblich am späten Sieg seiner Mannschaft beteiligt gewesen.

Aus dem Jahnstadion berichtet Sonja Gauer

Bis zur 75. Minute hatte sich Ragnar Ache am Sonntag in Regensburg gedulden müssen. Der bullige Mittelstürmer war genau wie Florian Kainz und Said El Mala erst eine Viertelstunde vor dem Ende der regulären Spielzeit beim Stand von 0:1 eingewechselt worden. Mit dem Trio war dann merklich Schwung in die Kölner Offensivbemühungen gekommen. Hatte es zuvor lediglich zaghafte Abschlüsse und Halb-Chancen gegeben, brachte sich der FC in der Schlussphase selbst näher an den Ausgleich.

Insbesondere El Mala brach immer wieder über die linke Seite durch und sorgte für den an diesem Nachmittag bis dato oftmals fehlenden Überraschungsmoment. Für die Wende war am Ende jedoch Ache verantwortlich gewesen. „Als Ragnar reinkam, hat sich unser Spiel verändern. Er ist ein Biest in der Box“, adelte Isak Johannesson den Stürmer, von dem er in der in der achten Minute der Nachspielzeit die Kopfball-Vorlage zum 2:1-Siegtreffer bekommen hatte.

Kwasniok lässt Waldschmidt den Vorzug

Doch nicht nur das: Keine 100 Sekunden zuvor hatte Ache bereits den Ausgleich von Eric Martel per Kopf vorbereitet, nachdem er eine Johannesson-Flanke mit dem Rücken zum Tor auf den eingerückten Sechser abgelegte. „Er hat die zwei Assists sehr gut gemacht“, lobte der Isländer seinen neuen Teamkollegen.

Zu Spielbeginn hatte sich Lukas Kwasniok für Luca Waldschmidt als Stürmer entschieden. Damit hatte sich Trainer gegen den tiefstehenden Drittligisten für die vermeintlich spielerische Variante entschieden. Waldschmidt musste sich jedoch immer wieder bis in die eigene Hälfte fallen lassen, um überhaupt in Ballnähe zu kommen. Erst mit den Wechseln entwickelte der FC dann mehr Durchschlagskraft nach vorne.

Mit Ache kommen die Flanken

Johannesson habe den Außenbahnspielern dabei das Signal gegeben, mehr Flanken in die Box zu schlagen. „Wir haben zuvor nicht so viele Flanken reingebracht, weil Ragnar nicht im Strafraum war. In den letzten fünf bis zehn Minuten haben wir dann versucht, zwischen die Linien zu kommen. Das konnten wir dann mit Flanken auf Ragnar machen“, erklärte der Isländer, der neben Martel im zentralen Mittelfeld immer wieder seine Teamkollegen dirigiert hatte.

Zum Man of the Match avancierte am Sonntagnachmittag nach dem Last-Minute-Sieg offiziell allerdings dann weder Ache noch Johannesson: Die kleine Trophäe des DFB durfte am Ende Eric Martel mit nach Hause nehmen. Die beiden Neuzugänge werden angesichts des Einzuges in die zweite Runde wohl damit leben können.

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