Dieser Sonntagnachmittag wird Ron-Robert Zieler in Erinnerung bleiben. Der zum 1. FC Köln zurückgekehrte Torhüter führte die Geißböcke als Kapitän an und darf sich nach dem 2:1-Erfolg beim SSV Jahn Regensburg auf mindestens einen weiteren Pokaleinsatz freuen.
Ron-Robert Zieler hat in seiner Karriere schon so einiges gesehen. In der dramatischen Nachspielzeit in Regensburg, als sein 1. FC Köln einen 0:1-Rückstand noch in einen 2:1-Sieg verwandelte, gab es aber auch für den 36-jährigen Weltmeister kein Halten mehr. Zieler legte einen Sprint über das gesamte Feld hin, um in den kölschen Jubelpulk vor dem Gästeblock einzutauchen.
„So etwas mache ich normalerweise nicht oft“, schmunzelte der Torhüter nach Abpfiff, „aber an so einem Pokaltag wie heute, mit so einem emotionalen Ende, hat es mich auch gepackt und ich habe es geschafft, die 100 Meter nach vorne zu sprinten, um gemeinsam mit den Jungs zu feiern.“
Fünf Jahre nach Debüt: Zweites Profispiel für den FC
Der von Lukas Kwasniok zum Pokaltorhüter ernannte Zieler bestritt am Sonntagnachmittag sein zweites Pflichtspiel für die Geißböcke. Das erste liegt beinahe fünf Jahre zurück, im November 2020 war der damals von Hannover 96 ausgeliehene Keeper bei einer Bundesliga-Partie in Bremen (1:1) für den verletzten Timo Horn eingewechselt worden.
In Regensburg stand Zieler, als gebürtiger Kölner einst im FC-Nachwuchs ausgebildet, erstmals von Beginn an für die Geißböcke zwischen den Pfosten. Obendrein führte er den FC aufs Feld, da der Routinier nicht nur im Tor der Stellvertreter von Nummer eins Marvin Schwäbe ist, sondern auch beim Kapitänsamt.
Ich habe in meiner Karriere schon sehr, sehr viel erlebt, aber für meinen Heimatverein mit der Kapitänsbinde auflaufen zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes.
Ron-Robert Zieler
„Ich habe in meiner Karriere schon sehr, sehr viel erlebt“, sagte Zieler nach dem Einzug in die zweite Runde und schwärmte: „Aber für meinen Heimatverein mit der Kapitänsbinde auflaufen zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes und wird mir immer in guter Erinnerung bleiben. Es war ein besonderer Moment für mich persönlich.“
Mindestens ein weiteres Spiel für Zieler
Und es wird nicht der letzte besondere Moment bleiben. Durch die späte Ekstase in Regensburg entging Zieler dem Schicksal, das Timo Horn in der Saison 2022/23 ereilt hatte. Nachdem Marvin Schwäbe ihn als Nummer eins abgelöst hatte, durfte Horn im DFB-Pokal ran – und schied mit den Geißböcken in Runde eins aus. In Regensburg. Die Pleite nach Elfmeterschießen blieb sein letztes Pflichtspiel für den FC.
Zieler darf sich auf mindestens eine weitere Pokalpartie freuen, wenngleich er diesen Umstand am Sonntag nicht in den Mittelpunkt stellen wollte. „Der Team-Gedanke zählt, es ist für alle schön, eine Runde weiterzukommen – für mich persönlich natürlich auch.“ Sein Job als Pokaltorhüter ist noch nicht erledigt.








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