„Das gibt’s nicht mal bei Bayern“: Tür für Kwasniok-Wunschspieler nicht zu

Lukas Kwasniok hofft noch auf weitere Neuzugänge. (Foto: Bucco)
Lukas Kwasniok hofft noch auf weitere Neuzugänge. (Foto: Bucco)

Bislang darf er den SC Paderborn nicht verlassen, doch unverkäuflich ist Raphael Obermair offenbar nicht. Sportchef Sebastian Lange lässt die Tür für einen Transfer zum 1. FC Köln offen.

Nachdem er das Interesse des 1. FC Köln öffentlich bekundet hatte, schlug Lukas Kwasniok am Rande der Generalprobe gegen Atalanta Bergamo (4:0) vor: „Jetzt kann man mal den Rapha fragen, wie er die Situation sieht.“ Paderborner Medienvertreter taten das nach dem 1:1 bei Preußen Münster, erhielten aber nur folgende Antwort: „Dazu sage ich nichts.“

Die Lage dürfte dennoch eindeutig sein: Der FC will Obermair, Obermair will zum FC. „Zwei Parteien sind sich einig“, bestätigte Kwasniok am Samstag bei MagentaSport und intensivierte das Werben um seinen ehemaligen Paderborner Kapitän noch einmal: „Hoffentlich bekommt er die Möglichkeit. Das Heft des Handelns liegt beim SC Paderborn.“

Obermair nicht unverkäuflich

Laut dem dortigen Sport-Geschäftsführer Sebastian Lange liegt dem SCP derzeit kein Kölner Angebot vor – womöglich fehlt für eine konkrete Offerte noch die Verhandlungsgrundlage, da die Ostwestfalen Obermair aktuell nicht abgeben wollen.

Gegenüber dem Westfalen-Blatt erklärte Lange aber auch, dass er keinen Spieler als „unverkäuflich“ betiteln würde. „Unverkäuflich? Das gibt es nicht einmal bei Bayern München. Im Fußball kann man nie etwas ausschließen.“

Das ist ein 29-jähriger Spieler, der in den vergangenen drei Jahren einer der besten Spieler in Paderborn war – bei einem Sprungbrett-Verein, wie man sich genannt hat.

Lukas Kwasniok

Momentan ist es neben dem sportlichen Wert („Rapha ist auf der Position einer der besten Spieler der Liga, er ist ein elementarer Baustein“) auch die Personalsituation, die einen Abgang aus Paderborner Sicht unmöglich macht. „Durch die Ausfälle von Anton Bäuerle und Ruben Müller haben wir nur Laurin Curda und Raphael Obermair auf den defensiven Außenbahnen“, so Lange, der vor einem Obermair-Wechsel zunächst einen Nachfolger verpflichten müsste.

Vertrag bis 2027 ohne Ausstiegsklausel

Grundsätzlich würde es der Paderborner Philosophie widerstreben, dem flexiblen Flügelspieler den persönlichen Aufstieg in die Bundesliga zu verbauen. „Das ist ein 29-jähriger Spieler, der in den vergangenen drei Jahren einer der besten Spieler in Paderborn war – bei einem Sprungbrett-Verein, wie man sich genannt hat“, merkte Kwasniok zuletzt an.

Jeder Spieler, der bei uns ist, soll nach mehr streben.

Paderborns Sportchef Sebastian Lange

Auch Lange, der erst nach Kwasnioks Amtszeit installiert wurde, meint: „Jeder Spieler, der bei uns ist, soll nach mehr streben. Darauf baut das Ganze bei uns auf.“ Doch offenbar gibt es auch Grenzen. An Paderborn gebunden ist Obermair noch bis 2027, erst im Februar hatte er ohne Ausstiegsklausel verlängert.

Ein Transfer nach Köln wäre für den Außenverteidiger bereits der dritte Wechsel zu Kwasniok. 2019 hatte der Trainer ihn von Sturm Graz in die 3. Liga zu Carl Zeiss geholt, 2022 dann aus Magdeburg nach Paderborn. Fortsetzung folgt – womöglich.

Köhn nicht im Galatasaray-Kader

Mit einer Verpflichtung von Obermair hätte sich das Interesse an Galatasarays Derrick Köhn wohl erledigt. Wenngleich der Linksverteidiger, der in der vergangenen Saison an Werder Bremen verliehen war, zum Auftakt der Süper Lig am Freitag im Kader des türkischen Meisters fehlte.

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