„Das war Sinn und Zweck“: Kwasnioks Plan geht spät auf

Said El Mala gegen Jahn Regensburg. (Foto: IMAGO / Zink)
Said El Mala gegen Jahn Regensburg. (Foto: IMAGO / Zink)

Die Joker haben für den 1. FC Köln im DFB-Pokal gegen Jahn Regensburg den Unterschied gemacht. Trainer Lukas Kwasniok erklärte nach dem späten Sieg die Ideen hinter seinen Wechseln.

Said El Mala wurde von den FC-Fans am Sonntag zum Spieler des Spiels gewählt. Der Youngster war in der 75. Minute eingewechselt worden und hatte dabei sein Pflichtspiel-Debüt für den 1. FC Köln gefeiert. Dabei gab der Linksaußen in der Schlussphase drei Torschüsse ab – und damit mehr als jeder andere FC-Profi an diesem Tag auf dem Feld.

Auch wenn dem 18-Jährigen bei weitem nicht alles glücken wollte, sorgte El Mala mit seiner Unbekümmertheit in den Dribblings immer wieder für einen Überraschungsmoment in der Kölner Offensive. Doch auch die anderen Joker hatten am Ende maßgeblichen Anteil daran, dass der FC die Partie noch drehen konnte. Ragnar Ache, wie El Mala in der 75. Minute eingewechselte, bereitete beispielsweise beide Treffer zum 2:1-Sieg vor.

Kwasniok: Darum hat der FC das Spiel gewonnen

„Wir haben heute gewonnen, weil die Kaderbreite entscheidend war“, sagte Trainer Lukas Kwasniok nach dem Spiel. Und weiter: „Ich konnte in der Offensive mit unterschiedlichen Spielertypen nachlegen. Das war Sinn und Zweck der Kaderzusammenstellung, dass wir auf unterschiedliche Facetten des Spiels reagieren können.“ Mit El Mala habe er dabei „einen Dribbler“ gebracht, mit Kainz einen „kreativen Geist“, mit Thielmann „Emotionalität und Tiefgang“ und mit Ache einen „klassischen Kopfball-Zielspieler“.

Kwasniok hatte dabei ursprünglich bereits überlegt, in der Halbzeitpause die ersten Wechsel zu vollziehen, nachdem im ersten Durchgang offensiv nur wenig zusammengelaufen war und sich die Mannschaft keine nennenswerten Torchancen erspielen konnten. Am Ende gab der Trainer seiner Startelf jedoch noch einmal die Gelegenheit, es in der zweiten Hälfte selbst besser zu machen.

Unmittelbar nach dem Gegentreffer brachte Kwasniok dann Jan Thielmann und Kristoffer Lund, wodurch der Trainer gleichzeitig auf Viererkette umstellte. Dabei hätte das Duo bereits kurz zuvor kommen sollen. „Die Wechsel waren zur Trinkpause vorbereitet“, berichtete der 44-Jährige. „Dann haben wir das Gegentor kassiert, da waren die Jungs eigentlich schon so weit. Das 0:1 hatten wir da vorher nicht eingeplant.“ Kwasniok hätte also unabhängig des Gegentores ohnehin nach 65 Minuten von der Dreier- auf die Viererkette gewechselt.

Kwasniok-Plan geht auf, Fragen bleiben

Mit seinen Wechseln, die letztlich auch mitentscheidend für die Wende in Regensburg gewesen waren, bestätigte Kwasniok auch, was er schon während der Vorbereitung im GEISSBLOG-Interview erklärt hatte: „Einwechselspieler sind für mich Crunchtime-Spieler. Die meisten Spiele werden hintenraus entschieden – da musst du da sein, da musst du mit allem bereit sein.“

Gegen den SSV Jahn ist dieser Kwasniok-Plan aufgegangen. „Deswegen ist manchmal schön, Trainer vom FC sein zu dürfen, weil du dann die Qual der Wahl hast“, freute sich der Coach. Die Frage, warum bis zu den Wechseln allerdings nur wenig beim FC zusammenlief, wird er in den kommenden Tagen bis zum Bundesliga-Start aber dennoch für sich und seine Mannschaft beantworten müssen.

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