„Keine Wunderdinge“: Kwasniok bremst Erwartungen an Top-Transfer

Rav van den Berg ist beim 1. FC Köln erst am Donnerstag ins Mannschaftstraining eingestiegen. (Foto: Bucco)
Rav van den Berg ist beim 1. FC Köln erst am Donnerstag ins Mannschaftstraining eingestiegen. (Foto: Bucco)

Die beiden Innenverteidiger Rav van den Berg und Cenk Özkacar sind erst in der letzten Vorbereitungswoche zum 1. FC Köln gestoßen. Warum Lukas Kwasniok die Erwartungen an den Niederländer bremst und dem Türken direkt die Startelf in Aussicht stellt.

Es ist lange her, dass der 1. FC Köln derart viel Geld für einen Spieler ausgegeben hat. Mit fixen acht Millionen Euro und inklusive Boni sogar bis zu zehn Millionen Euro ist Rav van den Berg der teuerste FC-Einkauf seit Sebastiaan Bornauw, der 2019 für 8,25 Millionen Euro vom RSC Anderlecht kam.

Allerdings war van den Berg auch der letzte der, zählt man Said El Mala hinzu, bislang elf Kölner Neuzugänge. Vor dem Pokal-Auftakt in Regensburg bremst Lukas Kwasniok daher die Erwartungen an den Top-Transfer.

In der Länderspielpause bei 100 Prozent

„Ich möchte an alle Menschen, die es gut mit dem FC meinen, den Hinweis geben“, so der Kölner Chefcoach, „dass Rav van den Berg in den vergangenen drei Wochen nur individuell trainiert hat und nicht mehr zum Mannschaftstraining zugelassen war.“ Aufgrund seiner lange Zeit ungeklärten Situation hatte Middlesbrough-Trainer Rob Edwards den Niederländer auch nicht für die ersten Pflichtspiele nominiert.

Kwasniok plädiert daher: „Wir sollten keine Wunderdinge erwarten – weder von ihm, noch von uns. Es gilt, ihn verantwortungsvoll dorthin zu bringen, wo wir ihn haben wollen.“ Die Prognose des FC-Trainers: „Das wird eher in Richtung Länderspielpause sein, dass er bei 100 Prozent sein kann.“ Die erste Pause wartet Anfang September, nach den ersten beiden Bundesliga-Partien in Mainz und gegen Freiburg.

Wir gucken, dass wir beide – je nachdem, wie sie das Training verkraften – auf jeden Fall im Kader haben.

Lukas Kwasniok über van den Berg und Özkacar

Was allerdings nicht heißt, dass van den Berg bis dahin nicht für den FC zum Einsatz kommen wird. Genau wie Cenk Özkacar, der am Mittwoch und somit einen Tag früher als van den Berg ins Training eingestiegen ist, soll der 21-Jährige am Samstag mit nach Regensburg reisen. „Wir gucken, dass wir beide – je nachdem, wie sie das Training verkraften – auf jeden Fall im Kader haben, um dann zu schauen, ob sie Minuten bekommen. Eventuell sogar von Anfang an, aber das eher bei Cenk.“

Özkacar direkt in der Startelf?

Özkacar darf sich also direkt Hoffnungen auf einen Platz in der Startelf machen, denn: „Bei Cenk sieht es etwas anders aus“, zieht Kwasniok den Vergleich zu van den Berg: „Er hat in den vergangenen Wochen zwar keine Testspiele bestritten, aber er war Teil des Mannschaftstrainings. Daher ist er ein Stück weiter.“ Der vom FC Valencia ausgeliehene Özkacar, der eine Option für die linke Position in der Dreierkette ist, war bei den Spaniern bis zuletzt voll integriert.

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