Millionen-Sorgenkind: „Werden sehen, ob sich was für ihn verändert“

Rav van den Berg hat es beim FC aktuell nicht leicht. (Foto: Bucco)
Rav van den Berg hat es beim FC aktuell nicht leicht. (Foto: Bucco)

Rav van den Berg hat beim 1. FC Köln zu kämpfen. Die Worte von Trainer René Wagner vor dem Auswärtsspiel beim Hamburger SV lassen nicht auf schnelle Besserung hoffen.

Es sollte seine Chance werden, nach einem schwierigen ersten Jahr beim 1. FC Köln durchzustarten. René Wagner hatte Rav van den Berg zum Ende der vergangenen Saison eine Ansage gemacht. „Es geht für ihn darum, im Sommer gut zu arbeiten, wiederzukommen und um seine Position zu kämpfen“, hatte der FC-Trainer im Mai erklärt.

Vier Monate später hat sich van den Bergs Lage beim FC nicht verbessert. Im Gegenteil. Der 22-Jährige stand zuletzt nicht einmal mehr im Kader, hat in dieser Saison bislang keine einzige Minute gespielt. Van den Berg ist eindeutig einer der großen Verlierer des Sommers. Und Wagners Worte lassen nicht darauf schließen, dass sich dies bald ändern wird.

Schmied ist die klare Nummer drei

„Wir haben alle Spiele in einer Viererkette bestritten, das macht es für die Innenverteidiger ein bisschen schwerer“, sagte Wagner und verwies darauf, dass eine Dreierkette einen Platz mehr in der Startelf bereithalten würde. „Rav ist ein junger Spieler, der letztes Jahr zu uns kam und natürlich Anpassungsphasen hatte. Aktuell haben wir uns für Locho und Jahmai entschieden. Dann geht es um Trainingsleistungen.“

Und dann kamen Sätze, die man auch im Mai schon so von Wagner gehört hatte: „Rav weiß, woran er arbeiten soll. Da ist er auch dran. Man kann ihm nicht vorwerfen, dass er im Training nachlässt oder nicht an den Themen arbeiten würde. Am Ende sind wir im Profisport, müssen den bestmöglichen Kader auswählen. Wir sind in einer Situation, wo wir mit Joel Schmied den dritten Innenverteidiger mit im Kader und dann gucken müssen, wie sich die anderen Positionen aufbauen, doppelt besetzen und wechseln.“

Für Rav hat es am letzten Spieltag nicht gereicht, und es wird immer wieder Situationen geben, wo er nicht im Kader stehen wird

René Wagner

Dann kam aber der Hammer für van den Berg: „Für Rav hat es am letzten Spieltag nicht gereicht, und es wird immer wieder Situationen geben, wo er nicht im Kader stehen wird. Es geht für ihn darum, weiter zu arbeiten und dran zu bleiben.“ Wenig Hoffnung also für van den Berg, dass er zeitnah in die Nähe der Startelf-Plätze kommt. Viel mehr könnte es im Winter auf eine Veränderung hinauslaufen, damit der 22-Jährige zu Spielzeit kommt, sollte es beim FC nicht reichen.

Denn klar ist: Der FC hat 2025 acht Millionen Euro investiert und kann es sich nicht leisten, den Marktwert des niederländischen U21-Nationalspielers zu verlieren. Heißt: Van den Berg muss schuften, um wieder den Anschluss zu finden – oder über eine Leihe nachdenken. „Die Saison ist lang, wir haben der Mannschaft gesagt, dass jeder Spieler wichtig werden wird, auch wenn es aktuell anders aussieht“, sagte Wagner. „Rav weiß, dass er jederzeit zu uns kommen kann. Er kennt seine Themen und ist täglich dabei, besser zu werden. Dann werden wir in den nächsten Wochen und Monaten sehen, ob sich was für ihn verändert.“

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