Noch vier Tage: Für den FC endet die Transferphase nicht am 1. September

Thomas Kessler und René Wagner. (Foto: Bucco)
Thomas Kessler und René Wagner. (Foto: Bucco)

Am Montag schließt in Deutschland das Transferfenster. Der 1. FC Köln will bis dahin noch einen Deal unter Dach und Fach bringen. Im Fokus stehen aber die Abgänge.

Der 1. FC Köln arbeitet nach dem Abgang von Leart Pacarada zum 1. FC Heidenheim mit Hochdruck an der Verpflichtung von Raphael Obermair. Der positionsvariable Kapitän des SC Paderborn ist der letzte Wunschtransfer von Trainer Lukas Kwasniok für diesen Sommer. Sportdirektor Thomas Kessler verhandelt mit den Ostwestfalen, viel Zeit bleibt aber nicht mehr.

Am Montag schließt das Transferfenster in Deutschland. Danach können die Clubs keine Neuzugänge mehr präsentieren, abgesehen von vertragslosen Spieler. Der Kölner Kader wurde bereits runderneuert, Obermair wäre die einzige Personalie, die noch hinzukommen könnte. Ausgenommen der Fall eines unmoralischen Angebots für einen Kölner Leistungsträger.

Trainingskader wurde verkleinert

Dies jedoch zeichnet sich aktuell nicht ab, zumindest nicht bei jenen Spielern, die die Geißböcke behalten wollen. Dagegen können bekanntlich insbesondere Imad Rondic, Jacob Christensen und Sargis Adamyan gehen. Zudem sollen Julian Pauli (Leihe steht bevor), Emin Kujovic (hat noch keinen Verein gefunden) und Neo Telle (müsste zunächst seinen Vertrag verlängern) verliehen werden.

Kwasniok wünscht sich einen Trainingskader von 22 Feldspielern. Diesen hat er inzwischen zur Verfügung – die aussortierten Spieler nicht mitgezählt. Alle Positionen sind mehr oder weniger doppelt besetzt. Sollte Obermair hinzukommen, wäre auch links hinten die Schiene wieder abgesichert. Gerüchte um einen weiteren Stürmer hielten sich zuletzt zwar, doch Kwasniok will im Sturmzentrum auf Ragnar Ache und Marius Bülter sowie auf Luca Waldschmidt als weitere Alternative vertrauen.

Was passiert mit Julian Pauli?

Wichtiger ist für den FC die Abgabeseite. Nachdem Florian Dietz und Leart Pacarada verkauft werden konnten, sollen noch weitere Abgänge folgen. Rondic soll ebenso wie Christensen von der Payroll, doch bei beiden gestaltet sich der Markt schwierig. Auch, weil insbesondere Rondic offenbar hohe Ansprüche an einen anderen Club und die jeweilige Liga hätte. Adamyan lehnte zuletzt aus finanziellen Gründen einen Transfer ab.

Zusätzlich zu den angestrebten Leihgeschäften für die Talente also noch viel Arbeit für Kessler, der darüber hinaus zuletzt nicht mehr davon ausging, dass ein Leistungsträger wie Eric Martel oder ein unzufriedener Spieler wie Denis Huseinbasic oder Jusuf Gazibegovic noch vor Ablauf der Transferperiode auf einen Wechsel drängen könnten. Sollte es dabei bleiben, richten sich die Augen beim FC nur noch auf die Abgänge.

Noch zwei Wochen mehr Zeit für Abgänge

Und diese haben dann doch noch mehr Zeit als nur bis Montag – zumindest ist es Liga-abhängig. Die großen Ligen schließen ihre Pforten zwar alle am 1. September. In Österreich beispielsweise können die Vereine dagegen noch bis zum 5. September Spieler verpflichten, in Belgien und Polen bis zum 8. September und in der Schweiz bis zum 9. September. Die Türkei und Griechenland lassen ihren Club bis zum 12. September Zeit. Und so ist die Transferphase für den FC längst noch nicht am nächsten Montag beendet.

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