Wie einst unter Baumgart: Kwasnioks besonderer Erfolg zum Saisonstart

Lukas Kwasniok bejubelt den Sieg in Mainz. (Foto: IMAGO / Revierfoto)
Lukas Kwasniok bejubelt den Sieg in Mainz. (Foto: IMAGO / Revierfoto)

Der 1. FC Köln erlebt den perfekten Saisonstart. Wenn auch nicht spielerisch, so schafft der FC unter Lukas Kwasniok dennoch eine wichtige Grundlage für die neue Saison – und erinnert damit an die erste Spielzeit unter Steffen Baumgart.

Als Steffen Baumgart vor vier Jahren den 1. FC Köln übernahm, taumelte dieser gerade aus der Relegation. Die Qualität im Kader war zwar vorhanden, doch hatte niemand sie in den Vorjahren wecken können. Baumgart kam und führte die Geißböcke sofort nach Europa.

Vier Jahre später ist die Situation zwar eine gänzlich andere. Der FC-Kader wurde nach dem Aufstieg generalüberholt – am Sonntag in Mainz waren sechs von elf Startelf-Spielern Neuzugänge, insgesamt elf von 20 Profis im Kader neu. Dazu ein neues Trainerteam: Der FC hat ein gänzlich neues Gesicht bekommen.

Baumgarts Auftaktsiege als Grundlage

Und dennoch gab es Parallelen zum Saisonstart unter Baumgart: Im DFB-Pokal hatte der FC 2021 bei Carl-Zeiss Jena ins Elfmeterschießen gehen müssen, um die erste Runde zu überstehen. Vier Jahre später quälten sich die Geißböcke in Regensburg zu einem Last-Minute-Sieg. Dieser war jedoch so emotional, dass es eine Woche später in Mainz ebenso zu einem Last-Minute-Sieg reichte.

Baumgart hatte es da am ersten Spieltag 2021/22 vermeintlich leichter getroffen. Das Heimspiel gegen Hertha BSC gewann der FC nach Rückstand mit 3:1. Später erklärte Baumgart, dass dieser Saisonstart dabei geholfen habe, einer verunsicherten Mannschaft den Glauben an die eigene Stärke zu verleihen, um eine erfolgreiche Saison spielen zu können. Das Ergebnis ist bekannt: Damals beendete der FC die Spielzeit auf Rang sieben.

Kwasnioks Auftaktsiege als Hoffnungsschimmer

Unter Kwasniok heißt das Saisonziel zwar einzig und alleine Klassenerhalt. Alles andere wäre vermessen. Auch weil der Kader gänzlich anders zusammengestellt ist als 2021. Jedoch weiß auch Kwasniok bereits, dass diese beiden Erfolge gegen Regensburg und Mainz den Spielern eine erste Bestätigung gegeben haben, dass es in dieser Saison etwas werden kann mit guten Ergebnissen und einem positiven Verlauf.

Zumal Kwasniok etwas geschafft hat, das in den letzten 20 Jahren nur drei anderen Trainern gelungen war: ein Sieg direkt im ersten Ligaspiel. Nur Baumgart, Markus Anfang und Frank Schaefer bei dessen erster 24-Spiele-Ära 2010/11 in der Bundesliga konnten jeweils ihr erstes Ligaspiel siegreich bestreiten. Alle anderen FC-Trainer (kurzfristige Interimstrainer ausgenommen) konnten ihren ersten Auftritt in der Bundesliga oder 2. Liga mit dem FC nicht gewinnen. Ein gutes Omen sind diese beiden Siege für Kwasniok und die Geißböcke also in jedem Fall.

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