Ordentlich, aber letztlich nicht gut genug: Der 1. FC Köln ist durch die 1:3-Niederlage bei RB Leipzig erstmals in dieser Saison als Verlierer vom Platz gegangen. Die FC-Profis in der Einzelkritik.
Tor & Abwehr
Marvin Schwäbe
Der Kapitän zeigte vor dem 0:1 und dem 1:2 zunächst starke Reflexe, war bei den jeweiligen Nachschüssen aber machtlos (13./44.). Verpasste bei einem Ausflug aus dem Strafraum den Ball, was ohne Konsequenzen blieb (25.). Bei mehreren Leipziger Abschlüssen wirkte Schwäbe ungewohnt unsicher. Seine Parade gegen Diomande, der frei auf ihn zulief, war dann wieder wichtig (59.).
GEISSBLOG-Note: 4,0
Sebastian Sebulonsen
Der Rechtsverteidiger bewies früh sein Tempo gegen Diomande, als er diesen im eigenen Strafraum abfing (6.). Immer wieder griff der aufmerksame Norweger im Sechzehner klärend ein. Dass er beim 1:2 gegen Romulo zu spät kam, konnte man ihm kaum vorwerfen (44.). Seine starke Flanke auf Ache hätte zum 2:3-Anschlusstreffer führen müssen. Mit 71 Prozent gewonnenen Zweikämpfen und 90 Prozent angekommenen Pässen lieferte er zwei Top-Werte ab.
GEISSBLOG-Note: 2,5
Joel Schmied
Der Schweizer war vor dem 1:2 zunächst an Vorbereiter Baumgartner dran, ließ diesen aber doch entwischen. Ansonsten bot Schmied der Leipziger Hochgeschwindigkeits-Offensive stark die Stirn und entschied 67 Prozent seiner Zweikämpfe für sich.
GEISSBLOG-Note: 3,0
Timo Hübers
Hübers ging vor dem 0:1 im Zweikampf mit Ouedraogo zu leicht zu Boden, wodurch der Torschütze ohne Gegenspieler war (13.). Störte dann Baumgartner, der das 1:2 auf dem Fuß hatte, erfolgreich (43.). Zwischendurch streute der Innenverteidiger im Spielaufbau brauchbare Vorstöße ein.
GEISSBLOG-Note: 4,0
Tom Krauß
Der gebürtige Leipziger begann ungewohnterweise als Linksverteidiger. Verteidigte zunächst solide, doch vor dem 1:2 konnte er den viel zu schnellen Bakayoko nicht an der Hereingabe hindern. Wenn man sich die Klasse des Leipzigers anschaut, muss man Krauß wohl ein Kompliment machen, dass nicht noch mehr anbrannte. Im Spiel nach vorne nutzte er seine Freiheiten, trieb mit an – wenn auch letztlich glücklos.
GEISSBLOG-Note: 3,0
Mittelfeld
Eric Martel
Der wie Krauß im RB-Nachwuchs ausgebildete Martel rettete vor dem einschussbereiten Baumgartner (12.) und spielte auf der Gegenseite den Steckpass zum 1:1 auf Thielmann (24.). Bitter: Wie schon in Wolfsburg führte ein Foul von ihm kurz vor dem eigenen Strafraum zu einem Freistoß-Gegentor – Martel legte den kaum zu bändigenden Bakayoko vor Raums 1:3. Nach der Pause schnupperte er mit zwei Fouls an der Gelb-Roten Karte und wurde vorsichtshalber ausgewechselt.
GEISSBLOG-Note: 3,5
Isak Johannesson
Der Isländer kann das Spiel lenken wie womöglich kein zweiter Kölner, das bewies er vor dem 1:1. Johannesson leitete den Ausgleich mit einem tollen Zuspiel auf Vorbereiter Martel ein. Der Ballverteiler und Mittelfeldmotor brachte 87 Prozent seiner Pässe an den Mann und fiel darüber hinaus als fleißiger Arbeiter auf.
GEISSBLOG-Note: 3,0
Jakub Kaminski
Kaminski startete in einer defensiveren Rolle als zuletzt, der Flügelstürmer komplettierte das Dreier-Mittelfeld als linker Achter. Wirklich zur Geltung kam der Pole, der sowohl gegen Freiburg als auch in Wolfsburg getroffen hatte, in dieser Rolle nicht. Offensiver fühlt er sich deutlich wohler.
GEISSBLOG-Note: 4,0
Denis Huseinbasic (ab 59. Minute)
Huseinbasic ersetzte den gefährdeten Martel und spielte kaum einen Fehlpass. Wirkliche Gefahr konnte er aus dem Mittelfeldzentrum heraus aber nicht erzeugen.
GEISSBLOG-Note: 4,0
Linton Maina (ab 59. Minute)
Nach seinem Kader-Aus gegen Wolfsburg hatte sich Maina einiges vorgenommen und brachte nach seiner Einwechslung für Thielmann durchaus Schwung rein. Der Flügelflitzer holte direkt mal einen Eckball heraus (66.) und konnte sich mit seinem Tempo auch im Anschluss mehrfach durchsetzen. Er machte auf der linken Seite richtig Betrieb.
GEISSBLOG-Note: 3,0
Florian Kainz (ab 73. Minute)
Kainz kam als letzter Kölner für Sebulonsen, so stellte Kwasniok den FC in der Schlussphase immer offensiver auf. Eine entscheidende Szene war ihm nicht vergönnt.
GEISSBLOG-Note: keine Note
Angriff
Luca Waldschmidt
Meist auf der rechten Offensivseite, tauschte aber auch mal mit dem zentralen Thielmann. Waldschmidt feuerte nach dem Rückstand den ersten Kölner Schuss ab, wurde allerdings geblockt (20.). Das blieb seine auffälligste Szene, er konnte dem FC-Spiel ansonsten nicht viel geben. Ging mit nur 21 Ballkontakten nach 58 Minuten vom Feld – erstaunlich wenig.
GEISSBLOG-Note: 5,0
Jan Thielmann
Thielmann startete erstmals unter Kwasniok als zentrale Spitze und nutzte in dieser Rolle seine erste Chance zum 1:1 – wohlgemerkt mit seinem schwächeren linken Fuß. Nach dem Steckpass von Kumpel Martel blieb er vor RB-Keeper Gulacsi ganz cool und erzielte den Ausgleich (23.). Arbeitete wie gewohnt auch fleißig nach hinten.
GEISSBLOG-Note: 2,5
Marius Bülter
Der Kölner Top-Scorer war auf der linken Seite viel unterwegs, trat aber nicht entscheidend in Erscheinung. Nach 33 Minuten musste Bülter aufgrund einer Prellung behandelt werden. Zur Pause blieb er mit einem „Eisbein“, wie Kwasniok sagte, in der Kabine.
GEISSBLOG-Note: 4,0
Said El Mala (ab 46. Minute)
El Mala kam für Bülter und damit so früh wie noch nie. Er brauchte etwas Zeit, um sich einzufinden, dann brachte er die Leipziger Defensive mehrfach in Bedrängnis. Zwei seiner vier Dribblings waren erfolgreich, nach einem Eckball wurde er zudem mit einem Schuss im RB-Strafraum geblockt (66.).
GEISSBLOG-Note: 3,0
Ragnar Ache (ab 59. Minute)
Ache hätte kurz nach seiner Einwechslung das 2:3 machen müssen, verfehlte aus wenigen Metern aber das Tor (60.). Anschließend bot sich ihm keine auch nur annähernd so gute Möglichkeit mehr.
GEISSBLOG-Note: 4,5







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