FC will Matchwinner „von der Wolke“ holen – darum musste El Mala raus

Malek El Mala spielte gegen Gladbach nur 45 Minuten. (Foto: GEISSBLOG)
Malek El Mala spielte gegen Gladbach nur 45 Minuten. (Foto: GEISSBLOG)

Sie sind die beiden aktuellen Top-Scorer der U21 des 1. FC Köln: Malek El Mala und Emin Kujovic. Während der Eine am Mittwoch ein Traumtor zum Derbysieg erzielte, musste der Andere zur Pause raus.

Eigentlich sollte Emin Kujovic in dieser Saison überhaupt nicht beim 1. FC Köln zum Einsatz kommen. Der Mittelfeldspieler hatte im Sommer seinen Vertrag mit der klaren Absicht verlängert, über eine Leihe Spielpraxis auf höherem Niveau als der Regionalliga West zu erhalten. Am Ende fand sich jedoch bis zum Ende der Transferperiode kein für alle Seiten geeigneter Leih-Club, sodass der 20-Jährige nun doch vorerst für die U21 der Geißböcke aufläuft.

Dort überzeugt der gebürtige Kölner in seiner dritten Saison im Team von Trainer Evangelos Sbonias als Mittelfeld-Motor und Antreiber. „Er ist extrem gereift und in unserem Spiel ein großer Faktor, vor allem in der Stabilität gegen und mit dem Ball“, lobte Sbonias nach dem 2:1-Derbysieg am Mittwoch gegen Borussia Mönchengladbach.

Sbonias will Kujovic „von der Wolke“ holen

Doch nicht nur das: Im kleinen Derby gegen den Rivalen vom Niederrhein erzielte Kujovic bereits sein drittes Saisontor. Damit ist der Sechser gemeinsam mit Malek El Mala aktuell Topscorer der FC-U21. Der Treffer konnte sich dabei mehr als sehen lassen: Von der linken Eckfahne zirkelte Kujovic den Standard an den Innenpfosten, von wo aus der Ball direkt zum 2:1-Siegtreffer ins Tor sprang.

„Dass er den da oben reinsetzt“, schmunzelte Sbonias wohlwissend, dass man eine direkt verwandelte Ecke nicht alle Tage zu sehen bekommt, „da darf ich morgen gucken, dass er wieder von der Wolke runterkommt, wo er gerade schwebt.“ Schon gegen Bochum hatte Kujovic den 1:0-Siegtreffer erzielt, wenngleich die Aufgabe vom Elfmeterpunkt vergleichsweiser leichter war als von der Eckfahne im Franz-Kremer-Stadion.

El Mala zur Pause ausgewechselt

Ein Spieler, der das Siegtor nur noch von der Ersatzbank aus verfolgen konnte, war Malek El Mala. Der Bruder des Kölner Bundesliga-Profi hatte sich in den vergangenen Wochen auch zunehmend zurecht gefunden und ebenfalls bereits drei Tore erzielt. Gegen Gladbach blieb der 20-Jährige jedoch weitestgehend unauffällig, eine Chance unter Bedrängnis setzte der Stürmer knapp neben den Pfosten.

Dass El Mala zur Pause unter den Augen seiner gesamten Familie rausmusste, war dabei abgesprochen gewesen. „Wir müssen gucken: Woher kommt Malek, noch dazu haben wir eine Englische Woche“, erklärte der FC-Coach. El Mala war dabei aus einer längeren Verletzung zum FC gekommen und hatte sich zu Beginn der Saison über Joker-Einsätze langsam anpassen müssen.

Das Spiel gegen Gladbach war dann allerdings bereits die fünfte Partie in Folge, in der der gebürtige Krefelder in der Startelf gestanden hatte. „Es war schon die Frage, ob er von Anfang an spielen kann. Dann war es klar die Absprache, dass er 45 Minuten alles gibt und wir zur Halbzeit wechseln“, erklärte Sbonias die Maßnahme, zumal die Mannschaft schon am Samstag in Oberhausen zum nächsten Spiel antreten muss. Dort sollen El Mala und auch Kujovic der U21 wieder helfen, die nächsten Punkte einzufahren.

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