Der 1. FC Köln hält am Samstag eine historische und richtungsweisende Mitgliederversammlung ab. Im Fokus steht die Wahl des neuen Vorstandes und damit der Nachfolger von Werner Wolf, Eckhard Sauren und Carsten Wettich. Der GEISSBLOG tickert live aus dem RheinEnergieStadion.
++ Die Hymne erklingt – die Versammlung ist zu Ende. Liebe Leute, vielen Dank, dass Ihr dabei wart. Wie schön, es ist geschafft. Nicht ganz eine Rekord-Versammlung. Acht Stunden und 29 Minuten. Wahnsinn. Schönen Abend noch, macht et joot! ++
++ Und damit ist die Versammlung am Ende, denn Jörn Stobbe wird noch offiziell gefragt, ob sein Team die Wahl annimmt. „Aber sowas von, ja!“, sagt Stobbe. Und damit ist er der elfte Präsident des 1. FC Köln. ++
++ Der Antrag wird knapp abgelehnt. ++
++ Der nächste Antrag dreht sich um Kinderfußball, der beim FC zuletzt auf Partnervereine ausgelagert wurde. Lukas Berg antwortet sogar direkt auf dem Podium darauf und will den Antrag einordnen. Er bietet dem Mitglied ein Gespräch gemeinsam mit Thomas Kessler an. ++
++ Der nächste Antragsteller wünscht sich eine Person mit Beeinträchtigung im Mitgliederrat. Auf Versprechen, dass sich der neue Vorstand damit intensiv auseinandersetzt, zieht er seinen Antrag zurück. ++
++ Der erste Antrag wurde mit 96 Prozent angenommen. Wir waren aber gerade mit der Meldung zur Vorstandswahl beschäftigt, wir bitten das zu entschuldigen. ++
++ Jetzt gibt es noch Satzungsänderungsanträge. ++
++ Der neue Vorstand nimmt auch sofort auf der Bühne Platz, Wolf und Co. räumen das Feld. ++
++ Wolf gratuliert dem neuen FC-Präsidenten, der das Amt mit sofortiger Wirkung inne hat. Wie versprochen überreicht der Vorgänger seinem Nachfolger auch die FC-Chronik als Geschenk. ++
Jörn Stobbe zum neuen FC-Präsidenten gewählt
++ Das Team Stobbe wurde mit 64,97 Prozent im ersten Wahlgang gewählt. Team Stroman hat 25,18 Prozent der Stimmen erhalten, Team Adenauer 9,86 Prozent. Es gab 41 Enthaltungen. 5713 Mitglieder haben ihre Stimme abgegeben. ++
++ Die ersten Worte des neuen Präsidenten Jörn Stobbe: „Ich danke Euch für das Vertrauen für das Team FC. Wir fangen morgen an und danken Werner Wolf für das Angebot eines Gesprächs, das nehmen wir gerne an!“ ++
++ TEAM STOBBE STELLT DEN NEUEN FC-VORSTAND! ++

++ Es zieht sich, weil einige Mitglieder Probleme bei der Abstimmung haben… ++
++ Zur Info: Sollte kein Team die absolute Mehrheit erhalten, kommt es zur Stichwahl. ++
++ Es wird spannend… ++

++ Den Rekord einer MV werden wir heute wohl knacken. Der liegt bei 8:38 Stunden. Die acht Stunden haben wir gleich geknackt. Und nach der Wahl kommt ja noch der ein oder andere Antrag. ++
++ Na klar, aber erstmal nochmal das Erklär-Video zur Wahl. ++
++ Freunde, es ist soweit. Es kommt zur Wahl. ++
++ Tekkal erntet aber auch ein paar Buh-Rufe, weil sie sagt: „Mehr FC als wir drei geht nicht!“ ++
++ Tugba wirbt noch einmal dafür, dass sie nicht gewählt werden will, weil sie eine Frau ist. Sondern weil sie die Qualifikationen dafür mitbringt. ++
++ „Eine Zusammenarbeit mit der AfD darf es beim 1. FC Köln nicht geben. Niemals.“ Dafür erntet Stroman viel Applaus.
++ Jetzt darf Stroman noch zu den Äußerungen der Mitgliedern sprechen. ++
++ Alvermann spricht schon seit einiger Zeit und erklärt nun, dass sich das Team Stobbe natürlich auch bei einer Nicht-Wahl engagieren würde. ++
++ Stobbe rechtfertigt sich zu seinen vorherigen Investment-Ambitionen bei anderen Clubs. „Der FC braucht keine Investoren, weil wir stark genug sind.“ ++
++ Knapp 5800 stimmberechtigte Mitglieder sind derzeit hier, dafür verfolgen über 8000 aktuell den Stream. ++
++ Alle Redebeiträge sind vorbei. Jetzt dürfen sich die Teams nochmal äußern, wobei Sven Adenauer entschieden hat, seine Antworten „zu Protokoll zu geben“. Was heißt das? Er reicht sie schriftlich nach der Wahl ein? ++
++ Noch vier Redner… ++
++ Keine Ahnung, wie viele Redner noch auf der Liste stehen. Aber es nimmt kein Ende. ++
++ Es gibt jetzt einige Beitrage die sich gegen Stobbe richten. ++
++ Vor jedem Redner wird nun gefragt, ob die Meldung wirklich relevant ist oder die Meinung nicht schon zuvor geteilt wurde. ++
++ Spannend: Schon zwei Frauen haben sich gegen Tugba als Vizepräsidentin ausgesprochen. ++
++ Schön ist es aber hier ++

++ 32 Redner stehen aktuell noch auf der Liste. ++
++ Roland Koch haben sie jetzt das Mikrofon ausgeschaltet. ++
++ Wolf schaltet sich ein. „Wir haben im Moment Sorgen, dass uns die Versammlung entgleitet. Wir dürfen die Aussprache nicht einfach beenden, dann machen wir uns anfechtbar. Wenn ich das Rederecht entziehe, sind wir anfechtbar und machen die Veranstaltung nochmal. Deswegen müssen wir diszipliniert vorgehen.“ Die Rede-Liste wird also jetzt gesprochen, jeder, der draufsteht, darf sich aber noch äußern und bekommt zwei Minuten. ++
++ Roland Koch will eine Geschichte erzählen. Das wollen die Mitglieder nicht und buhen. ++
++ „Die Gräben sind so tief mittlerweile. Das macht mir Sorgen. Wir können nur erfolgreich sein, wenn wir geeint hier rausgehen“, sagt das nächste Mitglied und plädiert für einen „absoluten Neustart“ und Team Stobbe. ++
++ Die Zahlen sinken. Aktuell sind 5.889 stimmberechtigte Mitglieder hier. ++
++ Der nächste Redner fragt nach den Satzungsfragen, die die Teams angehen wollen. Die zweite Frage dreht sich um das Leistungszentrum. „Wie wollen Sie die Finanzierung des Leistungszentrums sicherstellen?“ ++
++ Der nächste Redner fragt Stobbe ebenfalls, warum er sich beim OFC engagiert hat, nur weil ihm 2021 eine Entscheidung im Mitgliederrat missfallen hatte. ++
++ Souque bekommt jetzt wie alle anderen 90 Sekunden. Dann mäht der Geißbock. „Ich hatte ein fünfminütige Rede geplant. Die kann ich streichen. Ich kann jetzt nur vom Herzen reden. Ich mache es ganz kurz. Jörn Stobbe sieht nicht nett aus, aber er ist sehr nett“, das sorgt für Lacher. „Wenn du 2,06 Meter groß bist und eine Glatze hast, wirst du in Hollywood eher als Bösewicht eingestellt.“ Trotzdem spricht er sich ganz klar für das Team aus. „Alvermanns Rede war bärenstark.“ Hennes mäht. „Ich bin Franzose, ich spreche die Sprache von Tieren nicht.“ Geiler Typ. Viel Applaus für diese emotionale Rede. ++
++ Der nächste Redner. Irgendwas mit Jonas Hector und Ellyes Skhiri. Gleich kommt Lionel Souque. ++
++ Sie spricht sich gegen das Team Adenauer aus, weil in der Wahlarena gesagt wurde, sie seien die ersten, die Demokratie in den Verein gebracht hätten. Sie scheint pro Team Stobbe zu sein, denn sie hat auch Argumente gegen Tugba Tekkal. ++
++ „Demokratie ist nicht immer bequem, eine Mitgliederversammlung ist nicht immer bequem“, sagt die nächste Rednerin und bittet darum, dass alle ihre Chance bekommen, sich äußern zu dürfen. ++
++ Die Wahl wird spätestens um 18 Uhr stattfinden sagt Vesper nun. ++
++ Auch der nächste Redner äußert sich zu Tugba. Er kennt sie und bewundert sie. Er ist wohl wie der Redner zuvor für Team Stroman. ++
++ Der erste Redner darf anfangen. Einige verlassen das die Tribüne, der 16-jährige Redner ist etwas eingeschüchtert. Er äußert sich zu den rassistischen Äußerungen gegen Tugba Tekkal während des Wahlkampfes. „Wo wart ihr und warum habt ihr nicht geholfen?“ fragt er. Zugegeben: Er ist wirklich sehr putzig, bekommt aber ein paar Buh-Rufe. ++
++ Es gibt viele Buh-Rufe. Vesper deutet das als Zeichen, dass sofort abgestimmt wird. Die Juristen sagen aber, dass dann das Risiko einer Anfechtung besteht. Also dürfen sich die Mitglieder äußern. Die Mitglieder bekommen zwei Minuten Redezeit und es scheinen sich jetzt nur 20 äußern zu dürfen. Es wird ein wenig unruhig hier. ++
++ Jetzt kommt die allgemeine Aussprache zu den drei Teams. ALTER VERWALTER ES GIBT 50 WORTMELDUNGEN! Leute, in zwei Stunden ist Sonnenuntergang! ++
++ Jetzt spricht Adrian Hotz für das Team Stroman. „Es sind gute Kandidaten und wir haben eine gute Wahl. Aber im Fußball ist es wie in einem Unternehmen. Es kommt darauf an, dass der richtige Spieler auf der richtigen Position eingesetzt wird. Wenn ich an die Position des Vorstands denke, wünsche ich mir einen Vorstand, der anpackt, einen Macher. Wir brauchen keinen Vorstand, der aus der Politik kommt und auch keinen, der mit der Erfahrung eines Fußball-Investors im Vorstand ist. Lukas Podolski hat es gesagt: Wir brauchen einen Macher wie Wilke.“ ++
++ Müller greift jetzt Stobbe wegen seines Engagements in Offenbach an. „Wieso hat er seinen Posten im FC-Gremium für den OFC aufgegeben?“ Und zu Carsten Wettich teilt er auch noch aus. „In seiner Amtszeit als Vize-Präsident kam die Transfersperre. Wer dafür mit Verantwortung trägt, kann doch jetzt nicht Neuanfang sein.“ ++
++ Inzwischen sind übrigens 6.144 stimmberechtigte Mitglieder hier. ++
++ Jetzt spricht sich Roland Müller für das Team Adenauer aus. Er ist Mitglied im Kompetenzteam. Danach darf sich noch jemand für das Team Stroman aussprechen, ehe die Fragen der Mitglieder kommen. ++
++ „Wir hoffen, das Jörn, Jörg und Ulf euch auch überzeugen können!“ ++
++ Sie führt die Vorzüge der einzigen Kandidaten aus. ++
++ „Wir sind der festen Überzeugung, dass uns das Team Stobbe am besten repräsentieren und führen kann.“ ++
++ Krott erklärt zunächst zum drölfzigsten Mal, was die Aufgaben des Mitgliederrats eigentlich sind. ++
++ Die stellvertretende Vorsitzende des Mitgliederrates, Stacy Krott, begründet jetzt aber erstmal die Entscheidung des MR pro Team Stobbe. ++
++ Jetzt kommt die Fragerunde der Mitglieder an die Kandidaten. ++
So stellt sich das Team Stroman vor
++ Stroman: „Wir vereinen die Kontinuität von Carsten und dem frischen Wind von uns beiden. Ich stehe hier, hatte schon Gänsehaut und wackelige Knie. Wir haben als Team hart gearbeitet, sind bereit Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Dafür, dass wir den FC dahin führen, wo er hingehört: nach oben.“ Aber auch das verfängt hier nicht. Den Reden des Team Stroman fehlt hier etwas der Wumms für die Begeisterung der Mitglieder. Höflicher Applaus. ++
++ Stroman: „Wenn ich Präsident werde, leihe ich mir dieses Amt nur aus.“ Und dann nennt er noch das Gründungsdatum des FC. Das sorgt nur bedingt für Lacher. „Franz Kremer war ein Visionär. Im Sport ist es genau wie im Unternehmen: Man braucht einen Traum, eine Vision und harte Arbeit.“ ++
++ Stroman: „Wir haben so gute Voraussetzungen, ohne Investoren zu den Top-Clubs der Liga zu gehören. Das lässt mir keine Ruhe, aber dafür müssen wir hart arbeiten. Und ich habe immer hart gearbeitet. Dass ich heute hier stehe, ist das Ergebnis. Ich durfte den FC als Sponsor unterstützen, war in vielen Trainingslagern, war Ideengeber für die lebenslange Mitgliedschaft. Wenn irgendwo in meiner Bekanntschaft ein Kind geboren wird, verschenke ich die Mitgliedschaft. Denn es geht um die Zukunft, und die Kinder sind unsere Zukunft.“ ++
++ Stroman spricht: „Wenn es um die Zukunft des FC geht, muss ich auch um die Zukunft meiner Kinder denken. Meine Kinder haben mich gefragt, ob wir künftig wieder in Barcelona spielen werden. Ich musste über die Naivität meiner Kinder schmunzeln.“ Dann plötzlich Pfiffe, weil Stroman ein Lied der Ultras zitiert. Das kommt nicht gut an. ++
++ Jetzt spricht Tekkal über etwas, das ihre Mutter ihr und den zehn Geschwistern mitgegeben hat. „Es ist nicht wichtig, was du alleine schaffst, sondern was du in die Gemeinschaft einbringen kannst.“ Sie spricht über ihre Erfahrungen als Spielerin, ihren Weg als Jugendliche in Deutschland hin zu ihrer Kandidatur. „Ich kandadiere nicht als Frau, sondern weil ich als Frau für diesen Job qualifiziert bin.“ ++
++ Jetzt stellt Wettich Tugba Tekkal vor. Als ehemalige FC-Spielern, als engagierte Sozialunternehmerin, die durch ihre Tätigkeit das Bundesverdienstkreuz erhalten hat. „Nach 77 Jahren gehört für mich in den Vorstand endlich eine Frau. Wir drei haben hart gekämpft, wir sind Euer Team, ein Team der Mitglieder für die Mitglieder. Heute stehen wir hier, um das Vertrauen von jedem von Euch gewinnen zu wollen.“ ++
++ Wettich hebt schon jetzt Stroman auf eine Stufe mit Franz Kremer. „Als ich an das Bild von Franz Kremer gedacht habe, wusste ich, ich muss Wilke Stroman überzeugen. Er wird mutige Entscheidungen treffen und stark nach außen kommunizieren.“ ++
++ Stroman bedankt sich bei allen, die für sie unterschrieben haben. Nein, Carsten Wettich beginnt. Immerhin hat er das Team zusammengestellt. „Vor fünf Jahren stand der FC am Abgrund. Heute steht der FC wirtschaftlich kerngesund da. Wir sind auf dem richtigen Weg. Doch für den nächsten Schritt braucht es mehr. Unser FC war immer dann groß, wenn groß gedacht wurde.“ ++
++ Das Team beginnt mit einem emotionalen Video. Dann beginnt Stroman. ++
++ Jetzt kommt das Team Stroman. ++
So stellt sich das Team Stobbe vor
++ „Was braucht unser FC heute? In einem Wort? Zusammenhalt. Unser Verein war immer dann am stärksten, wenn sich alle einig waren, wenn wir nicht gespaltet haben, wenn wir nicht unterschiedliche Teile der FC-Familie gegeneinander ausgespielt haben.“ Alvermann schließt und hat hier wirklich alle zerlegt. Er bekommt von Teilen der Mitglieder stehende Ovationen. ++
++ Alvermann hält eine starke Rede, die viel Applaus bekommt. „Bereits in der Nacht vor unserer offiziellen Nominierung hat der Medienberater eines anderen Teams Journalisten angerufen und vor uns gewarnt, wir seien Investoren-nah. Dann wurde uns vorgeworfen, wir seien Ultra-nah. Diese Leute haben keine Ahnung von diesem Club.“ ++
++ Oh ha: „Ich verspreche, dass es mit mir nie wieder sowas wie eine Transfersperre geben wird. Ihr müsst entscheiden, wem Ihr glaubt, dass es umgesetzt wird. Es war so viele Jahre Zeit, eine neue Satzung zu schreiben, so viele Jahre Zeit, Druck auf die Politik auszuüben, so viele Jahre Zeit, die Markenrechte in den Verein zurückzubringen, so viele Jahre Zeit, eine neue Strategie für ein Stadion vorzulegen. Daher ist es jetzt Zeit für einen vollständigen Wechsel an der Spitze des FC.“ ++
++ Alvermann betont, dass es eine Abkehr von der KGaA wegen der Markenrechte „nicht zum Nulltarif geben wird. Wir werden Euch zwei Lösungen vorstellen: weiter als eine Kapitalgesellschaft oder ein e.V. Aber wir müssen eine Lösung finden, damit der FC auch künftig starke Leistungen in der Bundesliga bringen kann.“ ++
++ Alvermann hat sich initiativ beim Mitgliederrat beworben, wurde nicht angesprochen. „Weil die Themen des FC auch meine Themen sind. Wir versprechen Euch, im nächsten Jahr eine neue Satzung des FC zur Abstimmung stellen, weil der FC eine Satzung und Gremien braucht, die jeder versteht.“ ++
++ „Wir machen den FC endlich besser“, endet Sobek. Es war eine leidenschaftliche Rede. Jetzt spricht Alvermann. „Wir haben uns gegen ein Video entschieden, bei dem Prominente für uns werben. Aber wir sind das Team FC.“ Und das soll reichen. ++
++ „Mein Leitspruch lautet: Harte Arbeit schlägt Talent, wenn Talent nicht hart arbeitet.“ Er will sein Netzwerk beim DFB und im deutschen Nachwuchs dem FC zur Verfügung stellen. „Wir werden dafür sorgen, dass jeder seine Rolle ausfüllen kann – mit Leidenschaft und Qualität.“ ++
++ Jetzt kommt Sobek. „Wenn ein Professor Doktor hier eine Rede hält…“ Auch hier geht’s um Kompetenz. „Ich weiß, wie es ist, als Spieler auf dem Platz zu stehen. Ich weiß, wie es ist, als Trainer an der Seitenlinie zu stehen. Und ich weiß, wie man mit der U17 Deutscher Meister wird.“ ++
++ „Wir werden am Montag nirgendwo anrufen, sondern mit den Verantwortlichen im Verein sprechen und das Vorgehen absprechen. Dann werden wir mit allen Beteiligten versuchen eine Lösung zu finden.“ Da geht es um das Geißbockheim. Nun noch was zum Stadion. Auch hier will Stobbe mit seiner Immobilienkompetenz eine Lösung herbeiführen. Dabei bekennt er sich auch zum Standort Müngersdorf. „Hier ist unsere Heimat.“ ++
++ Stobbe will eine neue Fehlerkultur beim FC. „Beleidigt sein darf niemand, das ist völlig fehl am Platz.“ ++
++ Stobbe spricht über seine Familie, seine fünf Kinder und überträgt es auf den FC. Dann über seine Rolle als Bankkaufmann. „Ich habe über 400 Mitarbeiter geführt. Ich weiß, wie Mitarbeiter geführt werden müssen und wie man Gremien führt. Ich weiß, was beim FC funktioniert und warum etwas nicht funktioniert.“ Zur Erinnerung: Stobbe war auch Aufsichtsrats-Chef beim FC. ++
++ „Das, was wir für Euch in den letzten Wochen gehört haben, spornt uns an, den FC in eine ganz starke Zukunft zu führen.“ Stobbe spricht über seine Qualitäten: „Menschen verbinden, Zusammenhalt stärken, Klarheit und Transparenz vorleben, durch Immobilienkompetenz Projekte anpacken und umsetzen.“ ++
++ Stobbe: „Heute ist ein wichtiger Tag für den FC. Es ist eine große Ehre für uns, hier als Kandidatenteam um Eure Stimme zu bitten. Liebe FC-Familie, euch als Mitglieder gehört dieser Verein. Ihr seid das Herzstück. Mit eurer Stimme stellt ihr die Weichen für unsere Zukunft. Für uns gibt es ein klares Ja zu einem Mitglieder-geführten Verein und ein klares Nein zu Investoren. Wir brennen wir ihr für diesen Verein.“ ++
Das Team Adenauer
++ Das Team Adenauer hat die 20 Minuten eingehalten. Jetzt kommt das Team Stobbe. ++
++ Hollweck schlägt nochmal zu einem emotionalen Schluss-Plädoyer. Jetzt ist nochmal Adenauer dran und äußert sich gegen das Team Stobbe, weil es durch Wettich ein „Weiter so“ wäre. Zudem gegen Stobbe: „Wir sind nicht mal Offenbach, mal Hamburg und jetzt der FC. Der FC ist keine Durchgangsstation. Wir leben den Traum von Franz-Kremer weiter. Setzt bitte auf das Adenauer-Team. Dieser Name steht für Klarheit und Erfolg.“ ++
++ Hollweck fordert eine schnellere Bier- und Essensausgabe sowie eine verbesserte Toilettensituation, einen besseren Service für ältere Menschen. „Gebt mir eure Anmerkungen. Ich werde sie für euch umsetzen.“ Das sorgt für ein Raunen. ++
++ „Ich finde es sensationell wenn ich hier stehe und euch alle sehen. Ihr seid alle hierher gekommen, weil ihr der FC seid. Ich bedanke mich und bin ehrlich gesagt ganz schön angefasst, das zu sehen.“ Hollweck kämpft fast mit den Tränen. „Wir werden als Vorstand keine Entscheidungen über Eure Köpfe hinweg machen. Wir wollen regelmäßige Stammtische veranstalten. Wir wollen mit Euch vieles im Stadion angehen.“ ++
++ „Ein Metzgermeister statt eines Investors. Das will ich beim FC einbringen. Wir stehen für hybride Versammlung, damit alle dabei sein können, egal wo jemand lebt. Wir stehen für eine Briefwahl, damit jeder seine Stimme abgeben kann. Mitglied sein heißt nicht nur Beitragszahler sein. Sondern Mitentscheidender und Mitgestalter.“ ++
++ Hollweck macht weiter. „Ein Mann aus eurer Mitte“, wie Kiesewetter ankündigt. ++
++ „Ich habe eins gelernt: Stillstand ist Rückstand. Schlaue Partnerschaften statt Abhängigkeiten. Unabhängigkeit statt Investoren. Und wir bleiben natürlich ein Verfechter der 50+1-Regel. Der FC gehört in die Hände seiner Mitglieder.“ Kiesewetter betont nochmal, dass seine gesamte Familie schon immer FC-Fan war. „Ich bin einer von Euch allen.“ ++
++ „Vertrauen gewinnt man nur mit Transparenz. Unser Geißbock darf nicht davon betroffen sein, wenn die Profi-Abteilung in finanzielle Schwierigkeiten gerät. Die Marke FC muss geschützt werden und gehört zurück in den e.V.! Wir werden prüfen, ob ein Rechtsform-Wechsel in eine GmbH möglich ist. Wir lehnen eine Rückführung in den e.V. ab – das bringt null Mehrwert und ist mit hohen Risiken verbunden. Ein großes Potenzial sehen wir bei der Eigenvermarktung. Jeder Euro, den wir selbst vermarkten, macht uns stärker.“ ++
++ Auch Kiesewetter fordert den Kauf des Stadions. „St. Pauli hat es uns vorgemacht: Ein Genossenschafts-Modell. Ihr könnt daran teilnehmen und Anteile erwerben. Bei St. Pauli waren nach einer Woche 15 Mio. Euro zusammen – und wir sind viel mehr als St. Pauli. Euch gehört dann ein Stück vom Stadion! Ihr könnt am Stadion vorbeigehen und sagen: Das gehört mir!“ ++
++ „Jetzt seid ihr dran. Wir holen unser Mandat von Euch – von den Mitglieder. Lasst uns euren Verein dahin bringen, wo er hingehört. In die Hände der Mitglieder!“ Damit schließt Adenauer seine Rede. Jetzt spricht Thorsten Kiesewetter als Finanz-Fachmann. ++
++ „Ich heiße Adenauer. Dieser Name ist für mich eine Verpflichtung. Ich will Verantwortung für unseren FC übernehmen. Der Name alleine reicht aber nicht. Ich trete an, weil ich seit Jahrzehnten Verantwortung trage – für über 370.000 Menschen. Ich bin Krisenmanager in schweren Zeiten, kann zuhören, vermitteln und entscheiden. Ich würde es als erster überhaupt als Vollzeit-Präsident ausüben. Ich kann politische Erfahrung einbringen, Nähe zu den Menschen. Vor allem aber auch Herzblut für unseren FC. Der FC braucht kein „weiter so“ – er braucht Treue und Verlässlichkeit.“ ++
++ „Sollte ein Ausbau aus welchen Gründen auch immer unmöglich sein, denken wir auch über andere Möglichkeiten nach.“ ++
++ Adenauer macht mit dem Stadion weiter. „Das RheinEnergieStadion ist einzigartig. Aber es ist zu klein und es gehört uns nicht. Es ist Zeit für einen historischen Schritt. Unser Stadion soll uns gehören. Den Fans, den Mitgliedern, dem gesamten Verein. Wir wollen mit einer Stadion-Genossenschaft erreichen, dass wir unser Stadion von der Stadt kaufen, ausbauen und selber vermarkten. Stellt euch vor, wie 75.000 Fans unsere Mannschaft bei jedem Heimspiel nach vorne peitschen. Damit schaffen wir mehr FC für alle.“ ++
++ Adenauer weiter: „Herz und Heimat ist unser Geißbockheim. Unsere Pänz können nicht länger warten. Das ist kein Luxus, das ist Zukunft. Für unseren FC und für unsere Stadt Köln. Es ist Heimat, Tradition. Der Ort, an dem Kölsche Pänz FC-Spieler und FC-Spielerinnen werden. Ich verspreche Euch: Wir bringen das voran. Keine Ausreden mehr, keine Vertröstungen mehr.“ ++
++ Adenauer: „Diesem Verein gehört mein, gehört unser Herz. Dieser Verein hat uns viele frustrierende aber auch spannende, schöne und begeisternde Momente geschenkt. Unser FC ist kein Investment, keine Aktie, kein Karriere-Sprungbrett. Es ist Heimat, Leidenschaft und Liebe. In keiner Stadt ist das besser zu spüren als in unserer Sportstadt Köln. Das wusste sogar schon mein Großvater. Es geht in die entscheidende Phase, es wird ernst.“ ++
++ Erstmal gibt’s ein Werbe-Video. ++
++ Das Team Adenauer beginnt. ++
++ Jedes Team bekommt jetzt 20 Minuten Zeit, um sich vorzustellen. ++
U19-Meistermannschaft wird geehrt
++ Die U19 verlässt die Bühne. Jetzt dürfte es langsam in Richtung Vorstandswahl gehen. ++
++ Die U19 will in der Youth League auf jeden Fall überwintern. Der erste Gegner wird kommende Woche feststehen. Die nordirische Mannschaft Larne FC konnte im sich im Hinspiel gegen die Luxemburger Racing Union durchsetzen. ++
++ In der laufenden Saison ist die U19 noch ungeschlagen. „Es gibt einige Titel, die man gewinnen. Der Mittelrheinpokal ist der kleinste, die Deutsche Meisterschaft können wir verteidigen. Im DFB-Pokal spielen wir nächste Saison gegen Carl-Zeiss Jena. Dann noch die Youth League. Einen Titel wollen wir holen“, kündigt Ruthenbeck an.
++ Jetzt spricht Stefan Ruthenbeck. „Bei so einem Erfolg sind ganz viele Leute verantwortlich. Wir hatten vielleicht nicht besten Einzelspieler, aber als Team waren wir total unangenehm. Die neue Form, nur ein Spiel, um Weiterzukommen, kam uns zudem entgegen.“ ++
++ Friemel ist seit der U10 beim FC. Diese Saison darf die Mannschaft bei der Youth League zu starten. „Für mich ist es eine große Ehre, bei meinem Heimatverein Kapitän zu sein. Mit der Youth League kommt ein Highlight für uns alle. Da freuen wir uns alle drauf.“ ++
++ Jonathan Friemel darf sich den Fragen von Mediendirektor Till Müller stellen. Was er sich bei der Ecke zum 5:4 gedacht hat, fragt Müller. „Gar nicht so viel“, sagt der Kapitän der heutigen U19. „Einfach nur rein, ich hab versucht, die großen Spieler zu treffen. Zum Glück hab ich einen gefunden.“ ++
++ Jetzt kommen sie aber: die U19-Meister. Die Mitglieder erheben sich. ++
++ „Der Saisonstart war holprig. Die erste Niederlage war unnötig aber absolut verdient. Jetzt in der Englischen Woche haben die Spielerinnen das überragend umgesetzt, da wollen wir hinkommen. Morgen geht es im DFB-Pokal weiter.“ ++
++ Trainerin Britta Carlson spricht. „Ich liebe den Clubs, die Kölner haben es mir hier sehr leicht gemacht. Es ist eine Wärme und Herzlichkeit, die es einem leicht macht, hier zu starten.“ ++
++ „Ich bin schon sehr lange in die Stadt und ihren Sport verliebt. Deswegen bin ich glücklich, dass der Wechsel geklappt hat“, sagt die ehemalige Nationalspielerin. „Es ist sehr schön, hier alles mitzuerleben. Es fühlt sich an, als wäre ich schon lange hier.“ ++
++ Jetzt wird die deutsche U19-Meister-Mannschaft geehrt. Nein, stopp, Entschuldigung. Erst geht es um die FC-Frauen. Kapitänin Marina Hegering spricht. ++
++ Eckhard Sauren und Werner Wolf bekommen erneut viel Applaus und die Mitglieder stehen auf. Jetzt gibt es noch ein kleines Präsent für die beiden samt Fotos. Für Wettich gibt es erstmal nichts – er tritt ja gleich noch einmal zur Wahl an. ++
++ Fabian Schwab dankt jetzt nochmals dem Vorstand. Unterdessen stehen hier zahlreiche Mitglieder auf und verlassen die Tribüne. Wo gehen die alle hin? ++
++ Nun der Gemeinsame Ausschuss… Ebenfalls entlastet, bei der Prozentzahl haben wir aber gerade geschlafen. ++
++ Die Wahlkommission ist ebenfalls entlastet. Ohne Zweifel zudem – 95 Prozent haben für ‚Ja‘ gestimmt. ++
++ Mit 69,09 Prozent wird der Mitgliederrat entlastet. ++
++ Nun wird über die Entlastung des Mitgliederrates abgestimmt. Das wird als Gesamt-Entlastung durchgeführt. ++
Vorstandsmitglieder entlastet
++ Auch Werner Wolf bekommt die Entlastung! 77 Prozent haben mit ‚Ja‘ gestimmt. ++
++ Mit 60,68 Prozent wird auch Wettich entlastet. Deutlich weniger als Wettich. Ein Fingerzeig für die Wahl gleich? ++
++ Eckhard Sauren ist mit 79,41 Prozent entlastet! Es geht mit Wettich weiter. ++
++ Zunächst wird über Eckhard Sauren abgestimmt. Da über 6000 stimmberechtigte Mitglieder hier sind, muss sich teilweise ein Gerät geteilt werden. ++
++ Das Team Stroman hat jetzt über den WhatsApp-Kanal dazu aufgerufen, zur Wahl zu kommen. Die dürfte in den nächsten 60 Minuten über die Bühne gehen. ++
++ Ein Mitglied hat beantragt, dass einzeln über die Entlastung abgestimmt werden soll. Vesper nimmt es ohne Abstimmung an. Jetzt kommt erstmal erneut das Erklär-Video für alle, die am Anfang noch nicht da waren. ++
++ Tagesordnungspunkt 5 ist damit abgeschlossen. Jetzt geht es mit den Entlastungen weiter. ++
Fragen werden beantwortet
++ Werner Wolf zum Abschied: „Ich bedanke mich für alle Wortbeiträge. Wir haben alle Nachrichten mitbekommen und nehmen sie uns zu Herzen. Wir haben immer nach bestem Wissen und Gewissen gearbeitet. Ich vertraue zu hundert Prozent der Intelligenz, die hier sitzt. Die Schwarmintelligenz unserer Mitglieder ist nicht zu schlagen. Sie können sich eine eigene Meinung bilden und die war über all die Jahre eine gute.“
++ Wettich ist an der Reihe. „Alle E-Mail, die an uns gegangen sind, habe ich persönlich beantwortet. Das war keine Serienmail.“ An Pauli: „Wie du weißt, schätze ich deinen Einsatz. Deine Kritik an den Satzungsänderungsanträgen kann ich nicht nachvollziehen. Wir haben über 80 Mio. Einnahmen über Corona verloren. Wir als Vorstand haben entschieden, ohne Investoren durch Corona kommen und auch langfristig sicherstellen, dass ein einziges Gremium darüber entscheiden kann, ob man Anteile verkauft. Und das ist die Mitgliederversammlung. Die Notfallklausel wurde nochmal angepasst und verschärft. Wir haben alle hinter diesen Antrag bekommen. Dadurch haben wir uns in unserer eigenen Macht eingeschränkt. Ich lasse mir nicht kaputtmachen, dass wir stolz darauf sind, den FC ohne Investoren durch Corona gekommen sind und auch künftig kein Vorstand Anteile an Investoren verkaufen kann.“ ++
++ Sauren will zu drei Punkten Stellung beziehen. „Es ist nicht richtig, dass ich eine Wahlempfehlung abgeben habe. Ich habe zur Wahl aufgerufen.“ Zu Kwasniok sagt er: „Wir haben uns mit den bekannten Vorwürfen auseinandergesetzt. Die Anschuldigungen wurden aus guten Gründen nach kurzer Zeit fallengelassen. Er ist menschlich und sportlich der richtige Trainer für den 1. FC Köln.“ Zum Thema Finanzen: „Die Darstellung war etwas besonders. Ein Urteil zu fällen, wo von Stillstand gesprochen wird, finde ich nicht in Ordnung. Es ist eine Leistung des Vorstandes, dass wir den Verein kernsaniert haben.“ ++
++ Fabian Schwab antwortet auf die Frage nach der hybriden Versammlung. „Wir werden uns dem Thema mit dem neuen Vorstand nochmal annehmen. Es gibt heute aber keinen Satzungs-Änderungsantrag, das zu verändern. Es steht jedem Mitglied frei – aber das ist nicht geschehen.“ ++
++ Kessler: „Wir haben mit Lena Uebach eine Player’s Care Managerin angestellt. Sie kümmert sich mit Marius Laux um die privaten Themen der Spieler. Wir haben da eine andere Definition. Beim Thema Spielerentwicklung geht es darum, dass wir uns verbessern. Wir müssen an allen Stellschrauben drehen, die uns möglich sind. Darüber werden wir reden. Und was die Psychologie angeht, wollen wir unsere Kooperation mit der SpoHo neu aufleben lassen. Es geht darum auch zuzuhören, was ehemalige Spieler sagen. Die Spieler werden mit so vielen Dingen konfrontiert. Damit müssen wir uns auseinander setzen. Egal wer heute gewählt wird, ich bin total offen. Denn es geht nur um eins: dass der FC weiterkommt.“ ++
++ Liesenfeld: „Unser Logo ist unantastbar. Beim Ausweichtrikot haben wir die Farbe verändert. Wir haben die Kritik angenommen. Beim Dom-Trikot war das goldene Logo ein Stilmittel, genauso wie bei unseren Partnern. Die Identität unseres Clubs steht über allem.“ ++
++ Liesenfeld: „Wir haben mit Gesprächen mit der KSS den Rückbau umgesetzt haben und die Business Seats in der Südkurve nicht mehr vorfinden. Das Problem ist also gelöst.“ Türoff ergänzt: „Wir haben verhandelt, bis es quietscht. Wir wurden mit Forderungen konfrontiert mit höheren Zahlungen. Wir haben erhebliche Vermarktungsmöglichkeiten dazu gewonnen, die uns sehr helfen. Die Komplexität dieser Verhandlungen war sehr groß.“ ++
++ Türoff: „Ich bin bei der DFL noch ein recht frisches Gesicht und darauf angewiesen, Unterstützer anderer Clubs zu haben. Ich habe gerne ein Angebot gemacht zu kandidieren. Aber es war klar, dass Fernando Carro eine große Unterstützung haben würde. Für mich war es meine erste Bewerbung, ich werde es gerne weiter verfolgen und dann auch versuchen erfolgreich zu sein.“ ++
Was die Mitglieder gesagt haben
++ Wir kommen zum letzten Redner der Ansprache. Wir sitzen jetzt schon dreieinhalb Stunden zusammen. Hoffen wir mal, dass es bald etwas schneller geht. Das Mitglied fordert den Mitgliederrat auf, eine echte Umfrage für eine hybride MV durchzuführen. „Wollt ihr es ernst nehmen oder euch weiter verstecken?“ So, fertig mit der Aussprache. Jetzt beginnt die Antwortrunde. ++
++ Ein Insolvenzverwalter steht auf der Bühne. Ein Raunen geht durchs Stadion. Es geht um die Entlastung des Vorstands. Er sehe keine Gründe für eine Nicht-Entlastung. „Es geht um das Bild, das der FC abgibt, und das ist unheimlich wichtig.“ ++
++ Mitglied Tom spricht. Er sitzt im Rollstuhl und bittet um ein besseres Stadionerlebnis für Rollstuhlfahrer. ++
++ Ein Mitglied lobt Carsten Wettich und fragt ihn, was er aus den Jahren als Vorstand mitnimmt. Das nächste Mitglied fragt, wie der Mitgliederrat zu einer möglichen Briefwahl stehen würde. Jetzt sind es noch drei Sprecher. ++
++ Sergio spricht, er ist aus Spanien zur MV angereist. Stark! Er lobt die Transferpolitik. Es geht doch noch weiter. Da hatte ich Herrn Vesper falsch verstanden. ++
++ Es kommen die letzten beiden Wortmeldungen, dann sind wir bei 30 Sprechern. Die Liste wird geschlossen. ++
++ Bernd Johannwerner am Mikrofon, seit 54 Jahren FC-Mitglied, Ehrenmitglied und einstiger Jugendleiter beim FC: „Ich unterstütze den Vortrag des Mitgliederrates. Wenn man mit dem Vorstand Probleme hat, wird man nur hingehalten. Da wird überhaupt nicht reagiert. Andere sollen länger sprechen, ich bin damit fertig.“ ++
++ Herr Pauli war einst bei der Ausarbeitung des Antrags für „100 plus null“ beim FC mit dabei und unterstellt dem Vorstand, sich diese Einführung jetzt ans Revers zu heften. Wolf und Wettich hätten sich damals kritisch zum Antrag geäußert und seien in Teilen sogar dagegen gewesen. Das ist ein harter Vorwurf. Mal schauen, ob sich Wolf und Wettich dazu äußern werden. ++
++ Die nächste Rednerin kritisiert den Vorstand für den Ablauf des Pachtvertrags, die KSS-Loge in der Südkurve und die Kommunikation dieser Veränderungen. ++
++ Ein Mitglied kritisiert den Mitgliederrat und lobt den Vorstand für seine „Weitsicht“ bei diversen Handlungen. „Wir stehen sportlich und finanziell sehr gut da. Daher passt Ihre Kritik nicht zur Realität.“ ++
++ Der nächste Redner kritisiert den Vorstand für dessen Rüge zum Beirat und Wettich für dessen Schritt erneut zu kandidieren. ++
Die Aussprache läuft – die Antworten folgen später
++ Eine Frage an Philipp Türoff, warum dieser seine Kandidatur für den DFL-Aufsichtsratsposten zurückgezogen hat, sodass Fernando Carro gewählt werden konnte. ++
++ Das war die erste konkrete Frage, die überhaupt gestellt wurde. Die Beantwortung erfolgt gebündelt am Ende der Wortmeldungen. ++
++ Ein Fan hat Fragen an Thomas Kessler. „Wenn es stimmt, was das Team Stobbe zum sportlichen Bereich gesagt hat, müsste ich Ihnen ein schlechtes Zeugnis ausstellen. Da ich Sie aber schätze, bin ich verwirrt. Gibt es bislang kein Player’s Care System? Wie ist der Status bei Verbindungstrainern? Wie sehen Sie die FC-Akademie im Bereich der psychologischen Betreuung?“ ++
++ Ein Fan bedankt sich beim Vorstand und auch bei Christian Keller für „sehr wertvolle, kompetente Gespräche“. Er wirbt für das Team Stroman. Dabei unterbricht ihn Vesper aber, weil das noch nicht Teil der Aussprache ist. ++
++ Der nächste Sprecher ist Philipp Herpel: „Was der Vorstand uns heute als Erfolg verkaufen will, ist nicht mehr als Zweitklassigkeit.“ Herpel wirft dem Vorstand keine Strategie, eine schlechte Kommunikation und „nur Schönheitsreparaturen“ mit „sechs Jahren Stillstand“ vor. „Es gibt keine Fehlerkultur. Schuld sind immer die anderen. Ihre Anspruchslosigkeit ist ein Problem. Für unseren Club insgesamt absolut indiskutabel. Das verdient keine Entlastung und auch keine Neukandidatur.“ ++
++ „Ihre Internationalisierung können Sie sich in den Popo schieben.“ Der nächste Sprecher ist ein Highlight. Ihn haben wir in den letzten Jahren immer wieder bei der MV gesehen. Der Name ist uns gerade entfallen. ++
++ „Hier ist keiner wichtiger als der FC“, sagt Michael Vesper, als ein Mitglied nicht zum Schluss kommen will. ++
++ Der nächste Redner kritisiert den Vorstand für seine „Neubewertung der eigenen Arbeit“. „Die Ironie ist, dass Sie durch ihre Bräsigkeit dazu beigetragen haben“, dass die MV in den letzten Jahren kaum besucht gewesen sei. Bräsigkeit, ein schönes Wort. ++
++ Petra tritt ans Podium und hält eine Lobrede auf Carsten Wettich. Das klingt ein bisschen abgesprochen. Und es geht ein Raunen durch die Mitgliedschaft. „Mit Dir in die Verlängerung zu gehen, fühlt sich richtig an.“ ++
++ Ein Dankeschön an den Vorstand für den Austausch mit der jüdischen Gemeinde in Köln. „Der FC stellt sich an die Seite von Menschen, die angefeindet werden. Beim FC gibt es keinen Platz für Rassenhass, Homophobie und Judenhass.“ Schönes Statement! ++
++ Nee, Engels ist nicht auffindbar. Jetzt spricht ein anderer und kritisiert Schwab dafür, den Vorstand so vorgeführt zu haben. Er setzt sich ein, „dass der Weg des Vorstands fortgeführt wird“. ++
++ Die Menschen stehen auf. Bislang sind 19 Anmeldungen bislang. Es beginnt … STEPHAN ENGELS. Stark!!! ++
++ Damit tritt Schwab ab. Damit kommt jetzt Punkt 5, die Aussprache. Jetzt wird’s interessant. ++
Schwab rechnet mit dem Vorstand ab
++ „Dennoch gilt dem Vorstand heute ein Dank für das vergangene Engagement.“ Naja, das kann er sich jetzt auch sparen eigentlich. ++
++ „In unseren Augen ist es absurd, dass der Vorstand die Meinung vertritt, beim Newsletter-Versand und Kommunikation des Mitgliederrats mit den Mitgliedern Einfluss nehmen zu können. Wenn sowas unfundiert erfolgt oder Angst verbreitet werden soll, wird nicht mehr zum Wohl des Vereins gehandelt.“ ++
++ Bislang war die MV harmonisch und positiv. Schwab ändert den Ton. Hier könnte es jetzt rauer werden. Diese Rede wird mit Sicherheit auch Folgen für die Wortmeldungen bei der Aussprache haben. ++
++ Zur Info: Neben den rund 5.400 Menschen vor Ort verfolgen weitere 6000 Menschen den Livestream bei YouTube. So viel zur Frage, ob es noch mehr Potenzial. Schwab sagt, es gäbe keine Umfrage zur hybriden MV, um die Unterstützung in der Mitgliederschaft zu belegen. Das müsste doch dann mal dazu führen, dass der Mitgliederrat diese Umfrage in Auftrag gibt. Nur mal so als Ratschlag für das Gremium. ++
++ „Wir haben uns intensiv mit den Vor- und Nachteilen der hybriden MV auseinandergesetzt. Eine hybride MV ist nicht das Allheilmittel für Mitgliederbeteiligung.“ Jetzt gibt es Pfiffe für Schwab. ++
++ „Dass die MV mit einer Aftershow-Party beworben wurde, lässt einige Fragen offen und widerspricht der Wichtigkeit des höchsten Organs unseres Vereins. Ebenfalls moralisch verwerflich betrachten wir die Social-Media-Kampagne für die MV. Sie wirkt aktionistisch und planlos.“ ++
++ Die Arbeit des Vorstands wirkte zuletzt so, „als ob man nach 90 Minuten Schlafwagenfußball in der Nachspielzeit Gas geben, um hinterher sagen zu können, man habe alles gegeben.“
++ „Es ist nicht unwahrscheinlich, dass der FC ohne die kritischen Stimmen aus dem Mitgliederrat in der Geschäftsleitung heute anders besetzt wäre. ++
++ „Die Vertragsverlängerung mit Christian Keller muss kritisch betrachtet werden. Die Vertragsverlängerung erfolgte ohne ernsthafte Diskussion alternativer Optionen und ohne Beurteilung der Gesamtsituation.“ ++
++ „Der Mitgliederrat ist ein Kontroll- und Beratungsorgan. Beratung kann aber nur erfolgen, wenn die andere Seite dafür offen ist.“ Schwab holt hier die große Keule raus und zeichnet das Bild eines Vorstands, der kein Interesse mehr an einer Zusammenarbeit hat. Termine wurden nicht eingehalten, verschoben, ignoriert. Harter Tobak. ++
++ „Von der Kommunikation des Vorstands im April, nicht mehr antreten zu wollen, haben wir sehr kurzfristig erfahren. Allgemein müssen wir sagen, dass die Zusammenarbeit schwierig und wenig konstruktiv war. Es hat keine Zusammenarbeit über das absolut Notwendige mehr hinaus stattgefunden.“ ++
++ Harte Worte hier von Schwab: Der Mitgliederrats-Chef rechnet mit dem Vorstand ab und wirft ihm vor, Details aus vertraulichen Gesprächen öffentlich gemacht zu haben. ++
++ Nach der Nicht-Entlastung des Vorstands aus dem vergangenen Jahr: „Der Mitgliederrat hat beschlossen, zum aktuellen Zeitpunkt keinen Schadensersatzansprüche an den Vorstand zu stellen. Wir erachten es nicht für sinnvoll, kostenintensive Gutachten in Auftrag zu geben. Dass der Vorstand die Nicht-Entlastung für unbegründet hält, ist gestattet. Von einem groben Foulspiel zu sprechen, empfinden wir jedoch als realitätsfern.“ ++
++ „Eigentlich sollten wir heute zum Bericht des Vorstands Stellung nehmen. Leider hat uns der Vorstand seinen Jahresbericht nicht vorher zur Verfügung gestellt. Somit können wir jetzt nicht unserer satzungsgemäßen Aufgabe nachkommen. Ich muss aber sagen, dass es nur bedingt ein Jahres- und Rechenschaftsbericht war.“
++ Damit kommt der Bericht des Mitgliederrates. Fabian Schwab tritt auf. ++
Liesenfeld verkündet Vermarktungs-Veränderung
++ Liesenfeld stellt vor, dass der FC die Selbstvermarktung bereits ab dieser Saison in Teilen selbst übernimmt. Ursprünglich war geplant, dass dies ab 2026 vollständig geschieht. „Zum Start in die neue Saison haben wir mit der Eigenvermarktung begonnen. Bis 2027 greifen wir zudem auf ein Vertriebsteam von Infront zurück.“ ++
++ Der FC hat durch die Übernahme des Caterings im RheinEnergieStadion den Umsatz von 5,5 Mio. Euro auf 8,9 Mio. Euro gesteigert. Liesenfeld bedankt sich in diesem Zuge bei seinem Vorgänger Markus Rejek: „Er hat einen entscheidenden Anteil daran geleistet.“ ++
++ Der FC hat 17 Mio. Euro in der vergangenen Saison im Merchandising (insbesondere Trikots) fast einen Rekordwert erreicht. Nur in der Saison 22/23 mit 17,5 Mio. Euro wurde mehr umgesetzt. ++
++ Insgesamt wurden in der letzten Saison 62.500 Tickets über die FC-Ticketbörse weiterverkauft, wenn FC-Fans verhindert waren und ihre Tickets zur Verfügung gestellt haben. ++
++ Liesenfeld: „Im Sponsoring haben wir 43 Mio. Euro Umsatz erzielt und mit wichtigen Partnern vorzeitig verlängert.“ ++
Türoff berichtet über die Finanzen
++ Das war’s von Türoff. Jetzt kommt Philipp Liesenfeld. Für ihn ist es die erste Rede auf einer MV. ++
++ „Wir müssen wichtige Weichen für unsere langfristige Zukunft stellen“ – auch Türoff spricht über den Ausbau des Geißbockheims. „Wir sind bereit dafür, wenn man uns nicht länger blockiert und verhindert.“ ++
++ Türoff bedankt sich bei Thomas Kessler für die Umsetzung und die transparente Zusammenarbeit bei der Kaderplanung. ++
++ Auch im kommenden Jahr erwartet der FC ein positives Ergebnis. „Wir investieren in unseren Kader und damit in die Verbesserung unserer sportlichen Wettbewerbsfähigkeit.“ ++
++ Mit dem Ausbau des Leistungszentrums wird sich der FC noch einmal verschulden müssen. Diese Finanzierung ist aber bereits gesichert, taucht aktuell aber noch nicht in den Bilanzen auf, weil sie noch nicht umgesetzt ist. ++
++ Hier findet ihr die aktuellen Zahlen, die Türoff gerade präsentiert ++
++ „Wir sind finanziell stabil und handlungsfähig in die Bundesliga aufgestiegen. Wir haben die Lizenz ohne Auflagen erhalten.“ ++
++ Nun spricht Philipp Türoff über die wirtschaftliche Situation des FC. ++
Das sagt Carsten Wettich
++ „Es fühlt sich gut an, dass ihr heute alle hier seid und wir freuen uns auf einen guten Verlauf und eine gute Atmosphäre“, schließt Wettich seine Rede ab. Über seine Kandidatur verliert er an dieser Stelle als Vize-Präsident freilich noch kein Wort. ++
++ Wettich spricht jetzt über die FC-Frauen und den weiblichen Nachwuchs. Daran anschließend spricht er über 50+1. „Beim FC ist es 100 plus 0!“
++ „Wir sind uns sicher, dass die Botschaft angekommen ist und der kommende Oberbürgermeister oder die kommende Oberbürgermeisterin das Thema priorisiert angehen wird! Es geht dabei nicht um die Profis, sondern primär um die jungen Mädchen und Jungs.“ ++
++ „Was jetzt noch fehlt sind genügend Fußballplätze. Wir haben demonstriert und der Politik unmissverständlich klar gemacht, dass wir nach über zehn Jahren endlich eine Lösung brauchen. Die Heimat des 1. FC Köln bleibt für immer das Geißbockheim!“ ++
++ Wettich dankt der Mannschaft, dem Trainerteam und Thomas Kessler. „Es freut uns, dass sich die Entscheidung, dich, Thomas, zum sportlich Verantwortlichen zu machen, so schnell auszahlt. Du hast super für den FC verhandelt und eine sensationelle Mannschaft zusammengestellt.“
++ Er will vornehmlich über das letzte Jahr berichten. Wettich blickt auf die Nicht-Entlastung aus dem vergangenen Jahr zurück. „Das hat mich und uns sehr getroffen. Wir haben entschieden, dass wir es besser machen und euer Vertrauen zurückerarbeitet wollen. Ich denke, wir haben in den letzten zwölf Monaten einiges erreicht.“
++ Carsten Wettich ist nun an der Reihe. Ein erster Stimmungstest für die anstehende Wahl womöglich. ++
Das sagt Eckhard Sauren
++ „Wir tun gut daran, nach dieser Mitgliederversammlung wieder auf dieses FC-Herz zu hören. Wenn wir einen Rhythmus finden, übertönt dieses Geräusch jede Trommel“ ++
++ Sauren: „Ich wünsche unseren Nachfolgern alles Gute und viel Erfolg. Liebe FC-Fans, ihr seid unglaublich. Ihr seid das Kraftzentrum und Herz dieses Vereins.“ ++
++ Jetzt fährt Sauren fort, der seine Rede für Kessler nur unterbrochen hatte. „Das war eine gute Bewerbung für die Rolle als Geschäftsführer Sport“, sagt er. Alle drei Teams, die heute kandidieren, hatten bereits angekündigt, Kessler zum GF machen zu wollen. ++
Kessler spricht über die letzten Wochen
++ Kessler erklärt, warum der Umbruch im Sommer etwas größer ausgefallen ist. „Ich habe eine Lethargie in der Mannschaft gespürt, dieses „et hätt noch immer joot jejange.“ Deswegen habe er frisches Blut hinzufügen wollen mit Spielern, die richtig Lust haben, beim FC den nächsten Schritt zu gehen. ++
++ „Als wir hier 2:0 gegen Kaiserslautern geführt haben, kam die U19 in die Loge. Die hatte gerade in einem Vorort von Köln die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Sie kommen mit der Schale rein und das Stadion explodiert. Das gäbe es in keinem anderen Verein!“
++ Kessler blickt nochmal zurück auf die Zeit, als er die Verantwortung übernommen hat und richtet nochmal einen Dank an Friedhelm Funkel und Co-Trainer Matthias Lust. „Wir können uns alle auf die zwei Wochen erinnern. Da gab es auch einen Moment, der auf einen Bott stattgefunden hat. Da wäre nicht jeder so ruhig und souverän mit umgegangen“ – ein kleiner Gruß nochmal an Tim Lemperle. ++
++ „Es kommt nicht darauf an, wie man begrüßt wird, wenn man irgendwann anfängt, sondern wir man verabschiedet wird, wenn man mal aufhört“, beginnt Kessler, der heute zum ersten Mal auf der MV sprechen darf.
++ Jetzt begrüßt Sauren Thomas Kessler auf der Bühne. Er wird mit stehenden Ovationen begrüßt. ++
++ „Mit dem Wiederaufstieg hat der FC eine neue Ära begründet.“ ++
++ In den letzten sechs Jahren wurden über 100 Millionen Euro bewegt, um den Schuldenabbau zu betreiben. „Haben wir zu schnell und zu hart gespart, hätte der Abstieg verhindert werden können? Möglicherweise. Diese Fragen haben wir uns mehr als einmal gestellt und der Abstieg hat uns sehr geschmerzt.“ ++
++ Sauren: „Es werden immer gerne negative Aspekte, wie Japan oder die Kaderwertsteigerung, herausgepickt. Aber in Summe hat die Richtung des Matchplan gestimmt.“
++ Jetzt spricht Eckhard Sauren und richtet erstmal das Wort an Wolf: „Du bist immer stehengeblieben, obwohl du immer viel einstecken musstest. Ein bisschen wie bei Rocky 1. Danke für sechs Jahre Zusammenarbeit!“
Wolf mit Standing Ovations verabschiedet
++ „Der FC wird immer mein Verein bleiben und ab jetzt bin ich das, was ich immer gerne war: Einfach nur Fan“, sagt Wolf. „Zum Abschluss erlaube ich mir noch eine Bemerkung: Egal, wer die Wahl heute gewinnt. Von mir gibt es nicht immer nur einen Rat, sondern auch ein Geschenk.“ Wolf hat die FC-Chronik dabei. „Da steht alles drin, was man wissen muss. Übrigens auch das Gründungsdatum.“ Nun verlässt Wolf die Bühne. Es gibt tatsächlich Standing Ovations. ++
++ „Ich habe den Verein übernommen, weil ich etwas zurückgeben wollte. Heute stehe ich hier und gebe mein Amt demütig und dankbar zurück.“ Es gibt Applaus von den Mitgliedern. Wolf dankt seinen Vorstandskollegen Sauren und Wettich. „Ich kann sagen: Es war in meiner Karriere ein außergewöhnliches Erlebnis. Danke dafür.“
++ „Ich freue mich, einen kernsanierten und wirtschaftlich gesunden Verein zu übergeben. Ich freue mich aber auch, einen sportlich schlagkräftigen Verein – aktuell auf einem Champions-League-Platz – zu übergeben.“ Letzteres sagt Wolf mit einem Augenzwinkern. ++
++ Wichtig: „Die Finanzierung des Ausbaus des Geißbockheims ist sichergestellt.“ Jetzt fehlen allerdings noch die Plätze. ++
++ „Auch wenn man uns 99 Mal weggegrätscht hat, sind wir 100 Mal wieder aufgestanden“, sagt Wolf. ++
++ Ob Werner Wolf auch nur drei Minuten Redezeit bekommt – wie die Mitglieder? I doubt it. ++
++ „Heute ist ein besonderer Tag für mich. Seit meiner Kindheit bin ich Fan dieses Vereins und seit 2003 in verschiedenen Rollen tätig. In den letzten sechs Jahren durfte ich euer Präsident sein“. Jetzt will Wolf zurückblicken, Bilanz ziehen und Danke sagen. ++
++ Jetzt kommt der Jahresbericht des Vorstands. Werner Wolf tritt auf das Podium. ++
Erster Antrag abgelehnt
++ Der Antrag wurde mit Zweidrittel der Stimmen abgelehnt. ++
++ Werner Wolf spricht dagegen: „Wir würden gerne bei der vorgesehenen Reihenfolge bleiben“ und meint sich und den Mitgliederrats-Vorsitzenden Fabian Schwab. Jetzt wird darüber abgestimmt. ++
++ Nun wird der erste Antrag gestellt. Der Antragsteller beantragt, Tagesordnungspunkt 8 vorzuziehen – da geht es um Satzungsänderungsanträge – und damit vor die Vorstandswahl legen. ++
++ 155.000 Mitglieder zählt der FC heute. „Das ist ein Meilenstein“, sagt Werner Wolf. Nun werden spezielle Jubilare geehrt. Rudolf Bleich zum Beispiel für 70 Jahre Mitgliedschaft. ++
++ Die Formalien sind abgehakt. Nun wird den im vergangenen Jahr verstorbenen Mitgliedern und ehemaligen FC-Funktionären – und anderem Claus Dillenburger – gedacht. ++
++ Jetzt wird erstmal nochmal geübt, wie man später abstimmt. ++
++ „Diese Versammlung wird auch bundesweit wahrgenommen. Ich bin sicher: Wir zeigen uns heute von unserer besten Seite!“ ++
++ Vesper stellt alle Menschen auf dem Podium vor. Kessler bekommt dabei als einziger Applaus. ++
++ Der Sonnenuntergang ist für 19.19 Uhr vorhergesagt, berichtet Vesper. Das Ziel: Bis dahin soll schon gemeinsam Kölsch getrunken werden. Gesetzlich von der Stadt vorgeschrieben ist ein Ende um 22 Uhr. ++
++ Eine offizielle Meldung vom Verein: Aktuell sind 3.818 stimmberechtigte Mitglieder sowie 30 nicht stimmberechtigte Mitglieder im Stadion. ++
++ Heute wird im 77. Vereinsjahr der elfte FC-Präsident (samt Team) gewählt. Zum ersten Mal in der Geschichte kandidieren dabei drei Teams. Vesper: „Das ist ein Zeichen lebendiger Demokratie. Ich finde es toll, dass sich die Teams so stark engagiert haben. ++
++ Versammlungsleiter Michael Vesper spricht nun und sorgt für einen ersten Lacher: „Willkommen zur Mitgliederversammlung unseres 1. FC Köln, der wie wir alle wissen am 13. Februar 1948 gegründet wurde. ++
++ Jetzt wird zunächst ein Video mit Zusammenschnitten der abgelaufenen Zweitliga-Saison gezeigt – beziehungsweise der letzten zwölf Monate inklusive U19-Meisterschaft. ++
++ Wolf beginnt: „Es wird hoffentlich eine friedliche Veranstaltung, die nicht in die Abendstunden reicht, damit wir nicht frieren.“ ++
11.02 Uhr: Die Hymne startet, Werner Wolf signalisiert allen Mitgliedern, aufzustehen und die Schals zu heben. Die Mitgliederversammlung 2025 ist damit offiziell eröffnet.
10.56 Uhr: Rund 2000 Leute haben an der Probe-Abstimmung teilgenommen. Ein erster kleiner Gradmesser, wie viele Mitglieder bereits hier sind.
10.55 Uhr: Es wird wohl pünktlich losgehen. Vorstand, Geschäftsführung und Sportdirektor Thomas Kessler haben bereits vorne auf der großen Bühne Platz genommen.
10.50 Uhr: Svenja Hein, die heute die Begrüßung übernimmt, leitet schon mal ein. Gerade findet die Erklärung zur elektronischen Abstimmung statt – gleich wird es auch noch eine Probe-Abstimmung durchgeführt.

10.45 Uhr: Hallo aus dem RheinEnergieStadion! In wenigen Minuten beginnt hier in Müngersdorf erstmals die Mitgliederversammlung des 1. FC Köln. Die Osttribüne füllt sich so langsam. Im Fokus steht heute natürlich die Wahl des neuen Vorstandes..








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