Das 3:3 des 1. FC Köln beim VfL Wolfsburg hat für einen Tor-Rekord gesorgt. Jakub Kaminski schrieb mit seinem Last-Minute-Tor Geschichte, während Marius Bülter seinen Rekord abgeben musste.
Als um 17.45 Uhr in der Volkswagen Arena der Schlusspfiff ertönte, ging eine denkwürdige Bundesliga-Partie am Samstagnachmittag zu Ende. Der 1. FC Köln holte beim VfL Wolfsburg nicht nur einen Punkt und blieb damit im dritten Ligaspiel der Saison ungeschlagen. Das 3:3 war auch ein Spiel für die Geschichtsbücher.
Jakub Kaminski hatte in der 14. Minute der Nachspielzeit den Ausgleich für die Geißböcke erzielt – und damit das späteste Bundesliga-Tor seit der Erfassung der Nachspielzeit im Jahr 1992. Kurioserweise hielt den Rekord zuvor sein heutiger Teamkollege Marius Bülter, der 2023 in der 12. Minute der Nachspielzeit für den FC Schalke 04 beim 1. FSV Mainz 05 getroffen hatte.
So kam es zur langen Nachspielzeit
Bülter wurde am Samstag also, wohl eher unwissentlich, seinen Tor-Rekord los. Doch das dürfte dem Angreifer herzlich egal gewesen sein angesichts des großen Jubels seiner Mannschaft über das 3:3 in allerletzter Minute in Wolfsburg. „Das war geil“, freute sich Kaminski später über seinen Treffer beim Ex-Club, von dem er zum FC ausgeliehen ist.
Die Nachspielzeit hatte sich derart in die Länge gezogen, weil alleine der Eingriff des VAR beim vermeintlichen 2:1 durch Bülter nach einem Johannesson-Freistoß in der 56. Minute fast fünf Minuten gedauert hatte. Anschließend hatte es zwei längere Verletzungspausen gegeben. So war es zu einer Nachspielzeit von 14 Minuten gekommen, die am Ende sogar über 15 Minuten geworden war.
Sehr später Abpfiff
Bereits in der ersten Halbzeit war das Spiel in die Länge gezogen worden. Ein Gewitter hatte für eine zehnminütige Unterbrechung gesorgt. Weil zu diesem Zeitpunkt aber die Uhr angehalten worden war, gab es offiziell in Hälfte eins nur zwei Minuten Nachspielzeit. Dennoch endete das Spiel ungewöhnlich spät erst um viertel vor sechs am späten Nachmittag, während die meisten anderen, ebenfalls um 15.30 Uhr angepfiffenen Partien spätestens um halb sechs abgepfiffen worden waren.
„Es gab viele Unterbrechungen, sehr lange Unterbrechungen. Die zweite Halbzeit hat sich etwas komisch angefühlt“, sagte Bülter später. Luca Waldschmidt ergänzte: „Klar nervt es, wenn es Spielunterbrechungen gibt, das unterbricht den Spielfluss.“ Besonders in Hälfte eins schadete dies dem FC, der nach dem Gewitter die Linie verlor und erst in Hälfte zwei wiederfand. Doch am Ende reichte es trotzdem zu einem Punkt – dank des Rekordes von Jakub Kaminski an alter Wirkungsstätte.







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