Mit Borussia Dortmund haben der 1. FC Köln und Lukas Kwasniok den bislang stärksten Gegner dieser Saison vor der Brust. So will der Trainer beim großen Favoriten für eine Überraschung sorgen.
Der 1. FC Köln braucht sich in den direkten Duellen mit den Europapokal-Teilnehmern nicht zu verstecken. Das haben die Siege gegen Mainz und Freiburg sowie die unglückliche Niederlage gegen Stuttgart gezeigt. Oder auch das 1:3 gegen Leipzig – eine Mannschaft, die eigentlich in der Champions League spielen müsste. Mit Borussia Dortmund kommt nun aber noch mal eine andere Klasse auf die Geißböcke zu.
500 Millionen Euro soll der BVB-Kader wert sein, fast fünfmal so viel wie die Kölner Mannschaft. Verloren haben die Dortmunder in dieser Saison bislang nur bei den übermächtigen Bayern. Und in einem Heimspiel war das Team von Niko Kovac zuletzt im März unterlegen. Klingt unangenehm.
Kwasniok hofft auf das Unvorhersehbare
Dortmund sei „sowohl in der Spitze als auch in der Breite“ die bessere Mannschaft, daraus macht Lukas Kwasniok keinen Hehl. Der FC-Trainer weiß ganz genau: „Wenn sie einen perfekten Tag erwischen und wir auch, ziehen wir normalerweise den Kürzeren.“ Doch Kwasniok hofft, dass der BVB diesen perfekten Tag nicht erleben wird.
„Das Schöne am Fußball ist, dass du das vorher nie genau weißt“, setzt der 44-Jährige auf eine Überraschung im Signal-Iduna-Park und zählt auf: „Es ist ein Low-Score-Game. Ein einziges Tor verändert ganz viel, eine einzelne Situation, eine Rote Karte, eine frühe Gelbe Karte, ein Gegenspieler muss wegbleiben, du kannst aus Versehen gegen den Ball treten, ein Platzfehler kann entstehen. Du brauchst diese glücklichen Momente natürlich auf deiner Seite und im besten Falle keine absolute Top-Top-Leistung der Dortmunder.“
1. FC Köln muss „völlig am Limit agieren“
Was auch immer aus dieser Auswahl zutreffen mag, bleibt abzuwarten. Was Kwasniok von seiner Mannschaft fordert, ist hingegen klar: „Wir müssen völlig am Limit agieren.“ Auch der Trainer erinnert sich: „Wir haben gegen Stuttgart und Leipzig schon gezeigt, dass wir die Großen ärgern können und unser Ziel ist es einfach, aus diesem Ärger einen Punkt zu machen.“
Zuletzt beim BVB gepunktet hat der FC im November 2020, ein 2:1-Sieg durch einen Doppelpack von Ellyes Skhiri. Es folgten drei Niederlagen mit 1:9 Toren. Kwasniok will diese Serie stoppen: „Wenn viele, viele Dinge zusammenkommen, die nicht ausgeschlossen sind, dann können wir sicherlich für eine Überraschung sorgen.“
Den einen Punkt wollen wir mit aller Macht verteidigen.
Lukas Kwasniok
Genau das sei das Ziel. „Grundsätzlich ist es nicht so, dass wir trainieren, um da hinzufahren und zu sagen: Wir wollen gut aussehen und wenn wir knapp verlieren, ist das auch egal”, will Kwasniok nichts von einem Bonusspiel wissen – wenngleich er selbst nicht die Partien gegen Bayern und Dortmund, sondern die gegen Augsburg, Hamburg und Gladbach als „Highlights“ dieses Blocks betitelt hat.
Das Motto in Dortmund, wo es wie in jedem Stadion bei 0:0 losgeht, laute dennoch: “Den einen Punkt wollen wir mit aller Macht verteidigen.” Es werde darum gehen, „mal ganz hoch anzulaufen, mal ganz tief zu verteidigen – guten, mutigen Fußball zu spielen“. Dann kann der FC die Dortmunder womöglich nicht nur ärgern, sondern auch etwas Zählbares mitnehmen.








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