Vorsänger Schell deutlich: „Mit Kwasniok wären wir abgestiegen“

Martin Schlüter, Stephan Schell, Lionel Souque und Daniel Dickkopf beim Dreierkette-Talk im Reissdorf am Hahnentor. (Foto: GEISSBLOG)
Martin Schlüter, Stephan Schell, Lionel Souque und Daniel Dickkopf beim Dreierkette-Talk im Reissdorf am Hahnentor. (Foto: GEISSBLOG)

Klare Worte aus der aktiven Fanszene: Stephan Schell hat den Trainerwechsel beim 1. FC Köln begrüßt und Lukas Kwasniok deutlich kritisiert. Der Vorsänger glaubt fest an den Klassenerhalt.

Die Südkurve des 1. FC Köln hatte sich schon länger klar positioniert. Lukas Kwasniok hatte es monatelang schwer, wurde insbesondere bei der aktiven Fanszene frühzeitig kritisch gesehen. Nach der Entlassung des Cheftrainers hat nun Stephan Schell klar Stellung bezogen.

„Ich bin restlos überzeugt, dass wir, wenn wir den Trainer behalten hätten, abgestiegen wären“, sagte Schell am Sonntagmittag beim Dreierkette Köln Talk im Reissdorf am Hahnentor. „Mit diesem Trainer wären wir ganz tief in die Scheiße reingekommen. Deswegen war die Entscheidung, den Trainer zu wechseln, die richtige.“

Deutliche Kritik an Kwasniok

Schell betonte, dass die Fanszene nun optimistisch auf die letzten Saisonwochen schaue. „Der Wurm war spätestens schon im Winter drin. Darauf haben wir ja auch reagiert“, sagte der 45-Jährige mit Blick auf das Plakat „Kwasni Yok“ beim Auswärtsspiel in Heidenheim am 16. Spieltag. „Es spricht für die Mannschaft, dass nicht gegen den Trainer gespielt wurde. Dementsprechend bin ich zuversichtlich, weil wir alle wissen, dass es die Mannschaft drauf hat und dass die Tabellensituation nicht das hergibt, was die Mannschaft leisten kann.“

Schell wollte René Wagner nicht bewerten, erklärte aber, dass der 37-Jährige alleine schon aufgrund seiner längeren Köln-Vergangenheit „rafft, wie Köln und der Verein funktionieren – das war nicht gerade die Kompetenz seines Vorgängers.“ Kwasniok habe fraglos sportliche Kompetenzen gezeigt. „Das andere ist: Man kann Kompetenzen im Fachgebiet haben, wie man will, aber er hat die Kabine schon viel früher verloren. Jetzt wird es nach vorne gehen, wenn sich die Spieler wieder erreichen lassen.“

Choreos in den letzten Spielen geplant

Dafür wird die Südkurve in den kommenden Wochen auch diverse Choreografien zeigen. Im Derby gegen Borussia Mönchengladbach hatten die Ultras nach dem plötzlichen Tod eines Vorsängers nur einen Tag vor dem Spiel umgeplant. Schell bestätigte, dass eigentlich andere Aktionen im Stadion geplant waren. Diese sollen nun in den letzten Saisonspielen nachgeholt werden.

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