Während Rav van den Berg in den kommenden Wochen weiterhin keine Option ist, könnte Kristoffer Lund auch abseits seiner Stammposition zur Alternative werden. Auf welche Startelf setzt der 1. FC Köln in Dortmund?
Zurück auf dem Platz, aber weit weg vom Comeback: Der 1. FC Köln wird sich noch einige Wochen gedulden müssen, bis er wieder auf Rav van den Berg zurückgreifen kann. Zwar trainiert der Niederländer nach seiner Schultereckgelenksprengung wieder mit dem Ball, doch Lukas Kwasniok sagt: „Es ist noch ein langer Weg.“
Eine Rückkehr auf die Bundesliga-Bühne dürfte wie bei Jan Thielmann (Muskelfaserriss im Oberschenkel) nach der Länderspielpause im November realistisch sein. Wenngleich Kwasniok bei dem mit acht Millionen Euro (plus mögliche Boni) teuersten Transfer des Sommers noch gar keine Prognose abgegeben möchte: „Ich kann die Frage vielleicht in zwei Wochen konkreter beantworten, am heutigen Tage wäre es Kaffeesatzleserei.“
Lund überzeugt in mehreren Rollen
Während ein Innenverteidiger weiterhin ausfällt, bietet sich ein anderer Abwehrakteur womöglich als zusätzliche Alternative für die Dreierkette an. Kristoffer Lund, bislang linker Schienenspieler oder Linksverteidiger in der Viererkette, gefiel Kwasniok beim 1:1 gegen Augsburg auch als Aushilfe auf einer noch defensiveren Position.
Beim Stand von 0:1 hatte der FC-Trainer mit Dominique Heintz einen Innenverteidiger aus der Dreierkette ausgewechselt, Lund war von der linken Schiene eine Position nach hinten gerückt. „Lundi hat gegen Augsburg einen sehr stabilen Eindruck in der Verteidigerrolle gemacht, auch wenn es nur 15 Minuten waren und wir zu dem Zeitpunkt zurücklagen“, lobt Kwasniok rückblickend.
Lund hat „fast schon zu viel Energie“
Generell ist der Kölner Coach mit der Entwicklung des aus Palermo geliehenen 23-Jährigen zufrieden: „Er macht einen sehr guten Eindruck – sowohl als Linksverteidiger auf der linken Schiene als auch als Halbverteidiger. Lundi ist einfach ein Spieler, der immer mit Energie am Start ist, fast schon zu viel Energie in sich trägt. Deshalb sind wir happy, dass er bei uns ist.“
Dass Lund, der im Nachwuchs in Dänemark häufiger Innenverteidiger gespielt hat, nun in der Dreierkette startet, dürfte dennoch unwahrscheinlich sein – zumal die Alternativen auf der linken Schiene rar gesät sind. Linton Maina fühlt sich hier nicht wirklich wohl und ist angeschlagen, Jakub Kaminski überzeugt in der vordersten Reihe.
Da es in Dortmund auf tiefes Verteidigen und schnelles Umschalten ankommen dürfte, spricht einiges dafür, dass die beiden bislang schnellsten Kölner – Lund und Sebastian Sebulonsen – erneut auf den Schienen starten und Kaminski sowie Said El Mala – in der internen Tempo-Tabelle auf den Rängen drei und vier – die offensiven Flügel besetzen.
Bülter zurück in der Startelf?
Wer im Zentrum stürmt, hängt wohl davon ab, wie viele Minuten Marius Bülter im Tank hat. “Wenn er beginnt, werden wir schauen, wie er durchkommt. Grundsätzlich ist er jetzt eine Woche weiter, hat einen ordentlichen Eindruck gemacht“, sagt Kwasniok über seinen Top-Scorer, der gegen Augsburg sein Comeback nach Achillessehnenreizung gefeiert hat.
Dass er den 1,88-Meter-Hünen gerne dabei hätte, ist nicht zu überhören. „Das darf man nicht unterschätzen, wenn man sich anschaut, wie viele Spiele durch Größe entschieden werden“, merkt der Trainer an. Bülter sei „definitiv ein Startelf-Kandidat“, Ragnar Ache wäre die Alternative. Dass der FC gegen die BVB-Stars auch zum tiefen Verteidigen gezwungen sein wird, macht zudem eine erneute Startelf-Nominierung von Dominique Heintz wahrscheinlicher.
So könnte der 1. FC Kön beginnen: Schwäbe – Schmied, Hübers, Heintz – Sebulonsen, Johannesson, Martel, Lund – Kaminski, Bülter, El Mala








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